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March 18, 2026

39 | Elio Donauer, Tsüri.ch: «Lokaljournalismus kann profitabel sein»

39 | Elio Donauer, Tsüri.ch: «Lokaljournalismus kann profitabel sein»
ComSumCast
39 | Elio Donauer, Tsüri.ch: «Lokaljournalismus kann profitabel sein»

Was ist heute moderner Lokaljournalismus? Und hat er noch eine Chance? Die Crew von Tsüri.ch beweist jeden Tag, dass es geht. Seit 10 Jahren ist das Start-up unterwegs, das inzwischen zu einem etablierten KMU geworden ist. Aber wie finanziert sich Lokaljournalismus heute? Was bedeutet die Membership? Was ist das – ein Stadtmagazin für Zürich? Und profitiert Tsüri.ch davon, dass beispielsweise der Tages-Anzeiger den Züri-Tipp aufgegeben hat? Warum ist der Tsüri-Newsletter am Morgen so wichtig und welche Expansionspläne hat Tsüri.ch? Projekt- und Co-Geschäftsleiter Elio Donauer erklärt es im #comsumcast des Zürcher Pressevereins ZPV und der Zürcher PR-Gesellschaft.

Journalist und Moderator Reto Lipp spricht im ComSumCast mit wegweisenden Köpfen aus der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche.Den ComSumCast gibt es in Video- und Audioversion auf ⁠Spotify⁠ ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠und ⁠Youtube ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠sowie in Audio-Version auf ⁠Apple Podcasts⁠ und auf den grössten weiteren Podcast-Plattformen.Produziert von Tablecast / Christoph Soltmannowski / Soltmannowski Kommunikation GmbH.⁠⁠⁠⁠⁠⁠ ⁠⁠⁠ ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠http://www.solt.ch

0:04 Ja, herzlich Willkommen zum Konsum. Cast am Mikrofon ist retolit, Produzent ist Christoph Saltmanowski und wir sprechen hier ja regelmässig mit Persönlichkeiten aus den Medien, der Kommunikation, Pr und Werbung. Und heute sprechen wir mal mit einem Lokaljournalismusprojekt oder einem Stadtmagazin. Mein Gast ist nämlich Elio Donaue, er ist der Projektleiter und Co. Geschäftsleiter von zuerich.ch, aber man schreibt, man schreibt das Ü eigentlich nicht, oder? In der ist es einfach nicht, aber das ü Schreiben wir grundsätzlich schon. OK, also es heisstzuerich.ch alle, die nachschauen wollen, was das für ein Stadtmagazin ist. Wo wir jetzt intensiv darüber reden. Ich hab noch ein bisschen nachgeschaut, also du hast einen Master in sozial und Politikwissenschaften von der Uni Zürich, dann warst du mal noch beim Tinktank voraus auch dabei und seit 2018 jetzt beizuerich.ch das ja, dass es ja schon über 10 Jahre jetzt gibt.

1:05 Also schon eigentlich kein Neuling mehr, sondern wirklich schon länger im Geschäft. Vielleicht noch die Frage, Du hättest jetzt auch in die Politik gehen können, weil in Zürich waren gerade Stadtrats Gemeinderatswahlen hatte ich das nicht gereizt als Politikwissenschaftler? Nein, ich glaube, die Wissenschaft habe ich hinter mir gelassen und die Politik, die gucke ich mir auch gerne aus. Der von der Seite an. Das geht mir alles ein bisschen zu langsam. Da mache ich lieber was. Als Geschäftsführer kann man doch viel bewegen in einer Organisation. Kann man mehr bewegen, schneller bewegen als jetzt? Irgendwie als Gemeinderat, OK. Würde nicht behaupten mehr bewegen. Man kann anderes schneller bewegen. Ich wollte noch fragen, welche Medien konsumierst du eigentlich neben dem eigenen zuerich.ch musst du ja immer lesen und musst immer schauen was da drauf läuft, aber was für andere Medien interessieren dich? Ja, ich konsumiere eigentlich die, die die Tagesmedien von Tagi NZSRF der Republik guck ich rein. Ja, das sind so meine Hauptmedien und international auch noch ein bisschen New York.

2:08 Times die Lokalteile. Wir wissen, was die Konkurrenz macht, da sprechen wir gleich darüber. Aber was ist jetzt zuerich.ch? Eigentlich ist das jetzt ein Stadtmagazin glaub ich schreibt ihr euch ist es einfach eine eine Lokaljournalismus Plattform ist es was ist das? Also wir sind ein Magazin, ein klassisches Stadtmagazin. Bei uns liest man, was in der Stadt läuft, aber wir sind auch mehr, also wir haben viele Veranstaltungen, wir haben einen eigenen Shop, wir, wir wollen uns sozusagen als als Plattform, als der Ort in Zürich. Geben, wo die wichtigsten Debatten der Stadt nicht nur abgebildet, sondern auch geführt werden. Also.

2:52 Community ist wichtig kommen wir gleich noch drauf. Also zurichzurich.ch ist also eine ein digitales Magazin natürlich online. Es gibt euch nicht im Print, habt ihr euch auch mal überlegt, irgendwie in alle Monate noch irgendeine Printausgabe zu machen, weil ich hab jetzt gerade da, wo ich wohne, ich wohne in Rüschlikon, da gibt es jetzt gerade ein ein neues Projekt, auch ein. Ein lokal Journalismus Projekt, aber die kommen immer noch jeden Monat auch noch mit einem Magazin raus, um einfach bisschen sichtbarer zu sein in in, in der Umgebung, da wie ist das bei euch, habt ihr nie euch überlegt auch noch ein Printausgabe zu machen? Nein, eigentlich. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir nichts ausdrucken müssen. Ich glaube, ich glaube, das entspricht auch ein bisschen unserem ja, spirit wir, wir sind schnell, wir machen auch mal einen schnellen Artikel und wenn wir immer auf einen Druckschluss warten müssen, das würde.

3:47 Das würde euch ein bisschen in der Schnelligkeit zurückwerfen. Genau. Aber ich habe mir gesagt, ihr seid wirklich das Stadtmagazin Stadt Zürich, aber die Stadt hört ja nicht unbedingt jetzt gerade an der Grenze auf. Heute ist ja eigentlich der ganze Grossraum Zürich eine einzige Stadt, den man so will, aber macht ihr wirklich nur Stadt oder schaut ihr da auch noch ein bisschen darüber hinaus? Also wir verbinden niemanden aus der Agglo, uns zu lesen, ja. Aber auch journalistisch setzen wir wirklich eigentlich auf die Stadt, weil wir eigentlich so, dass diesen hyperlokalen Fokus haben und eigentlich leben auch genug Menschen in der Stadt, dass sich das dass.

4:28 Sich das rechnet weil, dann kommen wir jetzt gleich noch natürlich zu den Finanzen, aber wie bei einem Magazin, Print oder einer Zeitung, da misst man jeweils dann die Auflage, das kann man irgendwie relativ gut messen. Die Wenf macht das immer dann. Aber wie misst man jetzt da den Erfolg oder die, die die, die die Leser auch bei einem solchen digitalen Stadtmagazin? Also ich glaub da kann ich einfach uns auf unser Hauptprodukt eingehen. Das ist unser Zürich Briefing, das ist der tägliche Newsletter und da haben wir 32000 Menschen, die das jeden Tag bekommen. Morgens kommt das immer. Kommt immer um 06:00 Uhr morgens und das öffnet dann auch um die 60%.

5:09 Und das ist für uns so ein bisschen der Grammesser, da erreichen wir auch wirklich jeden Tag mit einer sympathischen Ansprache diese, die Leute, und da gibt es auch super Fans, die das also viele lesen das wirklich jeden Tag im Bett und das ist so ihr Start, den Tag, sie wissen, was in Zürich läuft. Und da muss man sich anmelden für den. Oder dann funktioniert das ja, da muss man sich anmelden und dann kriegt man den aber gratis. Genau das ist jetzt gratis. Jetzt wie ich mein, das muss man dann auch finanzieren oder so ein Newsletter ins und natürlich auch die ganze Plattform kostet Geld und du bist der Geschäftsführer, musst also schauen, dass das Geld irgendwie reinkommt. Wie kommt es denn rein, weil wir wissen ja, Journalismus ist in der Krise, alle haben Probleme, Printmedien sowieso, aber auch die digitalen Medien, woher kommt das Geld? Ja.

6:01 Ja, wir sind irgendwo zwischen den Abo Modellen und diesen oder den gratis Medien. Wir haben uns so ne dritte Nische geschaffen und wir funktionieren vor allem über Memberships und die sind eigentlich Gönnerbeiträge die. Also ich zahle jetzt pro Monat was oder pro Jahr. Kann, kann, kannst du wählen, ob monatlich, jährlich, vierteljährlich kann man auch bezahlen. Gehen und. Habt ihr dann irgend so einen Preis oder kann ich das jetzt wählen? Ich sag ich ich find das super, ich zahle jetzt 50 Franken oder ich zahle 100 Franken im Jahr oder? Ja, minimalpreis von 8 Franken im Monat.

6:41 Ich glaub. Durchschnittlich ist 1215 Franken, dass die Leute bezahlen, aber man ist offen gegen nach oben, nach oben. Das macht man aus Sympathie für euch, das macht man nicht, um jetzt irgendwelche Artikel dann lesen zu können, dass ihr da eine Bezahlschranke habt oder irgendwas, sondern das ist einfach Gönner Sympathie. Genau, ich glaub die Überlegung hier war vor allem, dass wir. Wenn wir n Reichweitenmedium in der Stadt Zürich wär wahrscheinlich zu klein und wenn wir n Abo Modell gemacht hätten, wären wir irgendwo in der e Relevanz gelandet, weil man muss ja im Internet zuerst mal lesen was es ist bevor man dann vielleicht mal n Abo macht und die Leute diese aktuell dreitausendzweihundert Menschen die haben dann einfach entschieden wir finden das so toll und wir wollen dass es weiter gibt. Und unterstützen das wirklich, ohne dass sie dafür einen Gegenwert bekommen.

7:40 Ohne direkte Gegenleistung. Genau. Also es ist auch so ein bisschen, und darum reden wir über Community, weil weil es ist, es geht nicht um die Transaktion, Inhalte gegen Geld, sondern es geht. Wow, ich finde das so toll, ich will, dass es weiter gibt, und ich sage jetzt dafür und also, wir fragen natürlich auch teils. Ja, sehr, sehr fest danach. Und ja, die Leute, die die den Newsletter haben und die wirklich jeden Tag das lesen, die werden n paar mal im Jahr mit einer Kampagne. Angehalten, es wär doch jetzt schon noch gut, wenn du auch member member wärst. Mehr Member und wie wieviel ist das also? Wieviel Member habt ihr denn jetzt eigentlich? Dreitausendzweihundert.

8:28 Dreitausendzweihundert Member und habt ihr da so Zielsetzungen jetzt für dieses Jahr? Wir wollen 10000 member irgendwann auch. Oder so. Ende Jahr sind 4000 mal angepeilt 4 5000 so um. Und ist das jetzt schwierig, die Leute zu motivieren, weil. Ja, wenn man direkt eine Gegenleistung bekommt, dann weiss man, wofür man das bekommt und ist dann vielleicht eher geneigt, als wenn man einfach Sympathie sagt. Ja der Helios jetzt oder so ein netter jetzt geb ich dir mal deinen Beitrag. Ja, ich, das ist sicher schwieriger, als wenn man ja, dass das Transaktion ansieht. Man kann weniger Leute konvertieren zum Zahlen, wenn man nichts dafür kriegt. Aber wir haben dafür, und da muss ich das Geschäftsmodell noch ein bisschen mehr erklären, wahrscheinlich. Wir haben im Newsletter auch Werbung drin. Eben da wollte ich gerade sagen, wo, wo gibt es auch Werbung bei euch oder sagt seid ihr sagt ihr Nein, Werbung nicht, wir wollen werbefrei sein.

9:23 Nein, wir nehmen gerne Werbung entgegen. Da bin ich als Geschäftsleiter froh, wenn man bei uns Werbung schaltet und wir erreichen Leute in der Stadt Zürich, und das ist durchaus spannend für viele unsere Kunden und. Ja, wenn wir jetzt ne Paywall hätten, dann wäre dann ja wieder die Reichweite da. Das heisst die Leute die Member bei uns werden, die gucken sich sogar Werbung an, also genau eigentlich eher dann wieder wie ne wie ne Zeitung. Ja, fast wie ne Zeitung, aber wie, wie ist denn jetzt so das Verhältnis zwischen Member und Werbung? Also ist die Werbung deutlich. Grösser der Anteil als die Member schafft oder wollt ihr da ein bestimmtes Verhältnis machen? Wir wissen ja inzwischen, bei Printzeitungen ist die Werbung heute vielleicht noch 20% und 80 Prozentzahl der Leserinnen oder die Leserin oder der Leser, früher war das umgekehrt, jetzt ist die Werbung fast schon irrelevant geworden bei gewissen Zeitungen, wie ist es denn bei euch auch in diesem Verhältnis oder habt ihr da eine Wunschvorstellung? Also wir haben unser Geschäftsmodell auch bewusst sehr diversifiziert.

10:26 Das heisst, wir haben. Etwa ist immer die Zielsetzung ein Drittel Werbung, ein Drittel Member und dann haben wir noch über, das haben wir jetzt noch nicht gesprochen, Events ja, und das ist so das dritte Drittel, wo wir mit Sponsoren zusammenarbeiten, wo wir. Ja, die Debatten der Stadt an Events besprechen und dann ist noch ein Sponsor dabei, der Präsent sein will, also ihr. Wollt ja eben Events kreieren. Ihr wollt mehr sein, du bist noch du hast noch so einen anderen Titel. Civic heisst das Leiter. Civic Media. Was heisst das? Ja, Civic Media ist wie der Ansatz, den wir bei Zürich leben, dass wir mehr, als dass man Artikel nicht nur.

11:08 Als topdown Story erzählen kann ich, der grosse Journalist. Erzähl jetzt dir, wie es läuft, sondern dass man Geschichten und Fakten auch debattieren kann. Man kann sie auf einem Stadtspaziergang erleben, man kann Workshop machen und irgendwas erarbeiten und das ist so die Idee, dass wir zusammen mit Akteuren, die in der Stadt da sind, diese. Diese Themen, über die wir auch schreiben, auch handfest vor Ort mit Leuten debattieren kann und erleben. Also Veranstaltungen, Diskussionen, aber auch Events, Reine und Haltungsevents auch. Also irgendwie Dance, oder?

11:52 Wir haben tatsächlich sehr wenige, aber nächste Woche haben wir ein Lotto. OK, ein Lotto. Genau das wurde total überrannt. Wir hatten 700 Anmeldungen auf hundertzehn Plätze. Muss mich jetzt n bisschen einschränken. Und das Publikum hab ich noch relativ jung, oder? Genau. Ich mein jung. Spielen Lotto, das hab ich jetzt noch gar nicht gehört. Ja, das ist anscheinend n Neues wieder wie n cooles Ding, wie die Leute beginnen zu jassen spielen sie auch wieder Lotto. Und. Aber wisst ihr, wie der Altersdurchschnitt von euren Leserinnen und Lesern ist? Genau. Wir haben lange immer gesagt, wir sind es, sind 20 bis 40 und ehrlich gesagt müssen wir wir es wahrscheinlich wahrscheinlich ein bisschen hoch korrigieren, weil unsere User sind auch ein bisschen mit uns ein bisschen gealtert.

12:38 Eben auch schon über 10 Jahre in Marktseitiger also. Dann geht es. Ein bisschen noch weiter nach oben. Also es lesen uns. Von 20 bis 50 Leute, es lesen aber auch ältere leutezuerich.ch. Der Durchschnitt ist sicher irgendwo zwischen 30 und 40 Jahren. Also sind die Jungen von daher natürlich auch interessant für die Werbetreibenden denke. Ich definitiv. Ich glaub das sind Leute, die sind unterwegs in der Stadt, die machen was, die konsumieren, das ist dann. Dann immer auch in den Ausgang und tun was. Ich habe noch mal schnell nachgeschaut. Bei euch, wie ihr euch definiert und da heisst es zuerich.ch ist unabhängig von jeglichen kommerziellen, parteipolitischen oder organisatorischen Interessen.

13:21 Wir wollen eine öffentliche Debatte fördern und blicken kritisch auf das aktuelle Zeitgeschehen, das ist so n bisschen wie eure Verfassung. Genau. Wir haben auch Werte, die die unsere Arbeit n bisschen zugrunde liegen und. Ja, wir sind als Organisation, ja, wir sind nicht an Konzern angehängt, wir sind noch relativ klein. Und auch keine politische Partei. Aber wenn man jetzt sagen würde, ihr seid so n bisschen links, grün so. Wie gesagt, Wir haben Werte, die wir haben, aber wir wir hängen nicht an, wir sind parteipolitisch unabhängig und ich glaube, was wir da wichtig sagen können ist Züri sieht sich es da ein bisschen als, ja wie ein bisschen Anwalt.

14:04 Der Zürcher Bevölkerung, und da kommt immer wieder ja das Beispiel, ja, ihr seid ja da für Velowege zum Beispiel. Genau. Und ja, klassisches Beispiel oder für günstigere, wo günstigen Wohnraum. Und ich glaube? Wir gucken einfach, wo sind auch die Probleme der Zürcher Bevölkerung. Und wenn man die Bevölkerungsbefragung anguckt, dann sieht man Platz 1, die Wohnkrise die Leute wollen günstigeren Wohnraum, das sagen sie auch an den in Abstimmung, die Leute wollen velowege und wir sind uns da also in der Verantwortung, diese Themen auch ja zu bewirtschaften und zu.

14:46 Der Politik auch mal Beine zu machen, das ist auch tatsächlich passiert. Auch der linken Regierung. Also das das macht ihr dann auch relativ kritisch. Wir haben ja jetzt gesehen, dass ja Zürich nach der neuen Wahl sicher nicht rechter geworden ist. Wenn man den Stadtrat anschaut, ist ist der noch linker geworden oder grüner, kann man sagen, das heisst ihr müsst natürlich auch schon ein bisschen das Klima der Politik, auch der politischen. Inhalte aufnehmen ihr müsst das auch bisschen reflektieren, also deshalb seid ihr vielleicht in diesem Bereich, oder? Genau also. Ist einfach grün links. Genau, ich mein, Wir sind also das ist jetzt nicht einfach so ne Floskel, wir wir sind halt zügig, also unsere Redaktion, die wohnt in der Stadt, die wohnt und die ist interessiert an Themen und wenn wir jetzt, ja wir könnten jetzt ne false Balance produzieren, indem wir uns auch noch sehr.

15:40 Sehr viele Stimmen gegen Velowege aufnehmen, aber 70% der Leute in Zürich wollen mehr Velowege. Also es ist wieso, wir müssen gucken, dass es passiert oder wir müssen da hingucken, warum sind da immer noch nur ein paar farbige Linien und nicht echte Velowege und. Genau jetzt noch schnell. Wir haben über die Finanzierung gesprochen, aber heisst das eigentlich, dass ihr, dass das funktioniert, also dass jetzt kein Defizit produziert, dass ihr einen Gewinn produziert oder wollt ihr überhaupt einen Gewinn produzieren? Ja, durchaus. Also das ist nicht böse, nein, also wir sind profitabel, wir sind ein gesundes KMU mittlerweile nach 10 Jahren, es hatten wenig gebraucht, aber wir finanzieren uns selbst.

16:28 Ohne ohne abhängig sein. Weil es ja schon mal gut ist zu hören, weil viele Leute ja sagen, Journalismus trägt sich nicht mehr, man kann keine journalistischen Konzepte mehr bringen. Das funktioniert aber nicht, ihr seid jetzt ein Beispiel, Lokaljournalismus kann durchaus funktionieren. Genau. Und ich glaube, das liegt aber vor allem daran, dass wir auch in der Stadt Zürich sind, eine ja der reichsten Städte der Schweiz, eine der also die grösste Stadt der Schweiz und. Wo natürlich auch die Trends da sind, das ist interessant. Zürich sind die schon fast als Weltstadt ein bisschen. Das sind, das sind auch Firmen, da das die das IT Werbung macht. Es ist wieso ja es ist halt n Ökosystem das auch attraktiv ist für für n Medium und wir sind jetzt da und doch es funktioniert. Ich hab aber gesehen, ihr macht ihr habt einen einheitslohn 6000 Franken bekommt jeder.

17:19 Jetzt könnte man natürlich sagen ja gut OK es funktioniert einfach weil die Leute sich n relativ bescheidenen Lohn geben, also in irgendeiner grossen Medienhaus würde man mehr verdienen, bei der SRG wahrscheinlich auch ist es ein bisschen Selbstausbeutung auch dahinter. Wir gucken sehr gut zu unseren Mitarbeiter und es ist nicht Selbstausbeutung also. Die Leute arbeiten auch, also wir haben eigentlich eine 4 Tage Woche eingeführt, wir wir sind auch daran diese Löhne stetig zu erhöhen und es widerspiegelt auf jeden Fall ein bisschen die Realität von einem Startup, das jetzt relativ lange gebraucht hat in einem schwierigen Marktumfeld, sich zu dem Punkt zu kommen, dass wir jetzt, dass es funktioniert und. Und das ist super.

18:10 Also man kann mal festhalten, man kann auch im Journalismus noch ein Start machen und es kann auch funktionieren. Man braucht einen gewissen langen Atem, vielleicht auch, aber dann kann es funktionieren. Wenn du jetzt so schaust auf das, was die Medienhäuser machen, die Grossen auf dem Platz, Zürich, Zürich ist ja auch eine medienstadt, NZZ, Tagesanzeige, wie schaust du da auf die Lokalredaktion, wie schaut ihr da auf? Das was die da produzieren jeden Tag. Schau dir das immer an und sagt Oh die haben ne Story, wir müssen die jetzt auch machen oder schau dir die gar nicht an wie wie funktioniert das? Ja, also wir haben jetzt, wir schauen da klar hin, also ich mein alles andere wir ja immer was verpassen und die machen super Arbeit. Ist natürlich schade, dass auch immer wieder mehr gespart und zusammengestrichen wird und.

19:07 Wir sagen ja, vielleicht sind wir dann mal die grösste Lokalredaktion. Nicht weil wir so gross wachsen, sondern weil die anderen vielleicht so fest sparen. Genau. Apropos Ja, wie viele Leute sind ja jetzt aktuell, weil das verändert sich ja auch immer wieder. Genau. Wir sind jetzt knapp 20 Personen, wobei die Redaktion sind 78 Personen. Mhm ja, also könnte bald mal die grösste Lokalredaktion sein. Könnte durchaus mal sein und die anderen geben mir auch immer wieder Dinge auf, zum Beispiel der Zürich Tipp oder der Tagesanzeiger hat den Zürich Tipp aufgegeben, macht es. Und noch so ne Seite, nicht so ne schöne Seite finde ich. Seid ihr da jetzt voll reingesprungen, haben gesagt das ist jetzt unsere Chance, wir sind ein Stadtmagazin, wir müssen über das kulturelle Geschehen und was da alles so läuft in Zürich müssen wir berichten, das ist sowieso unsere Grundaufgabe und jetzt gibt ein Konkurrent einen Teil auf, jetzt springen wir hier rein. Ja, ganz klar, das haben wir gemacht. So.

20:01 Also wir haben als die Newscomen, haben wir gesagt, OK. Wir haben vorher wenig Kulturberichterstattung gehabt, auch aus Ressourcengründen haben wir gesagt, OK, wir lancieren jetzt auch den, das heisst haben wir auch Zivilität bei euch oder genau. Und wie wir das oft machen, haben wir ein Crowdfunding gemacht. Das ist auch wieder so, dieser Communitygedanke so a Lada gibt es eine Lücke, wir wollen die schliessen, wir wollen und dann fragen wir Community. Ja, seid ihr, wollt ihr das auch? Unterstützt ihr das? Und dann haben wir innerhalb von ein paar Tagen irgendwie 40 50000 Franken gesammelt. Für den für den.

20:42 Launch eines eines neuen Formats und haben dann eigentlich ne Stelle geschaffen und und da diesen wöchentlichen zügig Tipp lanciert um ein bisschen diese Lücke zu füllen und das Ding ist. Wir können diese Lücke wahrscheinlich nie ganz füllen, und das ist ja meistens, wenn so ganze Spaten zusammengeschlichen wird wird, können wir so kommen und sagen, wir machen mal was, aber um so was grosses zu ersetzen. Das wird schwierig, aber baut ihr da aus? Also Kultur heisst ja auch eben Veranstaltungen und so weiter ist das ein ein ein Gebiet wo ihr euch weiter profilieren wollt und auch könnt?

21:23 Also. Ja, also wir, wir bringen mehr Kultur. Berichterstattungszeit wir diesen Tipp haben, aber es ist, wir bauen eigentlich alles so sukzessive langsam aus und wir können es uns auch nicht leisten, riesige Mengensummen irgendwie in einen Bereich zu investieren. Aber ja, wir versuchen einfach überall mehr und besseren. Also. Unbeschränkte Geldmittel hättest und das ja immer wäre schön für einen Geschäftsführer, wohin oder wenn irgendein Gönner kommt und sagt, Hey, ich finde das so gut was ihr macht, jetzt gibt es 1000000 für denzurich.ch, für zurich.ch, wohin würdest du das Geld gerne in welche Formen von Berichterstattung oder Veranstaltung oder eben Civic Bereiche wo möchtest würdest du das einsetzen? Hast du da Ideen?

22:20 Ja, ich glaub was uns noch ein bisschen fehlt ist auch so ein bisschen oder ich würd die politische Berichterstattung noch ein bisschen stärken. Ich glaub, wir haben da noch Potenzial, auch zum Beispiel aus dem Kantonsrat etwas zu berichten, oder? Das wäre darüber über Zürich hinaus. Eigentlich wäre darüber hinaus Agglomeration Zürich und. Wir sind, aber wir sind Mitgründerin des Magazins in Winterthur namens und ja. Da wollte ich dann noch drauf kommen. Genau, und das können wir dann dann auch so ein bisschen gemeinsam tragen, so ein bisschen ja einfach und so relevanter werden, einfach indem man mehr mehr Debatten abdeckt und so auch mehr. Auch für die Politik natürlich interessant, weil die wollen ja überall möglichst präsent sein.

23:13 Die werden dann mehr euch auch lesen und sich mit euch auseinandersetzen. Da hatten wir, hatten wir jetzt auch ein kleiner Vorfall, ihr habt auch so eine Wahlbroschüre gemacht, also wo man wo die Kandidaten sich vorstellen konnten und da gab es ein Problem mit der Verteilung irgendwie und ich hab mich dann gefragt wie, weshalb macht ihr das eigentlich so eine Wahl Broschüre eben weil ihr euch stärker im Thema Politik festsetzen möchtet oder warum habt ihr das gemacht? Also unser Ansatz ist eigentlich immer, dass wir politische Inhalte auch für ne breite Bevölkerung, auch für jüngere Zielgruppen, ja darstellen wollen, damit die sich dafür interessieren, weil es mal hiess, ja, junge Menschen interessieren sich nicht für Politik und ja, ich eigentlich der Meinung bin, das stimmt so nicht und diese wahlbroschüre ja ist.

24:06 Ist einerseits ein tolles. Die Idee war ein tolles Produkt, das ein bisschen erklärt, so funktionieren die Wahlen in im Zürich Jargon Zürich Slang ein bisschen erklärt, so wählst du hier hast du kandidierende und andererseits war die Idee auch. Natürlich auch da Anzeigen zu verkaufen, dass sich das sozusagen. Trägt. Dass sich das selber trägt und wir der Stadt zügig präsent sind mit unserer Marke, mit dem relevanten und tollen Inhalt und das ganze auch eben ne breitere Zielgruppe erreichen. Es gab dann irgendein Verteilproblem. Kannst du noch was dazu sagen? Genau das war wie wir mussten zu einem privaten Verteiler wechseln.

24:47 Von die Post wollte. Das nicht machen, weil es ihnen anscheinend zu werberisch war und. Dass der private Verteiler war, der hat ein bisschen schlampig gearbeitet und. Da gab es Klagen von Gewissen. Daten da haben ein paar Parteien, aber die Parteien klagen meistens meistens über die Berichterstattung jetzt. Erstmal über die Verteilung. Jetzt mal über die Verteilung und ich muss sagen, wir haben Lehrgeld bezahlt. Dieses Magazin, das machen wir nie mehr. OK, aber das wollen wir gar nicht mehr machen. Ich glaube, wir sind einfach wirklich auch nicht ausgelegt für so ein. Printprodukt und die ganze Logistik, die dahinter steckt, das ist auch.

25:28 Die Verteilung und so, da müsstet ihr, müsst ihr euch ja nie drum kümmern, weil ihr digital unterwegs seid, aber eben so ein Magazin braucht vor allem die Verteilung ist wichtig und kompliziert und teuer. Und teuer. Und der Druck ist teuer und genau, und da gibt es Probleme und damit kleiden sich alle und. Dann muss der Geschäftsführer das Ganze wieder bereinigen und aufräumen. Und das ist mühsam. Also Hände weg von. Solchen Hände weg. Ja, wir drucken nichts mehr aus. Keine ausgedruckten Dinge mehr, sondern wirklich alles nur digital. Aber ihr verbreitet euch auch. Also ihr habt jetzt daswinti.ch. Winterthur ist natürlich ein bisschen kleiner als Zürich, trägt sich, das ist Winterthur noch genug gross, um ein Stadtmagazin zu machen, oder wo beginnt die Grenze, also Sankt Gallen oder so, das würdet ihr nicht machen, oder wie sieht es aus?

26:16 Ja, also wir haben, da kann man. Ja, kann man das jetzt auf viele Städte jetzt einfach verteilen? Expandieren? Ja, wir haben keine Ambitionen, um jetzt, da die Schweiz gross zu erobern, aber. Wir haben mit einer tollen Gruppe in Winterthur, die sie vorher schon zusammengefunden haben, dieses winti.ch gemeinsam lanciert und wir unterstützen sie im Launch, damit sie nicht dieselben Fehler machen müssen, die wir in den 10 Jahren in den ersten 10 Jahren gemacht haben. Und das funktioniert. Also wir haben ein Crowdfunding am Anfang zum Launch gemacht, wo wir hundertfünfzigtausend Franken zusammen bekommen haben und.

26:58 Haben jetzt die ersten Zahlen von der Erneuerung. Das ist genau ein Jahr her und haben fast 90% Erneuerungsrate, der der Memberships und es zeigt sich eigentlich, es funktioniert auch das Modell. Und. Kann man sagen, wenn die Zeitungen sterben, ist das gar nicht so schlimm, weil es gibt jetzt eben neue Formen, digitale Formen, die durchaus da sind, die man vielleicht noch ein bisschen zu wenig beachtet, aber die sind auch kommen, also da passiert etwas, also du würdest sie jetzt nicht klagen, oder würdest du doch in die Klage einstimmen, Ach, der Journalismus ist schwierig, ach, diese. Krise mit der Finanzierung und Lokaljournalismus oder oder würdest du sagen, Nein, gerade Lokaljournalismus kann man durchaus profitabel machen. Ich glaube, das Problem ist, dass die neuen Akteure halt noch relativ fragil sind.

27:49 Also die stehen noch nicht auf sicheren Beinen und es zeigt sich dann erst nach n paar Jahren, wie man sich etablieren kann. Plus sind die Lücken, die welche die grossen Häuser hinterlassen, einfach oftmals zu gross. Die ziehen sich zurück oder machen was zu und da waren 2030 Leute die da gearbeitet haben und dann ist halt einfach niemand mehr da und dann kommt man zu dritt zu viert mit so einem digitalen Ding um die Ecke und das ist n Loch, das kann man nicht füllen und ich bin durchaus der Meinung, dass man in städtischen U. Bahn. Gefilden, dass man gute Geschäftsmodelle aufbauen kann im digitalen Rahmen, dass Leute auch für Journalismus bezahlen, gerade weil das Lokale. Ja, das ist einfach.

28:37 Es ist nah an den Leuten, die und die wollen dann auch bezahlen für für Inhalte, die man nicht. Soll es gibt viele Leute, die sagen, Lokaljournalismus ist doch der einzige Journalismus, den man überhaupt noch verkaufen kann, weil die Leute ja das wollen, weil sie so nah dran sind. Die wollen wissen, was in ihrer Umgebung passiert. Viele grosse Medien decken das gar nicht mehr ab, die sind längst irgendwo bei den Auslandsberichterstattungen und so, und da bleibt irgendwo ne Lücke, die man füllen könnte. Genau. Und das besser. Thema KI. Ich glaube das Lokale kann ki nie ersetzen, weil wir machen keine Agenturmeldungen oder so, sondern unsere Redaktorinnen, die gehen raus, die sprechen mit Leuten im kleinteiligen, da kriegt man ein Telefon oder eine E Mail und geht raus auf die auf die Strasse und. Das kann man nicht ersetzen.

29:31 Also das kommt noch dazu. Die KI Bedrohung bedroht jetzt Lokaljournalismus wahrscheinlich weniger als andere Formen und finanzieren lässig offensichtlich das das seid ihr ein Beispiel. Auch ich wollte noch fragen wie setzt ihr eigentlich das Ganze um? Man könnte auch noch mehr mit Videos arbeiten, man könnte mehr soziale Medien benutzen auch von euch aus gesehen. Wie stark seid ihr eigentlich? Ein ein Textmagazin, ein Bildmagazin, ein Videomagazin also wie wie ist das Verhältnis oder was plant ihr da? Wir sind aktuell sehr ein eigentlich ein Newsletter Magazin. Also für Text eigentlich mehr mehr Text als jetzt Bild.

30:14 Text und Bild der Hauptgrund eigentlich dafür ist auch die Produktionskosten. Also Text ist immer noch eine der relativ günstigen Formen und. Das Problem ist eigentlich nur, dass man den Text zu den Menschen bringt. Weil die Leute sagen, die Jungen lesen gar nicht mehr, die wollen nur noch hören, die wollen eben wie Podcasts, das ist n Erfolg oder Junge, das hatten wir haben Communications Summit auch ein bisschen besprochen, weil da jemand von der Wemf da war und man sieht, dass zum Beispiel Podcast ist ein Medium, das sehr stark bei jungen Leuten läuft, bei Eltern weniger wie bei Jungen, weil viele Leute dann sagen, ja gut. Wir wollen nicht mehr lesen, das ist uns zu anstrengend. Jetzt wollen wir einfach ein Podcast sein, also Podcast zum Beispiel ist das was?

30:55 Das haben wir aktuell wirklich noch gar nicht. Ist ein Traum, dass wir mal ein Zürich Podcast haben. Das wär doch jetzt. Gut, oder? Das wär gut. Wir haben ja die ganze Ressource, also die Redaktoren. Wir könnten ein paar Redaktoren damit. Ja, das ist immer einfacher gesagt als als als getan. Also ich muss ein Podcast Team aufbauen, ich weiss, bei anderen Häusern sind da ja mehrere Leute damit beschäftigt oder gleich viele Leute mit Podcast. Etwas beschäftigt wie bei uns arbeiten und das ist ja ganz ein anderes, ein anderes, andere Ressourcen, die da zur Verfügung sind. Aber es wäre ein Traum, dass wir ein Podcast haben, sonst setzen wir wirklich auf Text und wir bringen den Texten Leuten über unseren Newslettern, und da haben wir einfach super Erfahrungen damit gemacht, weil wenn du jeden morgen um 6 das Züge briefing in deinem Postfach hast, gewöhnst dich daran, du liest jeden Tag und irgendwann wirst du member. Und.

31:49 Stimmt, das ist mir eben auch so gegangen. Ich hab das ich ich hab, ich war nicht gar nicht bewusst, dass da, dass ich mal irgendwie angeklickt habe, dass ich das wollte, es ist irgendwie automatisch gekommen, hab ich das Gefühl gehabt und dann hab ich immer dieses Züri und was ist das überhaupt und so und man liest das dann und man ist gespannt was eigentlich dahinter steckt und geht auch mal auf eure Page. Du hast jetzt aber noch einen anderen aufgrund des grossen Erfolgs dieses 06:00 Uhr Newsletter gibt es noch dieses sexy Brief oder was ist das? Genau, der sexy Brief haben wir als Pilotversuch letzten letztes Jahr gestartet. Ganz. Neu, ganz neu und auch so nicht im Zürich Brand, sondern wir haben gesagt Newfletter funktioniert.

32:30 Lass uns mal was machen für die ganze Schweiz und. Ah, das ist der Unterschied. Das ist dann für die ganze Schweiz. Genau, Thema Schweiz und. Wir haben jetzt tatsächlich 15000 Leute, die das, die sich da mal angemeldet haben, und das funktioniert eigentlich von der Finanzierung her genau gleich mit, mit Memberships und ja, nach einem Wir haben eine Person, die das schreibt, und es ist eigentlich ein kuratorischer Newsletter, also eigentlich alle unsere Newsletter funktionieren so, dass eine Person die Storys so kuratiert und in ihrem Ton erzählt. Das zieht sich im Zürichbriefing, aber auch im Sexybrief. Und diese Person macht das jetzt ja ein halbes Jahr und die Leute sind auch super Fan davon und.

33:19 Da muss man aber früher aufstehen, immer oder wenn das im Sexual raus muss. Wir haben tatsächlich diese Position nach Tokio geschickt. OK, AH, wie arbeitet ihr jetzt in Tokio oder was? Genau, wirklich. Ja, wir haben einen Mitarbeiter in Tokio. Peter Aeschlimann, der schreibt den sexy Brief aus. Die. Schweiz aus Tokio. Aus der Schweiz genau. Er, der, der steht auf wahrscheinlich um 09:00 Uhr bei ihm und liest sich durch die ganzen News durch und kuratiert ein Newsletter in seiner eigenen, wirklich sehr angenehmen Art und Weise und schickt ihn dann um 06:00 Uhr Schweizer Zeit sehr.

34:00 Spannend. Das ist aber ein Projekt, das ist. Also nebenzuerich.ch, das ist eine eine Erweiterung. Genau, es ist ne Erweiterung, es ist aber es erlaubte uns mal zu testen wie es wäre so Schweizer News abzudecken. Ich wollte noch fragen, wir sind ja jetzt nach der Abstimmung über die SRG ein relativ klares Resultat. Da wird immer wieder, ist auch immer wieder gesagt worden, das will ich deshalb dich fragen, weil du eben so ein junges Medium bist, privates Medium, immer wieder gesagt wird. Wenn man die SRGN bisschen abbaut, dann florieren die privaten Medien mehr und du bist ja ein solches privates Medium oder wenigstens eines, das eben nicht irgendwie staatlich gestützt wird.

34:42 Stimmt die These also, wenn weniger SRG gleich mehr Freiraum für solche Journalistenprojekte, die ihr habt, oder bist du da dagegen? Nein, bin ich absolut nicht der Meinung. Wir profitieren alle von der SRG. Und ich bin der Meinung, dass ja, dass Leute, die die News konsumieren und ja auch SRF konsumieren, dann auch mehr private Medien konsumieren. Das ist einerseits für die Konsumentinnen, aber auch für uns als lokales Medium ist es absolut keine Konkurrenz, weil die SRG macht keine Lokalberichterstattung oder sichten sicher nicht so tiefe Lokalberichterstattung zügig, wie wir das tun und. Wir profitieren dann wiederum von Recherchen, die sie machen und wo sie die Ressourcen haben, die wir, selbst wenn es sie nicht gäbe, dann würden sie einfach nicht stattfinden. Das.

35:34 Ist also das, was eigentlich auch was ich gelesen habe. In Communications haben wir da mal ein bisschen darüber gesprochen, es gibt eine neue Studie der Uni Zürich, die über das Medienverhalten 2035 und da empfiehlt man eigentlich, dass die privaten Medien und die öffentlichen Rechten mehr zusammenarbeiten, um den Journalismus als Ganzes zu stärken und nicht gegeneinander zu arbeiten, weil das eigentlich den Journalist muss schwächt, das ist so ein bisschen die These, das würdest du auch so. Sehen, das würde ich total schreiben. Ich sehe mich da nicht bedroht. Sehr gut und wie. Was heisst das jetzt für dieses Jahr zwanzigsechsundzwanzig wenn wir dann schon bald zum Schluss kommen, was sind die Ziele zuerich.ch noch sichtbarer zu machen? Ja, Zürich, also wir, wir sind daran, unseren Newsletter zu, also wir wachsen weiter in mit unserer Reichweite. Also unser Newsletter soll eigentlich in jeden. Gut sortierten Posteingang in Zürich kommen wir wollen mindestens jetzt 40000 bis Ende Jahr in. Unserem Land, das ist das Ziel, 40000 zu erreichen. 40000 Subscribers in also zum.

36:36 Newsletter alle, die uns jetzt zuhören, sollen unbedingt den Newsletter abonnieren und mal schauen, was da jeden morgen so von euch kommt. Genau, ja, auf jeden Fall. Ich empfehle es allen, die sich für was in Zürich so wichtig ist, interessieren und ich glaube. Das das Spannende daran ist das Zürich Briefing ist ja nicht nur sind nicht nur unsere Inhalte, das Zürich Briefing ist auch das Versprechen ist wir bringen dir das Wichtigste aus Zürich und wenn das wichtigste Halt beim SRF steht über Zürich passiert nicht so oft, aber dann ist es ist das zuoberst weil wir wollen mit, dass der Newsletter als Produkt funktioniert.

37:18 Eigentlich wie ne Zeitung das vorderste zuvorderst ist die relevanteste Geschichte und uns ist irgendwie ein bisschen auch egal. Von wem das vorkommt und aber ihr wollt wirklich die relevanten Themen haben. Ich hab gesehen, eines der relevantesten Themen, das glaub ich auch schon jetzt angedeutet, ist ja das Wohnen und ihr habt eine eigene Rubrik, wird das Wohnen, das ist für euch ein ganz ganz zentrales Thema. Du bist ja zwar nicht der Chefredaktor, sondern der Geschäftsleiter, aber trotzdem wohnen. In Zürich bezahlbar Wohnen, das ist das heisse Thema. Genau also Bevölkerungsbefragung der Stadt Zürich hat ergeben, das ist das grösste Problem, dass alle Zürcherinnen haben und wir haben uns da voll drauf verschieden. Wir haben einen eigenen Newsletter lanciert um das ganze Wohnthema abzuhandeln, weil wir einfach auch sehen, dass wir. Mehrmals pro Woche e Mails bekommen von Leuten die Leergekündigt werden und die raus müssen und das bewegt die Leute.

38:19 Es geht hier um um um ein Fundamentales ja um um ein Dach über dem Kopf, um ein ein Grundbedürfnis und das Macht die Leute. Wütend und positioniert ihr euch dann auch, weil es gibt natürlich Leute, die sagen, die einen sagen, wir müssen jetzt quasi gegen die Investoren Immobiliengesellschaften vorgehen und wir müssen da. Die eher einschränken. Es gibt die anderen, die einfach sagen mehr es muss einfach mehr gebaut werden, es wird zu wenig gebaut hier, das ist dann eher die bürgerliche Seite, habt ihr euch da klar positioniert, würdest du sagen. Ich glaub, wir positionieren uns insofern, dass das Anliegen der Bevölkerung ist eigentlich, wir brauchen mehr günstigen, bezahlbaren Wohnraum und wie genau das erreicht wird.

39:03 Wahrscheinlich ist es ein Mix. Da kann man debattieren darüber. Da kann man drüber debattieren und wir lassen eigentlich immer verschiedene Blickwinkel zur zur Sprache. Kommen. Ich weiss jetzt nicht ob du Kinder hast. Nein. Noch nicht. Aber wenn du hättest, würdest du deinen Kindern den Beruf Journalismus empfehlen. Auf jeden Fall. OK, so bist du, bist da. Ich bin ja ich ja. Leute, die sagen, Nein, das würde ich jetzt nicht. Du, das ist ein aussterbender Beruf oder sowas. Ich glaub, wichtig ist, dass es Spass macht und es ist toll. Also ich bin ja wie gesagt nicht Journalist. Ich schreibe wirklich nicht so gern, aber wenn, wenn ich sehe, was für tolle Dinge unsere Journalistinnen machen können, unsere Redaktorin dann.

39:47 Ich würde es tun. Und hast du noch einen Job frei bei euch? Also wenn jemand das Gefühl hat, ich möchte mich jetzt bewerben, das hat mich jetzt so angemacht, das Gespräch und das Thema und auch die Idee, die dahintersteckt, kann man sich bei dir melden, hast du noch einen Job frei, wir. Haben tatsächlich auf der Redaktion aktuell eine Vakanz und man kann sich gerne bei mir melden. E Mail findet man auf zuerich Punkt C. E sehr gut. Elio Donauer vergibt auch noch Jobs sehr schön also man kann sich melden zum Schluss 5 Sätze zum. Ergänzen Lokaljournalismus interessiert mich, weil. Es Supernah bei den Menschen ist. Damit der Lokaljournalismus nicht ausstirbt, muss man.

40:31 Ein diversifiziertes Geschäftsmodell aufstellen? Meine grösste Schwäche als Geschäftsführer ist delegieren. Ist manchmal schwierig. Genau. Wir haben vorhin noch über KI gesprochen. Ki wird den Journalismus dahingehend verändern, dass. Man effizienter, dass man gewisse Prozesse effizienter gestalten kann, aber nicht den. Text schreiben lassen lässt. Nicht den Journalisten ganz ersetzen unterstützend wirken. Ich habe gesehen, du machst Musik auch, ja, und in einer Band, wie heisst sie schon? Wieder Bikini showers.

41:14 Bikini Showers und deshalb Musik mache ich gerne, weil. Weil es einfach nichts Schöneres gibt. Nichts Schöneres und nichts entspannenderes als Musik. Vielen dank Elio, dass du da bei uns warst. Das ist also zurich.ch. Wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt darauf gehen oder zumindest den Newsletter abonnieren. Morgens bekommt man alles um 06:00 Uhr geliefert, schön warst du da und schön wart ihr dabei. Den comsom Cast kann man auf communicationsummit.ch sehen und hören, das ist unsere Homepage, aber natürlich auch auf youtube, Spotify oder auch über Apple. Empfehlen sie uns weiter und ich hoffe Sie sind dann wieder dabei.

41:54 Dernaechste.com zum Cast kommt dann in rund 2 Monaten, bis dann wünsche ich euch an eine gute Zeit.