36 | Franz Fischlin: «Junge leben News anders»
Franz Fischlin war 18 Jahre lang das Aushängeschild der Tagesschau des Schweizer Fernsehens. Dann verabschiedete er sich von der Kamera, um neue Wege zu gehen.
Franz Fischlin hat sich darauf ganz dem Thema Qualität im Journalismus verschrieben. Mittlerweile hat er mit dem Nonprofit-Start-up Youmedia ein neues Projekt initiiert, das junge Leute an die Medien heranführen will.
Es gibt dazu einen Youmedia Award für Jugendliche und junge Erwachsene, die Medieninhalte produzieren. Wie verändert sich das Medienverhalten der Jungen? Weshalb sind die klassischen Medien derart unter Druck? Was ist Qualität im Journalismus überhaupt? Wie finanziert man noch klassische Medien? Finden diese überhaupt noch den Zugang zu den Jungen? Und worüber diskutiert er mit seiner Frau, SRG-Generaldirektorin Susanne Wille?
Über diese Fragen spricht Reto Lipp mit Franz Fischlin im #comsumcast von #zpv und #zprg.//Journalist und Moderator Reto Lipp spricht im ComSumCast mit wegweisenden Köpfen aus der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche.
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Der ComSumCast ist eine Gemeinschaftsproduktion von ZPV (Zürcher Presseverein) und ZPRG (Zürcher PR-Gesellschaft). Alle zwei Monate erscheint eine neue Folge des Audio- und Videopodcasts. Den ComSumCast gibt es in Video- und Audioversion auf Spotify https://open.spotify.com/show/6IIuuTviiEcHdzJ5qHRhco?si=253936f1b05a40da und Youtube https://www.youtube.com/playlist?list=PL_0IwWmmqp... sowie in Audio-Version auf Apple Podcasts https://podcasts.apple.com/ch/podcast... … und auf den grössten weiteren Podcast-Plattformen. Produziert von Tablecast / Christoph Soltmannowski / Soltmannowski Kommunikation GmbH. http://www.solt.ch
0:06 Ja, herzlich Willkommen. Hier ist wieder der Comsum Cast vom Zürcher Presseverein und der Zürcher Peer Gesellschaft. Wir sprechen ja hier alle 2 Monate in diesem Pod und Videocast mit interessanten Persönlichkeiten aus den Medien, der Kommunikation oder der Peer. Heute ein Mann, der eigentlich allen bekannt sein dürfte und wenigstens den meisten. Sein Gesicht war 2004 bis 2022 das Aushängeschild der Schweizer SRF Tagesschau. Zuvor war er in verschiedenen anderen Medien tätig und nach seinem Abschied vom Fernsehen hat er sich sehr stark für Qualitätsjournalismus engagiert und darüber wollen wir heute auch sprechen. Herzlich Willkommen Franz Fischling. Danke für die Einladung. Schön bist du da.
0:48 Vielleicht noch ein Rückblick. Zu dir nach 18 Jahren Tagesschau hast du dann 2022 auch gehört. Da warst du gerade so um die 60. War das nicht ein sehr früher Abgang? Überhaupt nicht. Vielleicht war es sogar ein zu spätes, ja, tatsächlich, weil ich finde, es gibt doch eine Energie im Leben, die man hat und die man zur Verfügung hat, und ich hätte vielleicht auch 5 Jahre vorher aufhören können, wenn ich jetzt zurückblicke, find ich sogar, ich hätte vorher aufhören können und. Hat dir das dann nie gefehlt, dass du gesagt hast, ah. Diese Spannung in einem Newsroom jeden Tag neue Themen und die Auseinandersetzung mit den Kolleginnen und Kollegen auch, hat das nicht. Hat das nicht gefehlt, dann. Die Kolleginnen und Kollegen ja, die Spannung, ja. Ich hatte Jahrzehnte einen Traumjob und ich hatte den bis zur letzten Sekunde, aber es fehlt nicht, weil ich auch den Eindruck habe, dass das wie ein Leben, ein anderes Leben von mir ist und ich auch in dieser Zeit, in dieser relativ kurzen Zeit seit 3 Jahren.
1:49 Unglaublich viel mache und auch unglaublich viel Dazulerne und das hätte ich nicht, wenn ich geblieben wäre. Also das hast du nie bereut diesen Abschied. Ja, ich kam nie so das Heimweh, Nein nach der Kamera zum Beispiel. Auch zum Beispiel. Ja, würdest du sagen, du schaust immer noch täglich die Tagesschau? Schaust du, was deine Ex Kolleginnen und Kollegen machen? Ich, ich informiere mich umfassend. Da ist die Tagesschau ein Teil davon, weil ich auch finde, dass sie einen super Job machen. Gleichzeitig bin ich auf anderen Kanälen auch ich bin noch der klassische Zeitungslektürenleser oder der Zeitungsabonnent. Ich hab die im Briefkasten, die quält manchmal über, ich kann auch nicht alles lesen, weil ich hab verschiedene Zeitungen abonniert, ich bin auf Social Media, ich bin bei verschiedenen Apps, news, Apps und eben natürlich das Angebot von SRF.
2:40 Und wenn du jetzt die Tagesschau schaust, weil du ja wir sprechen auch über den Qualitätsjournalismus. Was wie beurteilst du dann jetzt? Die Tagesschau hat die jetzt Qualität zugelegt hat sie ist sie weniger Qualitätsreich geworden oder regst du dich manchmal auch auf über gewisse Beiträge oder schaust du das einfach als Zuschauer gar? Nicht ich bin der Zuschauer, das ist das eine. Also ich hab mich wie verabschiedet, auch von der Produktion. Natürlich habe ich immer immer noch Kontakt mit Leuten, die direkt im Newsroom arbeiten, die mir auch erzählen, mit welchen Herausforderungen sie auch zu kämpfen haben. Aber nein, ich bin der ich bin. Ich bin zu Hause, der Zuschauer und ich fühle mich gut informiert.
3:21 Die Tagesschau macht einen sehr, sehr soliden, sehr guten Job, ich glaube auch, dass das ein klassisches Tagesschau Publikum ist, das die Tagesschau konsumiert, und da stellen sich mir vielleicht auch gewisse Fragen, weil die Zahlen gehen zurück, das heisst, Fernsehen wird weniger konsumiert und da muss ich, glaube ich, jede Redaktion. Nicht nur SRF, da muss sich jeder Redaktion hier in der Schweiz Gedanken machen darüber, wie kommen wir zu den zu den Leserinnen, Lesern, Hörerinnen, Hörern, Zuschauerinnen und Zuschauern vor allem. Das junge Publikum, das wandert wirklich in Massen ab. Da sprechen wir dann noch darüber. Aber du bist dann nachher oder schon während der Tagesschau, also dich sehr stark für Qualitätsjournalismus interessiert, bist bei diesem Verein auch sogar Präsident gewesen, Verein für Qualitätsjournalismus weshalb braucht es einen solchen Verein eigentlich? Wir haben doch.
4:16 Eigentlich. Wir haben die Medienhäuser an sich schon selbst, die eigentlich für Qualität sorgen sollen, dann haben wir journalismusverbände, Journalismus, Gewerkschaften sogar, braucht es dann noch so einen? Qualitätsverein die Diskussion ist wichtig. Das eine ist Journalismus machen und dabei wirklich das Maximum rausholen und das andere ist, auch mal einen Schritt auf die Seite zu tun und zu sagen, ist das, was wir machen, immer das Beste. Was wir machen können und wie gehen andere Kolleginnen und Kollegen, die vielleicht in einem Konkurrenzmedium arbeiten, mit diesen, mit diesen Herausforderungen um? Und dieser Austausch und auch das darüber sprechen eben, was man macht, nicht nur, dass man es macht, sondern auch darüber sprechen, wie man es macht, das ist extrem wertvoll.
5:04 Weil man hat ja sehr wenig Zeit, um das eigene tun quasi zu reflektieren. Man ist also immer in diesem News Floating, gerade die die News Journalisten, also das heisst dieser Qualitätsjournalismus. Band oder Verein, der will auch die Diskussion fördern und das Reflektieren über die eigene Arbeit und den Austausch genau. Und wir haben uns jährlich dann zu einem Journalismustag getroffen, der wirklich auch ein Tag der Basis war. Dass sich Journalistinnen und Journalisten. Getroffen haben in Workshops, in Diskussionen. Wir haben Expertinnen und Experten natürlich auch dazu genommen, die die Medien beobachten, aus der Forschung beispielsweise, aber auch aus der Politik, aus der Wirtschaft und die uns extrem viele sehr wertvolle Feedbacks auch gegeben haben, eben das Hinterfragen des Tuns, wie Du sagst, das ist unglaublich wichtig, weil wir doch auch beim klassischen Journalismus sehen, es ist es ist immer noch wichtig, was getan wird, es ist immer noch wichtig, dass man in Momenten, wo man eine einen Artikel freigibt, dann auch sagt, ja, ich hab die bestmögliche Recherche gemacht, ich habe die wichtigen Meinungen, die wichtigen Positionen drin in einem Beitrag oder in einem Artikel und nicht sich nur von wie du sagst, Newsroom von der Schnelligkeit, von von, von.
6:24 Ständig einfach mal raushauen, sich nicht nur von dem Treiben lässt. Der Tag ist jetzt nämlich wieder im November. Ich hab gerade gesehen, man kann sich anmelden, dann können wir gleich noch ein bisschen Werbung machen. Aber nicht mehr dabei. Ist auch sehr gerne. Werbung dafür ja. Im November ist wieder. Dieses Jahr man. Kann sich da anmelden, das wird sicher interessant, wenn du jetzt dem Journalismus in der Schweiz so eine Note geben müsstest. So von 0 bis 10 insgesamt, wenn man so die. Vogelperspektive einig was für eine Note würdest du geben, wenn 10 supergut wäre und 0. Wäre er katastrophal. Ich bin kein Lehrer, ich bin schon ehrlich, das ist schwierig zu sagen, aber wir sind immer noch in einem sehr guten Bereich 78 es gibt natürlich ausreisser gegen unten und es gibt Ausreisser, übrigens auch gegen oben. Ich bin ja gleichzeitig auch in einer Jury oder Jurypräsident des Medienpreises für Qualitätsjournalismus und was da eingereicht wird, das erfreut mich extrem, Mhm. Du bist da auch in der Jury und wieviel wieviel Einsendungen bekommt ihr da, wenn wir schon darüber sprechen? Und wenn du sagst, die.
7:32 Qualität ist extrem gut und ich habe auch gesehen, dass ihr immer mehr Einsendungen bekommt und der Ganze. Prozess hat sich total also am Anfang waren das so ein paar Printartikel, inzwischen geht es ja auch um online sogar, es geht um Fernsehen. Video Fernseher, alles alles ist jetzt da. Also es hat sich extrem entwickelt. Wie wie siehst du da diese Qualitätsentwicklung? Also du sagst, es sind nicht nur die Einsendungen, es sind nicht nur die Quantität, die zugenommen hat, sondern es ist tatsächlich auch die Qualität. Ich habe in den letzten Jahren, habe ich gemerkt. Dass sich da auch journalistinnen, Journalisten wie auch von ihren bisschen Klischees verabschiedet haben, dass zum Beispiel online etwas ist, was man recycelt aus der Produktion, aus einem Newsroom beispielsweise, da werden sehr, sehr gute, sogar sehr gute online Artikel oder auch online Produktionen eingereicht, die mit Illustrationen arbeiten, die mit Bewegtbild arbeiten. Mit da genau, und da finde ich eben, dass sich da was wirklich entwickelt hat, was man eigentlich nicht vermuten würde, wenn man die Rahmenbedingungen anschaut, weil der Journalismus, ja, der hat Probleme, sich zu finanzieren. Und trotzdem ist, wenn ich jetzt das an der Juryfront betrachte, ist das erstaunlich, was da was da kommt. Es gibt ja 2.
9:00 Probleme des Journalismus oder an 2 Fronten ist der unter Druck. Das eine ist der Finanzielle, das andere ist der politische. Sprechen wir jetzt mal noch über den finanziellen, also die Rahmenbedingungen sind schlecht, früher hat vor allem die Werbung gerade die Printmedien getragen, heute ist Werbung schwierig, weil die Googles dieser Welt die ganze Werbung abziehen und da können die Verlage einfach nicht mehr mithalten. Wie stark verhindert dieser finanzielle Druck vielleicht auch Qualität? Oder könnte es sogar sein, dass die Qualität besser wird, weil man muss vielleicht cleverer werden? Man muss neue Strategien, man muss innovativer sein oder ja, wie wie, wie schlimm ist es finanziell um den Journalismus bestehen? Es ist nicht gut bestellt um den Journalismus, das ist kein Businessmodell, wo alle interessiert sind, einzusteigen. Es gibt viele Verlage, die sich ja anders finanzieren, auch gleichzeitig, die also nicht nur der Journalismus ist ein wichtiger Bestandteil, aber man finanziert sich mit anderen Quellen, und dass das, was du sagst, ob es verhindert, ich glaube es nicht, es ist es, es ist ein eine Bremse. Und es ist eine Gefahr.
10:14 Ich finde, aus der Haltung der Konsumentinnen und Konsumenten kann es nicht sein, dass sie das Gefühl haben, ich bezahle jetzt nichts und die Qualität wird dann schon auf diesem Niveau bleiben, das ist gar nicht möglich, es wird Abstriche geben, gerade wenn ich mir überlege, eben, welche Artikel, welche Beiträge qualitativ hochstehend sind, das sind die. Wo man einen Aufwand betreibt, also wo man beispielsweise sich sagt, Ich nehme mir jetzt ein paar Stunden unter Umständen, wenn es investigativ ist, mehrere Tage Zeit. Und das. Das. Ist die Recherche oder auch Fachleute, also Experten im Journalismus, die in einem gewissen Gebiet über Jahre Reto, Du bist einer. Sich ein Wissen angeeignet haben und die dann auch nicht einfach alles machen.
11:07 Die machen dann primär in dem Gebiet, wo sie extra Spezial drin sind genau und das heisst dann kann man sie nicht jeden Tag irgendwo einsetzen. Mach mir jetzt noch 120 Sekunden Video auf Social Media und das glaube ich, das ist eine schleichende Gefahr. Der sich der Journalismus, glaube ich, bewusst, ist aber der auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommen muss. Es ist einfach nicht ein, ein, ein es, es läuft nicht von selber, sondern es es besteht tatsächlich die Gefahr oder ist zum Teil auch schon zu sehen. Das ohne Geld oder mit weniger Geld natürlich auch die Qualität nicht aufrechterhalten. Und die grosse Frage ist ja, sind die Leute noch bereit überhaupt etwas zu bezahlen, weil überall ist alles gratis. Wobei gratis kann man auch in Anführungs und Schlusszeichen setzen, gratis ist eigentlich gar nichts, entweder wird einem Werbung irgendwie noch reingezoomt und. Und man weiss unter Umständen gar nicht, dass das Werbung ist. Das ist diese Vermischung findet statt oder man saugt die Daten ab, die wissen dann alles über mich und ich hab keine Kontrolle über meine Daten und die Daten sind das Gold unserer heutigen Zeit und die saugen die Daten ab. Ist sind heute Leute noch bereit zu bezahlen oder ist das eine Generation?
12:20 Ist das unsere Generation noch die Boomer, die mit der Zeitung aufgewachsen sind und mit dem Abo und irgendwann stirbt das aus? Die Bereitschaft nimmt ab, das ist klar, weil die Leute sich auch sagen, was nützt es mir, also was nützt mir der Journalismus, was nützen mir Informationen, ich habe sie ja eben, wie du sagst, dort, wo alles gratis ist und. Und auch da denke ich, aber da ist dann der Journalismus, da sind wir die diejenigen, die in den Medien tätig sind, dann die, die aktiv werden müssen. Wir müssen uns erklären, also warum genau, was nützt der Journalismus, ich meine, wenn ich dich jetzt fragen würde, weshalb braucht es Journalismus, dann würdest du mir jetzt die nächsten 34 Minuten, würdest du mir gute Argumente geben, aber wenn man raus geht mit den Leuten spricht und dann sagt, für was braucht ihr ihn. Dann hört man weniger, weil sie sich sagen, ja, also ich weiss nicht, ist da eine Agenda dahinter, wollt ihr uns irgendwie mit Fake News eindecken? Es.
13:21 Gibt ja auch das schlimme Wort der. Lügendecken die Lückenpresse genau, also der Ruf des Journalismus leidet, und das ist natürlich nicht nur in der Schweiz zu sehen, sondern das ist eine internationale. Eine globale Entwicklung, wo man natürlich den Journalismus auch schlecht redet. Und da glaube ich es wirklich, da muss man aktiv dagegen angehen. Man muss nicht sich sagen, ich produziere Inhalte und ich überzeug dann meine Leserinnen und Leser oder eben Zuschauerinnen und Zuschauer schon, sondern da muss man sich auch erklären, sagen, wie. Mache ich etwas? Wie komme ich zu einem Beitrag, wie habe ich entschieden, dass der Protagonist X und nicht y in diesem Beitrag oder in dieser Sendung vorkommt? Das heisst, es genügt heute nicht, meine gute Arbeit zu leisten, sondern man muss die Arbeit auch erklären. Und wie würdest du jetzt versuchen, Leute zu überzeugen, weil ich zum Beispiel, ich bin noch von der Dinosaurier, ich bin noch, ich finde es zum Beispiel gut, dass Zeitungen heute.
14:24 Eine NZZ, aber auch eine eine Tagesanzeige oder so, dass die heute so 80 bis 90% von den Lesern bezahlt werden und nicht von der Werbung. Früher war das völlig umgekehrt, da hat eigentlich die Werbung dominiert und die Werbung hat die Zeitung bezahlt und ich als Leser, ich finde das gut, ich bezahle ich, ich bin der Chef, quasi als Leser, ich bezahle, und das find ich eigentlich gut, weil vorher wusste man nicht so genau, was ist jetzt hier noch die Werbung und so heute weiss ich, wenn ich eine Zeitung kaufe, dann mach ich das zu 80% fast unterstütze ich da mit dem Journalismus, ich find das noch gut, aber eben wie. Wie kann man ein solches Bewusstsein der Leute hinzubringen? Die Konsumentinnen und Konsumenten auch, weil sie sagen, sich, ich leiste mir ein Streaming Abonnement genau, ich bezahle dort, wo ich eben den direkten Nutzen sehe und bei der Information wird es schwieriger. Bei News wird es schwieriger, weil wie gesagt die die die wenn wenn man schaut wo sich jetzt eine Generation eine junge, mittlere Generation inzwischen informiert, ist das zu 7080 90 manchmal 100%.
15:24 Unser in Social Media aber. Anders als ist es doch so, dass die junge Generation heute viel besser ausgebildet ist als vielleicht noch unsere Generation, also die Anteile von Leuten, die an Universitäten gegangen sind, die eine höhere Ausbildung haben und so, die ist doch viel höher, das heisst, die brauchen doch mehr Information als zum Teil da so in den Videos vorhanden ist. Also deine. Meisten. Ist es nicht. So. Ich habe. Jetzt OK ins Spiel. Das war ja dann der nahtlose Übergang, nachdem ich bei SRF aufgehört habe, dass ich ein ein Non Profit Startup gegründet habe, wo ich mit vielen, vielen Jungen was sagen Konsumentinnen mit meinem Team, das das Junge beinhaltet und die sagen natürlich nein, die gehen noch weiter, die sagen nicht nur, bin ich bereit zu bezahlen, die sagen noch, mich erreichen die News, wenn es wichtig ist.
16:13 Dann kommen die News zu mir irgendwo. Und dann schauen Sie es eben doch. Nicht, dass sie es, schauen Sie, sie erhalten es sogar, das ist diese, das ist diese, diese, diese Position, die Sie einnehmen, ich. Bekomm es sowieso mit ich. Bekomm es mit ich bekomm es durch Kollegen mit Kolleginnen. Oder? So via Snapchat, was auch immer. Und was sich natürlich auch gewandelt hat, ist der News Begriff. Für Sie sind News nicht das was für uns wie klar, wenn wir in der Redaktion arbeiten sagen. News das ist Relevanz, das sind verschiedene Gebiete, das ist Wirtschaft, Politik, Inland, Ausland, die denken nicht in diesen Kategorien, für sie sind News auch wieder etwas, was ihnen nützt und was sie irgendwie abgleichen können mit ihrer Lebens Realität und deshalb da, da geht schon auch das hab ich vor n paar Minuten auch gesagt, eben wo sich die Redaktion Gedanken machen müssen ist wie erreichen wir?
17:08 Nicht nur in der Art oder den, den den Kanal, sondern wir erreichen ja auch mit der Vermittlung von gewissen Themen dann diese Generation, die sich wie. Abgemeldet hat. Und wie macht man das jetzt auf einer Redaktion? Wie macht man das? Man muss sich dem mal Bewusstsein, weil ich finde, da ist schon noch immer irgendwo auch, es geht dann vorbei. Ja, nein, vorbei wird es nicht gehen doch. Es gibt mir, es gibt immer wieder Leute, die zum Beispiel sagen, weisst du, als ich 17 Jahre alt war, hab ich doch keine NZZ. Ja, genau. Und mit 25 hab ich sie abonniert. Ja, genau, weil der Druck auch da war, zum Beispiel am Arbeitsplatz, wo ich dann auch ein gewisses Allgemeinwissen an Allgemeinbildung auch vorzeigen musste.
17:48 Dieser Druck ist nicht da, weil inzwischen natürlich auch die Arbeitgeber sich zum Teil so informieren. Das heisst da, da verlangt kein Arbeit oder weniger Arbeitgeber, dass jetzt jemand Junges, der angestellt ist, die NZZ gelesen hat oder die Tagesschau geschaut hat. Das ist das eine und das andere ist, dass ich schon glaube, dass man auch kreativer und auch innovativer sein muss. Es gibt keinen Weg, der einfach funktioniert, um die Jungen zu erreichen, aber man braucht vielleicht doch mehr Fantasie und was man nicht machen kann, ist sie zu erziehen oder sie praktisch zu zwingen. Dann diese Inhalte zu schauen, die der klassische Journalismus produziert, also auf Zwang reagieren sie mit Zwang und. Beziehung ist ganz schlecht, das hab ich gerade gelesen heute, dass ein norwegischer Verlag der grösste Verlag, der alle Lokalzeitungen Rausgibt, die hatten jetzt die Idee zu sagen, OK, wir geben allen Jungen zwischen 15 und 21 ein gratis aber den Gratiszugang zu all unseren online, zu all unseren Aktivitäten, alles gratis.
18:54 Aber nur bis 21 findest du das sinnvoll? Weil es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder führt man die Leute dann heran und die sind dann begeistert oder man macht noch mal das, was eigentlich der grosse Fehler ohnehin war bei den Verlagen. Man hat alles gratis abgegeben, also diese Gratismentalität fördert man dann eigentlich noch mal. Ist das eine gute Idee? Es ist es ist ein ein gangbarer Weg, aber auch der ist natürlich nicht die Lösung des Problems. Ich finde, wenn man das wie schmackhaft macht, sagt eigentlich kostet dieses Abonnement. Ich gebe es dir gratis, vielleicht überlegst du es, ob du das abonnieren willst oder vielleicht überhaupt jetzt auf eben den Geschmack gekommen bist. Mal siehst, was eine Zeitung Macht, gibt es, gibt es die Möglichkeit, dass der eine oder andere dann sagt, OK, doch ich hab mich überzeugen lassen von der Qualität, die ich erlebt habe.
19:42 In der Schweiz wurde dieses Experiment auch gemacht. In der Westschweiz, wo man auch ein gratis Abonnement glaub ich für 20 bis Zwanzigjährige abgegeben hat. Die Nachfrage war nicht ganz so überzeugend, weil man irgendwie bei 1718 19%, die dann gesagt haben, OK, ich nehme das, das heisst schon 80%, das muss man sich auch mal vorstellen. Die haben nicht mal was, als es gratis war gesagt, ich nehme. Das stimmt, aber das ist in Norwegen auch so gewesen. Die haben, glaube ich gesagt, ja, etwa 5% lesen uns überhaupt noch, also wenn wir auf 15% oder 20% kommen, ist das schon gut. Ja, aber immer noch nichts. Das, was du ja auch sagst, genau also diese gratis Mentalität zu sagen, eigentlich kostet es nichts. Ist auch eine Gefahr.
20:28 Ich finde eher, dass man sich einfach mal überlegen muss, also das Erste mit dieser Generation sprechen, mit den Jungen sprechen und das andere ist dann auch zu sagen, wo sind sie eben, wie informieren Sie sich und da glaube ich schon, dass man ihnen immer wieder auch begegnen muss, also wir begegnen ihnen nicht nur sich uns, sondern wir müssen. Auf Kanäle gehen, wo sie sind, und wir müssen Ihnen dort relevantes oder qualitativ hochstehendes auch auch auch bieten. Und da, da, da, das ist jetzt etwas, wo ich zum Beispiel noch nicht kein Businessmodell sehe, OK, weil das ja auch wieder auf auf Plattformen ist, die gratis sind. Es gab immerhin, immerhin sehen sie dann auch, OK, da ist ein doch Unterschied auch qualitativer Unterschied zwischen.
21:19 Etwas, was ich lese, kurz 1015 20 Sekunden oder da ist ein ein Beitrag, auch einer eines Medienhauses. Hast du nicht auch das Gefühl manchmal, wir Journalisten reden unseren Beruf generell selber schlecht? Also ich, ich stelle zum Beispiel fest, weil immer, du hast vorhin auch gesagt, Ah, die Zuschauerzahlen nehmen ab, wenn ich jetzt zum Beispiel bei meiner Sendung alle ah. Alles zusammenzählen, die Erstausstrahlung OK am Montagabend die Liveausstrahlung, die hat abgenommen, ist immer noch dominierend, aber hat abgenommen. Wenn ich dann die Wiederholungen und all die Mediennutzungen online und so dazu zähle, dann muss ich sagen, komme ich fast auf den gleichen Wert, den ich vor 15 Jahren bei der Erstausstrahlung hatte, einfach auf verschiedenen Kanälen und einfach zeitlich völlig unabhängig, aber gleichzeitig ist immer dieses Wir haben immer weniger Zuschauer, wir haben, das ist ein so ein ein.
22:12 Ein fast schon cellful Feeling. Prophecy, die die SRG zum Beispiel oft ausschlagen, das find ich total falsch, weil man heute Leute erreicht, die früher einfach gar nicht erreichbar waren am Montagabend, die, die waren am Schlafen. Meine Mutter hat diese Sendung nie geschafft, die war am schlafen um 22:30 Uhr. Zum Beispiel jetzt. Und die hat das irgendwann anders. Und jetzt haben die Möglichkeit, man kann das irgendwie permanent immer schauen, man hat es immer zur Verfügung und das gibt doch ne ganz andere Möglichkeit und diese Möglichkeiten find ich, werden total unterschätzt und auch total kleingeredet. Absolut absolut. Ich finde auch, dass das gar nichts bringt, auch dieses Jammern nichts bringt. Als ich jetzt zuvor gesagt habe, man muss Fantasie entwickeln, mein ich das auch. Es geht nicht darum zu sagen, es ist am Ende und in 5 Jahren wird niemand mehr die Tagesschau schauen oder wird niemand mehr ein Zeitungsarmoment bereit sein, das zu bezahlen. Das stimmt einfach nicht, aber eine Realität ist tatsächlich, dass man, wenn man eine junge Generation fragt, zum Teil auch Leute, die älter 2530 35 sind, dann sieht man, es werden auch News vermieden.
23:17 Also das ist dann absolut ja. Es ist nicht nur nicht die Bereitschaft zu bezahlen, sondern es ist auch eine gewisse Müdigkeit da wir haben. So viele Krisen. Genau, sich mit dem auseinanderzusetzen. Und da kommt auch noch eben der Vorwurf auch an die Medien, dass man sagt, es ist immer nur negativ. Also was ihr berichtet ist immer nur schlecht, macht ihr, ihr Macht die Welt schlecht oder ihr eben berichtet primär über das, was nicht funktioniert auf dieser Welt und da finde ich. Auch da muss man ein bisschen über die Bücher, in dem das Bedürfnis vieler Menschen da ist, auch zu sagen, es gibt auch andere Zugänge, muss man alles skandalisieren, muss man alles personalisieren, muss man eben mal einfach den Fokus auf dem haben, was man nicht gut findet oder was man dann unter Umständen auch eben dann noch. Aufbauscht, das ist nicht.
24:13 Gut, das stimmt. Also viele Leute schalten einfach ab, weil sie es nicht mehr ertragen können. Wir haben jetzt in dreieinhalb Jahre Krieg in der Ukraine, das kannst du mal eigentlich irgendwann gar nicht mehr sehen, das kannst du nicht mal ertragen und dann schalten sie einfach ab und schauen dann vielleicht Netflix, aber Netflix hat etwas geschafft, Netflix hat das gute alte Abo Modell eigentlich wieder eingeführt, alle jungen wissen jetzt, auch wenn ich das schauen muss, muss ich ein Abo haben, bringt das dann auch den? Klassischen Medien etwas, dass das Abo plötzlich wieder da ist. Das. Sind beispielsweise, das ist schon das, wenn ich jetzt sage, man muss das ernst nehmen, was die Entwicklung ist, dann muss man auch die Mediennutzung ernst nehmen. Also man muss schauen, wie werden Medien heute konsumiert und das Streamen ist etwas, was offenbar einem grossen Bedürfnissen spricht, dass man zu jederzeit Zugang hat und dann sich auch eine Auswahl selber zusammenstellen kann, also nicht angewiesen auf das Programm, das einem gemacht wird. Sondern dass man tatsächlich selber der Herr über die über den eigenen Medienkonsum ist.
25:12 Vielleicht noch der andere Druck, der auf den Medien Last ist, nämlich der politische Druck. Wir sehen jetzt ja in Amerika Tendenzen, die wir uns eigentlich sogar nicht hätten vorstellen können, da werden zum Beispiel Journalisten aus der Präsidentschaftsmedienkonferenz rausgeschmissen, wenn sie nicht einen bestimmten. Ton finden oder dann gibt es auch dann der ökonomische Druck auf die Medien, der politische Druck. Wie gefährlich ist das, was da passiert. Sehr gefährlich, weil es sind Tendenzen, die dann auch antidemokratisch werden. Was ist die Rolle des Journalismus, ganz klar vierte Gewalt, man muss und soll kritisch sein gegenüber der eigenen Regierung, gegenüber allen Institutionen und. Und wenn da natürlich dann das Ausschlussprinzip, wie du es jetzt beschrieben hast, gilt, dass Journalistinnen und Journalisten, die unbequeme Artikel machen oder unbequeme Sendungen machen, dann einfach nicht mehr dabei sein können, dann haben wir ein Problem.
26:11 Weil das ökonomische Problem führt eben oft dazu, zum Beispiel in Frankreich ist es so, dass die viele eigentlich alle wichtigen Medien privaten Medien sind, in den Händen von Milliardären und. Und die haben natürlich nicht nur eine ökonomische, die haben auch eine politische Message oder Botschaft, die sie hier vertreten wollen. Das kann doch schon gefährlich sein, denen ist es ja dann auch egal, ob jetzt eine Zeitung oder ein Fernsehsender Defizite macht, weil die haben ganz andere Interessen, die können das auch ständig füttern, die können auch die Defizite ausgleichen, weil die haben ein politisches Interesse. Das kann auch eine Gefahr sein, also dass Journalisten unstrittalisiert werden. Unbestritten.
26:53 Deshalb glaube ich, auch wenn ich zuvor über das gesprochen habe, nämlich für was braucht es den Journalismus, dass man sich eben erklärt, dass man die Rolle auch erklärt, also dass man auch sagt, was ist der Nutzen für eine Gesellschaft von unabhängigem Journalismus, aber wenn natürlich das Geld auf der einen Seite fehlt oder weniger wird. Und doch Leute in diese Lücke reinspringen können auch die Potenz haben, materiell reinzuspringen ist. Tatsächlich ist tatsächlich eine Gefahr, weil die haben eine Agenda. Eben genau die haben eine Agenda, und die haben vielleicht auch die Agenda so öffentlich rechtliche Sender, dass die möglichst klein gehalten werden oder sogar abgebaut werden. In Amerika sind Sie also ich mein, eines der ersten Dinge, die Trump gemacht hat, war das Geld für die öffentlichen Sender nochmals zu kürzen, obwohl die schon recht wenig Bedeutung haben in den USA, und jetzt werden sie noch weniger. Bekommen siehst du, die SRG ist unter Druck, siehst du da auch eine politische Agenda dahinter oder ist das einfach? Ja, wir wollen nicht für etwas bezahlen, das Ihr vielleicht gar nicht nutzt.
27:55 Wenn ich jetzt über die SRG sprechen würde, dann begebe ich mich auf dünnes Eis. Da möchte ich transparent sein. Genau, also ich mein man weiss jetzt deine genau genau grosse Chefin, die ist die Generaldirektorin der SRG, das soll ich dich überhaupt fragen wie wie wie geht das zusammen? Also du bist ja im Journalismus eben im Qualitätsjournalismus bist du aktiv und äusserst dich auch. Und die SRG spielt auch eine wichtige Rolle. Wie habt ihr euch da aufgeteilt, hast du jetzt einen Maulkorb oder wie ist das in Bezug auf die SRG? Nein, überhaupt nicht. Sie weiss auch, dass ich in dieser Sache bin und da wird überhaupt nicht irgendwie über, das darfst du nicht sprechen, sondern ich glaube es ist liegt auf der Hand, dass ich jetzt nicht über die SRG spreche, für die Sie die Verantwortung hat. Wir teilen uns in dem Sinn auf, dass ich jetzt mit meinem. Kleinen Startup mich um die Jungen, um die neuen Medien auch stark kümmere.
28:50 Sie hat eine wahnsinnige Aufgabe jetzt mit der SRG und es gibt immer wieder Schnittstellen, wo wir uns natürlich. Qualität. Das ist logisch, das ist auch sehr bereichernd, weil wir wissen immer jeweils vom vom, vom vom anderen, über was wir sprechen und natürlich gewisse Sachen darf sie mir nicht sagen und sagt sie mir auch nicht. Und das heisst du kannst n paar Inputs geben, auch was die jungen denken mit deinem mit. Sehr kreativen. Ich glaube das, das darf ich sagen, dass sie schon als kulturchefin, dazumal als stellvertretende Direktorin auch doch einige innovative Formate auch lanciert hat.
29:32 Nein, ich mach schon was ganz anderes und darüber möchte ich schon auch noch kurz sprechen, ich hab mir eben vor 3 Jahren überlegt, was ist. Ein möglicher Weg oder was sind verschiedene Wege und das Ganze heisst you Media, das heisst to you aber auch Use eben Junge uns Medien und mir geht es eigentlich darum, dass ich sage, wenn wir auf der einen Seite aufzeigen, dass es den Journalismus gibt, eben dass er sichtbar bleibt, dann ist das mal schon gut. Ich hab vor 67 Jahren mit 2 Kollegen zusammen mit Vivian Manz auch vom SRF. Von Michael Marti vom Tagesanzeiger die Jugendmedienwoche lanciert und da haben wir jeweils die Jungen eingeladen, auf die Redaktion zu kommen. Verschiedene Medienhäuser waren dabei gleich von Beginn weg. Und da haben sie gesehen, wie man arbeitet. Aber gleichzeitig haben wir Ihnen auch gesagt, ihr müsst nicht nur zuschauen, ihr dürft auch wirklich ihr dürft, ihr dürft eine Arena moderieren, 110 vor 10 ihr dürft bei Watson einen Artikel schreiben, ihr dürft bei der NZZ dürft ihr auch Recherchen machen, die ernst genommen und publiziert werden, und das war sehr erfolgreich, wir hatten mehrere 100 Jugendliche, die dieses Angebot genutzt haben, aber es hat sich für mich eine spannende Entwicklung ergeben, nämlich. Der Reiz der klassischen Medien hat bei dieser Generation doch von Jahr zu Jahr abgenommen, weil für sie ist das nicht mehr wirklich der Olymp zu sagen, ich
31:02 habe jetzt tatsächlich mal was sagen oder oder oder publizieren berichten dürfen für die NZZ oder für SRF, sondern sie orientieren sich an ihren Peers und die Peers sind zum Teil dann Leute, die vielleicht auch Social Media Inhalte. Machen Influencer. Influencer? Genau. Und in diesem, in diesem auch Spannungsfeld, das ich gesehen habe, kamen dann weitere Aktivitäten dazu. Also ich hab mir auch überlegt, statt eben Erziehung statt statt zwang, wie wie kann man die jungen Intrinsisch motivieren sich mit den Medien auseinanderzusetzen. Und da haben wir in einer Woche ist es soweit, den ersten Jugendmedienpreis, den wir vergeben, weil ich glaube auch mitmachen, also Medien machen, kann man sehr viel mehr dann auch Verständnis.
31:51 Aufbauen kann man sie heran. Und ich und ich oder wir und das junge Team sieht dann auch he. Da gibt es ein Talent mit 16, ein Mediamatiker der KI Tools so programmiert, dass sie miteinander kommunizieren und Bilder generieren, oder da gibt es. Leute, die 100 Stunden Bildmaterial haben und dann einen fast so Netflix, eine Netflix, das heisst also da ist so viel Talent und Kreativität auch da. Dass ich finde, hey sprech nicht immer so schlecht über diese Generation. Und ihr prämiert das auch. Wie sind da Kategorien, oder? Es gibt 5 Kategorien und You News.
32:32 Dieser Jugendmedienwoche ist eine Sonderkategorie, weil die haben natürlich Hilfe, wenn sie dann eben etwas machen, haben Sie Hilfe von professionellen Journalisten. Welche Kategorien sind das noch? Glück Gesellschaft, Gerechtigkeit Aha und ich hab auch bewusst jetzt gesagt, das sind Begriffe. Wie bei den jungen Geld ist auch ein ein Begriff, ist bei den Jungen etwas was, wo sie etwas anfangen können. Wenn ich Ihnen sage, Innenpolitik, was geht mich das an als Sechzehnjähriger und deshalb ist das zum Beispiel dann die Unterkategorie von von Gesellschaft. Und das ist egal auf welchem Kanal das dann irgendwie gelaufen.
33:14 Ist haben wir jetzt Eingaben gehabt. In relativ kurzer Zeit 3 Monate ich ich es hat all meine Erwartungen übertroffen. Also da haben wir ganz klassische Artikel online, da haben wir Vlogs, Blogs, Wir haben Videoproduktionen, eben sehr grosse Video Podcasts haben wir alles vorhanden, Social Media Kanäle wunderbar. Vielleicht zum Abschluss noch. Jetzt bist du etwa 40 Jahre in den Medien, fast wie ich. Ich bin jetzt 42 Jahre in den Medien, Wahnsinn. Wenn du sagen müsstest, was ist die grösste Veränderung des Journalismus in diesen 40 Jahren, was würdest du nennen? Wir haben noch gar nicht über KI gesprochen. Stimmt, stimmt, stimmt, das wollte ich auch noch. Wir sind schon fast vorgerückt.
34:01 Genau, nein, nein, die. Kommt jetzt noch die Ovolution? Kommt auch und ist schon da. Absolut. Ich finde die die die grösste oder auch die herausforderndste Entwicklung ist die Auswahl. Wir haben heute eine Situation, die glaub ich historisch ist, dass man noch nie so viele Medien unterschiedliche Medien zur Verfügung hatte. Und jetzt geht es darum zu sagen, eben, was wähle ich, weil das hat sich verändert. Früher konntest du die Sendung machen und die musste man praktisch einfach schauen, wenn man dich oder wenn man diese Sendung schauen wollte.
34:42 Und inzwischen ist es so, dass derjenige oder diejenige entscheidet, also dass das ein nicht mehr ein ein Angebotsmarkt ist, wo du ein, ein ein Angebot machst oder dann Briefkasten die Zeitung landet, sondern dass eben du. Als Konsumentin und Konsument bestimmst der Konsument bestimmt die selbstbestimmt genau. Und das, denke ich, ist die grosse Entwicklung. Gut, über KI hätten wir jetzt auch noch gerne reden können. Vielleicht einfach ein Wort noch, weil es gibt Leute, die sagen, KI ist quasi der Sargnagel des Journalismus, weil da können wir jetzt alles über KI schreiben lassen. Andererseits braucht die KI aber auch, sie wird ja gefüttert von den journalistischen Texten, zum Teil auch, die braucht ja neue Texte, sonst gibt es Inzest.
35:30 Haben haben schon Leute gesagt, also wie siehst du ganz kurz noch, wie siehst du diese Entwicklung, eine Gefahr für den Journalismus und eine Bereicherung. Bereicherung dann, wenn man es gut einsetzt. Gefahr dann, wenn man es nicht deklariert. Das ist ein bisschen. Wie also Transparenz? Genau. Also wenn wenn du, wenn du ein Bioprodukt willst und man kann ja sagen, der Journalismus ist mit dem Aufwand, den man betreibt, ein Bioprodukt hat, ein Label Qualität. Und dann plötzlich mischt sich da irgendwie KI rein und die Leute bemerken das oder es wird irgendwann einen Skandal geben, wo man sieht, Ah, Autor XY hat alles mit KI gemacht und es nicht deklariert, dann hat der Journalismus ein Glaubwürdigkeitsproblem.
36:12 Also da müssen wir wirklich aufpassen. Zum Schluss noch 5 Sätze zum Ergänzen für dich noch mal kurz zusammengefasst. Qualitätsjournalismus heisst für mich. Da wiederhol ich mich, wenn. Du die Qualität, die du machen kannst, auch ablieferst. Wir Journalistinnen und Journalisten wissen, was qualitativ hochstehender Journalismus ist. Da kommt noch mal die KI rein. Der Umgang mit KI kann für Journalisten gefährlich sein, wenn. Sie es falsch einsetzen und es nicht deklarieren. Du hast ja Kinder, auch wenn eines meiner Kinder Journalist oder Journalistin werden wollte, dann würde ich.
36:53 Ich stehe nicht vor dieser, vor dieser Situation. Die wollen, glaube ich, was anderes. Aber die wollen, die wollen nicht. Das. Vaters weiterführen oder die Mutter? OK, am meisten Geld gebe ich aus für. Ich habe eine grosse Familie fürs Essen, OK. Und mein wichtigstes Zukunftsprojekt ist dass ich mit Yumidia eben mit diesem. Kleinen Startup, dass ich mich etablieren kann. Es sieht gut aus, weil wir haben wirklich, ja ich hab ich, ich hab mir, ich hatte wünsche irgendwo vor 23 Jahren als ich das mit einem weissen Blatt Papier gestartet habe und es ist in inzwischen fast noch schöner als ich, das ist schön.
37:38 Gut, dann wünsche ich viel Erfolg für dieses Projekt. Danke und vielen Dank, Franz, dass du bedanken bei dir. Das war Franz Fischlin. Das ist eine Gemeinschaftsproduktion gewesen vom Zürcher Presseverein. Und der Zürcher Peer Gesellschaft. Schön waren sie dabei, liken sie uns, empfehlen sie uns weiter, ich würde mich freuen, uns gibt es überall dort wo es Video und Podcasts gibt, also auf youtube, Spotify, Apple und so weiter und der nächste consum Cast kommt dann wieder in rund 2 Monaten. Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen und eine gute Zeit.
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