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Jan. 29, 2024

27 | Nadine Sommerhalder, Chefredaktorin Watson

27 | Nadine Sommerhalder, Chefredaktorin Watson
ComSumCast
27 | Nadine Sommerhalder, Chefredaktorin Watson

Das Online-Portal Watson feiert dieses Jahr das zehnjährige Bestehen. Und es hat seit letztem Sommer eine Chefredaktorin: Nadine Sommerhalder ist seit Juli 2023 Watson-Chefredaktorin. Sie hat an der Universität Zürich Publizistik und Geografie studiert. Später war sie bei Radio Zürisee, Tele Züri, Radio 24 und zuletzt bei Blick-TV.

Was will Watson eigentlich sein? Ein News- oder eher ein Entertainment-Portal? Wie sieht die Zukunft für Watson aus? Welche neuen Konzepte erarbeitet Nadine Sommerhalder? Kommt bald ein Watson-Podcast? Wie interpretiert sie ihren Job als Chefredaktorin? Kann man das im 80%-Pensum machen? Und warum bauen praktisch alle Medien in der Schweiz Stellen ab? Reto Lipp im #comsumcast von #zpv und #zprg im Gespräch mit Nadine Sommerhalder.

Im ComSumCast spricht Journalist und Moderator Reto Lipp mit wegweisenden Köpfen aus der Medien- und Kommunikationsbranche. Der ComSumCast ist eine Gemeinschaftsproduktion von ZPV (Zürcher Presseverein) und ZPRG (Zürcher PR-Gesellschaft). Alle zwei Monate erscheint eine neue Folge des Audio- und Videopodcasts.

Produziert von Tablecast / Christoph Soltmannowski / Soltmannowski Kommunikation GmbH. ⁠http://www.tablecast.ch⁠

Alle ComSumCast-Videopodcast-Folgen gibt es auch auf Youtube


0:05 Herzlich Willkommen zum Konsum Cast des Zürcher Pressevereins und der Zürcher Pier Gesellschaft. Das ist die 1. Ausgabe in diesem neuen Jahr, einem Jahr, in dem wir auch wieder der Communication Summit stattfinden, und zwar am 7. Februar. Wer sich noch nicht angemeldet hat, unbedingt das tun und mit dabei sein, das Thema ist nämlich aktuelles, heisst künstliche Intelligenz und Journalismus mein Gast ist heute Nadine Sommerhalder, sie ist seit. 2023 im Juli, glaube ich. Chefredaktorin von Watson Deutschschweiz geworden. Sie hat an der Universität Zürich Publizistik und Geografie studiert, war bei Tele Züri, bei Radio 24, zuletzt bei Blick TV und jetzt eben Chefredakteurin bei Watson.

0:48 Watson wird dieses Jahr 10 Jahre alt, also dringend nötig, dass wir über Watson sprechen. Herzlich Willkommen Nadine. Danke für die Einladung. Was ich speziell finde, wenn man so Podcasts macht, merkt man plötzlich, dass eigentlich an der Spitze aller grossen Medienmarke der Schweiz Frauen sind. Also das gilt zum Beispiel. Für den Blick jetzt Steffi Buchli. Es gilt für den Tagesanzeiger Raffaela Birrer. Es gilt für 20 Minuten des Ihre Pompe, die war auch schon im Podcast und jetzt auch Watson. Woran liegt das eigentlich? Woran sollte es nicht liegen, dass es nicht gute Frauen an der Spitze hat? Ich glaube, das hat man früher auch nicht hinterfragt, warum viele Männer an der. Spitze sind weniger das ich frage mich, ob man jetzt die Frauen holt, weil man sieht die Medien haben ein riesiges Problem, alle Medien haben Problem, alle Medien bauen Leute ab und man braucht jetzt die Frauen dazu um dann die Leute abzubauen, bisschen bös gesagt. Die Medien zum Beispiel könnte man. Sagen alle Frauen, die jetzt an der Spitze sind, von den Schweizer Medienhäusern.

1:49 Die haben ihre Fähigkeiten, ihren Leistungsausstand. Und das? Ist der Grund, warum sie jetzt an der. Spitze sind, aber es ist jetzt wirklich gerade so eine Häufung. Das ist sehr spannend, wäre nachher über die Medien in der Schweiz noch sprechen. Vielleicht doch noch zum Anfang haben. Haben Frauen eine andere Führungs oder führen sie anders in Redaktion als Männer? Ich denke schon, ja. Also ich mache ungern Unterschiede, aber ich denke schon, dass dass die Frauen andere Fähigkeiten mitbringen als Männer und ich glaube, es braucht beides. Also und. Nur Frauen in einer Redaktion. Auch, oder? Aber wie würdest du jetzt deinen Führungsstil bezeichnen? Also wenn man, du bist ja neu in einer Redaktion gekommen, die schon schon da war.

2:33 Wie bist du da eingefahren? Quasi. Sanft. Also ich bin sehr sanft eingefahren, gerade weil ich sehr Respekt habe vor diesem Team. Was sie geleistet haben, das war ein ein Bami, wie man das auch bezeichnen könnte in den letzten 10 Jahren für Watson ein. Unglaublich cooles Produkt aufgebaut und ich bin da als neue reingekommen. Und wenn man da mit dem Mähdrescher reinkommt, dann kommt das nicht gut. Und was ich gemacht habe ist, ich habe sehr viel Gespräche geführt mit jedem Einzelnen in der. Richtung du seist immer Kaffee trinken. Gegangen, ja, aber das ist meistens das Schlimme, ist Reto die Hälfte dieser Redaktion trinkt keinen Kaffee. OK, aber Tee? Schockiert? Nein, gewesen hab ich auch akzeptiert, auch Mineralwasser und aber diese Gespräche waren sehr zielführend, weil ich jeden einzelnen kennengelernt habe.

3:22 Viele Leute sind das jetzt ungefähr. Jetzt sind es 66. Also. Eine grosse. Redaktion Ja, ja, ja, wir sind auch das Drittgrösste, werbefinanzierte online Portal der Schweiz, von dem her. Ja, wir sind eine eine mittlerweile grosse Redaktion, aber das ich das war wie der Grundstein um jeden Einzelnen kennenzulernen, was er für einen Weg gemacht hat innerhalb von Watson Watson. Wie er den Puls misst vom vom Medium an sich. Viele haben immer davon gesprochen, ja, wir müssen dieses Watsoneske bewahren, und ich glaube, wir hatten sehr, sehr ehrliche Gespräche miteinander, und das, das war das allerwichtigste, und dann haben wir Workshops gemacht in den Gruppen und sind jetzt daran, ein neues Redaktionskonzept zu erarbeiten, und wenn du mich nach meinem führungs Stil fragst, dann muss ich sagen, ich sehe ein grosses.

4:14 Einen grossen Vorteil im Miteinander. Also ich bin nicht ganz genau. Team ist. Wichtig? Ja, weil ich bin nicht die Beste von von all diesen Leuten. Ich bin nicht die beste Journalistin von allen, aber ich muss erkennen können, wer was kann und wer wo an welcher Position am meisten Sinn macht oder ich hab ja nicht den Anspruch, dass ich die Beste in allen Bereichen bin. Und da wäre man sicher noch drüber sprechen, weil das ja sehr kompliziert ist heute. Man muss eben nicht nur Texte haben, man hat Bilder, man hat vor allem Videos, man muss eine Story machen, man muss eine Storyline haben, da sprechen wir sicher noch darüber. Vielleicht zuerst halt noch ein bisschen über Watson. Du hast gesagt, du musstest irgendwie den Puls spüren von Watson als jemand der von aussen gekommen ist.

4:55 Und da fragt man sich natürlich, was ist Watson eigentlich, ist das jetzt ein Newsportal, ist es ein vediver Portal, ist es ein Entertainment, was ist das? Das nimmt mich noch Wunder. Wie nimmst du es wahr? Ich kann dir die Antwort. Geben, weil ich hatte mit unserer, Ich habe mit unserer Praktikantin gesprochen. Wie alt ist sie? Die ist so um die 2022 und die hat gesagt. Sie hasse den Werbespruch von Watson, weil der heisst News ohne das. Ist der alte. Weil sie hat dann gesagt, ich lese oder ich lese oder ich schaue Watson nur wegen dem Bla bla, nicht wegen den News. Ich will das blabla und jetzt kommen die mit einem Werbespruch News ohne bla bla. Es ist gerade das Blabla das quasi die Quintessenz ist von Watson, was sagst du dazu?

5:40 Also ich kann dir noch deine Frage ganz klar beantworten von vorhin. Was ist Watson? Es ist das beste News Portal der Schweiz. Also Newsportal. Newsportal aber mit allen Entertainment Portal sein. Ja, natürlich, weil das gehört auch zum Leben dazu. Warum? Dass aus dem Entertainment Bereich nicht news, also es ist auch news oder und ich glaube es ist zu zu kurzsichtig gedacht, wenn man news nur als harte News anschaut oder und das ist unser grosser Anspruch, dass wir das ganze Leben abbilden oder, und dazu gehören 3 Bereiche die wir abbilden wollen, das sind die News natürlich ohne News sind wir keine Newsplattform und da passen wir uns der Newslage an und der zweite Standbein sind die Debatten und zwar sind das lange Hintergrundberichte, Analysen. Von Peter Blunschi Philippe Simone Meier auch aus allen Bereichen.

6:29 Und. Dann lange Storys. Limiten oder so genau, bei uns ist ein Text solange, wie er sein muss, aber kein Zeichen sein. Programm hat nur SRG und zwar wegen den Verlagern, aber da können wir dann noch darüber. Sprechen und das das dritte Standbein ist die Unterhaltung und das ist das was Watson von Anfang an neu gedacht hat. Und zwar wollen wir nicht über Unterhaltung schreiben, sondern unterhaltend sein und darum haben wir ganz viele interaktive Elemente auf der Seite, wie? Quizines oder Liscals et cetera. Und das hat auch diese Community aufgebaut, die heute immer noch wahnsinnig aktiv ist und wir darauf vertrauen dürfen, dass sie noch lange bleibt.

7:12 Wenn wir diese Strategie weiterfahren. Und wenn es jedem jemand sagt, Watson, schaue ich oder lese ich nur wegen deswegen wegen der Unterhaltung, dann ist dir das im Prinzip egal. Hauptsache man ist drauf. Ja, natürlich. Vielleicht entdeckt man ja dann währenddessen noch anders spannende Inhalte und merkt, dass man doch gut informiert ist, weil man das Gesamtpaket hat. Aber du hast jetzt gesagt, das sind diese 3 Bereiche, das heisst ihr trennt auch klar. Also ihr Versuch jetzt nicht news. Im unterhaltsummerster Form oder unterhaltsamerer Form zu präsentieren using News oder sagt dir OK wir müssen die News auch so ein bisschen lustiger. Lustig kann man es vielleicht nicht machen, aber anders präsentieren als die anderen News. Also man muss schon aufpassen, dass man nicht alles auf lustig oder alles anders macht, oder?

7:58 Ich finde die Userinnen und User müssen News als solche erkennen und und dann gibt es natürlich von der einfachen Agenturmeldung bis zum langen Hintergrund Text, ist die Bandbreite wahnsinnig breit, oder? Was wir aber versuchen, ist immer wieder mal andere Formen zu finden. Und das heisst nicht, dass jeder Text anders sein muss als bei anderen Medien, sondern dass wir Akzente setzen wollen. Also mir bleibt gerade etwas besonders in Erinnerung oder kommt in die kommt mir in den Sinn, als es den Sirenentest gab. Wieder mal ist quasi ein alltägliches Ereignis oder jeder kennt den Sirenen Test, der glaube ich um 13:30 Uhr, weil es losgeht. Und da wurde in der Redaktionssitzung am Morgen besprochen, ja, wie wie müssen wir das machen, weil wir müssen darüber berichten, wir müssen, wir müssen die Bevölkerung informieren, dass wir den Test stattfindet und.

8:44 Anstatt einfach eine simple Meldung zu machen, dass heute der Sirentest ist, gab es ein Ticker und dann hiess es einfach 13:30 Uhr, jetzt geht es los und dann so die nächste Meldung war dann Two ah ja und dann hat man quasi den den Sirenen Test. Getickt. Genau also die Meldung war dieselbe wie überall, aber die Form, die wir gewählt haben, war sehr kreativ und das darf man natürlich nicht bei allem machen oder aber punktuell einsetzen. Also Kreativität ist ganz wichtig. Sieht ja, und ich glaube ich würde. Fast überhaupt Themen umsetzen. Ja, sehr. Ja, ja und auch überraschend bleiben. Ich würde fast behaupten. Ein Sirentest in Ticker Form dürfte sich kein anderes Onlinemedium leisten, weil die Community bei Watson versteht das, weil man damit rechnet, dass sowas kommt, aber beim Blick, ich habe auch bei Blick TV gearbeitet, ich finde der newsroom beim Blick macht eine wahnsinnig hervorragende Arbeit, aber ich glaube das dürft, also würde nicht ins Konzept passen.

9:43 Also das heisst da könnt ihr euch abheben von den anderen. Es ist ja interessant, ihr seid eigentlich wirklich das einzige. Wirklich online Portal, weil die anderen Blick hat noch bringt immer noch. Es gibt immer noch ne Zeitung 20 Minuten gibt auch immer noch ne Zeitung, man kann sich fragen wie lange noch, aber es gibt auch noch ne Zeitung oder SRF hat doch das Fernsehen das ideale Fernsehen ist auch noch da aber ihr seid wirklich das einzige online und nur online könnt ihr da das anders ausspielen? Ihr müsst eigentlich keine. Bezüge machen zu dem Printprodukt oder hier bei uns zum zum Fernsehen, sondern ihr könnt da frei von der Liebe weg. Gibt es mehr Freiheit? Definitiv, weil wir nur in einer Geschwindigkeit denken müssen.

10:26 Es gibt einfach den Kanal online und. 3 dieser online first oder so was. Die anderen Etablierten haben, das habt ihr natürlich nicht, weil ihr seid nur. Online genau das ist wie, das mussten wir uns gar nie in dieser Form überlegen oder auch Social First oder so. Das gehörte wie von Anfang an zum Konzept dazu bei Watson, und das erlebe ich als wahnsinniges Privileg, weil das Denken war von Anfang an da, oder es gibt nicht so diese Print Vergangenheit, die die bei manchen noch so mitschwingt, oder man. Es war ja bei der. Fall. Natürlich, du warst ja bei Blick TV vielleicht noch ein Wort zu Blick TV, das ist irgendwie hat man das Gefühl so. Ein bisschen gescheitert die ursprüngliche Idee jetzt macht man einfach Videos und so und macht Einspielungen, wenn irgendetwas Aktuelles passiert.

11:08 Weshalb ist Blick TV gescheitert? Ich würd es wirklich nicht das Scheitern betiteln. Ich finde es schön, wenn man neue Sachen probiert in der Medienwelt und ich finde vieles hat man gelernt, Durchblick TV oder und viele Elemente die bei Blick TV entstanden sind sind immer noch Teil vom Blick Konzept heute und ich finde das hat wahnsinnig viel. Cool das hier vorgetan gerade coole Formate die dort laufen und sich sehr etabliert haben bei der Community und auch die Videostrategie innerhalb des Blicks, wo ja schon immer sehr bildstadt war vorangetrieben hat und ich fand es ein wahnsinnig tolles Projekt und ich finde es auch wahnsinnig mutig zu sagen, OK, in dieser Form rentiert es nicht oder hat es kein Publikum gefunden, das finde ich wahnsinnig mutig auch wieder zu sagen, jetzt hören wir auf und nicht noch etwas mitzuziehen, nur weil man Angst hat vor einer Kritik oder vor einer. Dass das jetzt nicht so richtig gelaufen ist, wie man. Das eigentlich?

12:04 Nein, ich fand es ein wahnsinnig spannendes Projekt und ein ein Riesenprivileg. Dort dabei sein zu lesen, weil. Vom Blick TV zu wachsen. Die Staubigkeit, die Schnelle, die Schnelligkeit. Ich finde, der Blick ist, ich habe dort wahnsinnig viel gelernt, in allen Dimensionen zu denken, gerade weil es noch Print gab, aber auch das Blick Universum wahnsinnig gross ist, oder also da verriet man manchmal fast den Überblick und da bewundere ich die Truppe, wie die das hinkriegen. Das ist überhaupt zusammen. Genau das ist gar nicht so einfach, oder? Und die Schnelligkeit hast du gesagt, das ist ja was, wenn man mich jetzt fragen würde nach 40 Jahren Medien, was hat sich wirklich verändert? Das ist die Schnelligkeit, aber ich finde. Die Schnelligkeit hat auch viele, viele, viele Nachteile. Also wir handeln uns im Journalismus viele Probleme ein, finde ich wegen der Schnelligkeit, es muss immer alles sofort passieren, immer alles muss sofort raus, immer die Push Meldung, was natürlich auch die Gefahr erhöht falsch zu liegen, falsche Schlagz.

13:02 Produzieren oder die Themen falsch zu setzen oder falsche Prioritäten zu setzen, ist das nicht ein grosses Problem in einem Medium, das immer ganz schnell sein muss und das auch kann, weil man keine Rücksichten auf Print oder irgendwas mehr nehmen? Muss ja natürlich ja. Also ich erlebe das auch im Arbeitsalltag, oder man muss schon einen Weg finden, um Ruhe in die Redaktion zu bringen und zu zeigen, was müssen wir wirklich machen und was ist wie noch die Kür, die wir dazu liefern wollen. Und wenn man ein klares Konzept hat und das gut kommuniziert, dann kann das funktionieren, dann hat man auch nicht das Gefühl, man muss alles machen, aber es ist schon ein grosser Druck da, weil der Traffic muss stimmen, die zahlen müssen stimmen und. Es ist ja nicht nur so, weil ich bekomme die Einschaltquoten am nächsten Tag.

13:45 Das können mich dann eigentlich erst am Tag 2, aber ihr bekommt. Sie unmittelbar ständig die Klicks und das gibt ja dann auch immer so das Gerücht, OK. Wenn die jetzt mit einem Artikel einen guten guten Klick zahlen gerade gemacht haben, dann muss 2 Stunden später die Fortsetzung folgen. Bei diesem Thema und dann gleich noch einer und noch einer, wenn das Thema gut ist oder einfach gut läuft. Also ihr besteht nicht permanent die Gefahr, dass man einfach nur immer auf die Klickzahlen reagiert letztlich. Und du musst auf die Klickzahlen reagieren. Ich finde es auch wahnsinnig spannend, ehrlich gesagt, also wenn ich sehe, wie wir etwas Titeln und dann sieht man in Echtzeit, wie das ankommt, das fand ich, als ich beim Radio gearbeitet habe, manchmal auch schwierig abzuschätzen, haben wir jetzt auf das richtige Thema gesetzt, und das wird jetzt in der Onlinewelt ein, ein, ein, ein Insta Feedback haben oder und gerade in Echtzeit sehen, wie das Ankommen.

14:35 Finde ich auch wahnsinnig toll, weil wir gerade wieder darauf reagieren können und sehen, ah da, das bewegt dieses Thema bewegt und da, da planen wir etwas auf den nächsten Tag oder auf den nächsten, also auf die nächste. Also wir haben ein Morgenzyklus oder dann haben wir ein Mittagessen und ein Abend peak, dann waren die Leute Zeit haben auf den online Medien. Sehr schwangelig das ist ja was wie im Radio. Oder ein bisschen anders. Das verteilt über den ganzen Tag gleich messen und auch hier morgen gibt es nen Peak. Man ist irgendwo unterwegs zur Arbeit, da schaut man nein, mittags gibt es auch einen Peak und. Auch ein Peak, wenn die Leute in der Mittagspause sind. Das ist dann der grösste Peak.

15:22 Ähnlich lustigerweise, aber was noch spannend ist oder der grosse Unterschied zu zu den Radio Peaks Radio hört wirklich so um 07:30 Uhr auf oder Radio ist tot um 07:30 Uhr. Also abends. Weil alle vor dem Fernseher gehen. Nein, morgens läuft es abends um 07:30 Uhr. Gehen alle, die Tagesschau schauen oder spätestens um Viertel nach 8, wenn die Filme beginnen und online hat dann nochmal ein rechten Anstieg, weil alle parallel konsumieren. Auf. Dem. Screen und schaut dann noch. Etwas. Oder man ist auf dem Handy oder man sieht es vor dem Fernseher zum Beispiel und hat aber das Handy auch noch. Nicht.

16:03 Um 22:00 Uhr gibt es auch noch mal so einen leichten Peak. Glaub das ist wenn viele. Also das heisst liegen und nochmals alles. Geplant auch die Geschichten, also gewisse Top Stories, die er vielleicht auch mit viel Arbeit jetzt inszeniert. Das muss er morgen raus zum Beispiel um 06:00 Uhr oder wann, wann, wann beginnt es eigentlich so richtig? Ja, also du kannst um 05:00 Uhr schon schon loslegen. Aber natürlich, das wäre ja fatal, wenn wir das nicht so planen würden, weil wir müssen es ja so platzieren, dass es möglichst viele Leute auch sehen und die davon profitieren können, wenn wir noch irgendwo viel Arbeit investiert haben und finden wohl, das ist jetzt zivalismus, weil. Weil viele Leute haben da eigentlich keine Ahnung, denken ja die, das kommt jetzt einfach mal dann raus, wann ihr das fertig habt, muss aber nicht unbedingt sein, sondern es gibt da auch gewisse Zeiten, wo man genau weiss, hier sind viele drauf und jetzt muss ich mit der guten Top Story raus. Ja, du machst ja die Tagesschau auch nicht um 14:30 Uhr am Nachmittag, sondern du machst es dann, wenn wenn dein Publikum am grössten ist.

16:58 Und da gibt es beim bei online natürlich ganz klare Pieks. Ja, aber der ist doch interessant, weil man das Gefühl hat, auch im. Im Geschäft sind alle immer, immer jetzt im Second Screen dran. Da könnte man sich vorstellen, dass es viel sich viel stärker über den Tag verteilt, dass es immer noch solche Peek gibt, finde ich doch interessant. Im im im, im selben Business oder da sind sie dir gewöhnt, dass sich alle ständig am informieren sind. Aber Leute, die auf einer Baustelle. Oder? Ja, im Büro, die können nicht die ganze Zeit mit dem Handy, wir können es immer abtun als ja, es gehört zu meinem Job, ich muss mich informieren. Die Frage noch Watson 10 Jahre Watson, Watson, Watson ist ja neu eben gewesen auf der grünen Wiese sag ich jetzt mal entstanden.

17:42 Von CH Media eben nicht. Irgendwie entstanden aus einer Zeitung heraus oder aus einem Fernsehen hinaus oder so. Hat Watson sich diesen festen Platz erobert? Also hat Watson eine gute Zukunft, oder wir wissen es. Der Medienplatz ist unter Druck, ihr seid auch unter Druck, aber wird Watson bestehen können, auch die nächsten 10? Jahre ja, absolut ja. Ich also wenn ich nicht daran glauben würde, dann wäre ich glaub ich am falschen Platz. Also natürlich, ich glaube an unser Produkt, Ich liebe Watson Watson, ich finde. Jeder, der bei beginnt bei uns zu arbeiten, hat eine so ne Instant Love sag ich dem Mal. Es hat so einen einen grossen Lohn liebesfaktor irgendwie weil es ein Brand ist den den man schnell gern hat und ich glaube, diese Leidenschaft tragen wir alle nach aussen und wir haben eine grosse Portion Menschlichkeit auch in der Redaktion, das finde ich wahnsinnig schön, dass es nicht nur um ich sag jetzt mal klickgetriebene Leistung geht oder also es ist ein grosses Miteinander, es ist jeder hat so sein nerdtum sag ich immer. Ja, ja, nein.

18:50 Das stellt man sich vielleicht kurz vor, aber es gibt auch jemanden, der fast einer wäre, fast Tennis profispielerin geworden, also die hat fast eine Profikarriere im Thesen gelegt und es gibt dann auch solche Leute, die diese Erfahrungen gemacht haben und es ist wirklich ein guter, bunter Haufen, der nicht besser aufgestellt. Sein kann. Aber jetzt sind alle Medien unter Druck. Ihr seid ja eigentlich das einzige Medien Onlinemedien, das wirklich nur. Werbegetrieben funktioniert. Bligg hat noch die Zeitung, immerhin gewisse Quereinnahmen die SRG hat die Gebühren, kann man da heute kann man da wirklich von den Werbeeinnahmen überleben? Watson ist seit Zweitausendundneunzehn in den schwarzen Zahlen.

19:35 Seither machen wir Gewinn und das planen wir auch in Zukunft zu tun also und glauben an unsere Strategie, dass wir dort unseren festen Platz haben und auch, dass das sehr attraktiv ist für für Werbekunden, mit uns zusammenzuarbeiten, weil wir so eine starke. Brand Identity haben. Also ihr schreibt schwarze Zahlen. Insgesamt geht es am.ch medi ja nicht so wahnsinnig gut, da werden 140 Jobs abgewandt im ganzen.ch mediabereich wieviel sind sie jetzt bei Watson betroffen von diesem Abbau? Bei Watson sind es. Viereinhalb, viereinhalb Stunden. Also journalistische Stellen. Von nein, nicht nur auch noch in OK.

20:17 Und was ist jetzt da los? Eigentlich? Fast alle Medien bauen ab, also wir wissen, dass auch bei Ringier zum Beispiel eben Blick hat auch. Probleme TX Group, also die frühe Tamedia, baut auch ab. Was braut sich da zusammen, was ist da los auf dem Medienplatz? Ja, das frage ich mich auch und es macht mir. Es macht mir schon auch Sorgen, wenn ich das anschaue, oder? Und das ist immer so das erste Warnsignal, wenn die Werbeeinnahmen fehlen, weil das das erste ist, dass bei den Unternehmen gekürzt wird, wenn es den Unternehmen nicht gut geht und das, das Macht mir natürlich Sorgen, weil wir zu 100% werbefinanziert sind und. Ich und die Gefahr, dass auch gerade das jüngere Publikum, das ja bei euch.

20:58 Nehm ich jetzt mal an, dass ihr relativ ein junges Publikum habt. Ist das so? Überhaupt? Ja, also je nachdem ja genau. Also wir haben eine auf Instagram haben wir eine eine Community, die ist mittlerweile hundertdreiunddreissigtausend Follower und Followen stark und dort ist die Zielgruppe natürlich deutlich jünger als also auf der Seite, aber es ist ein sehr junges Publikum für. Eine EU, die Gefahr, dass die Leute eben euch auf Instagram anschauen oder auf Facebook oder auf tiktok und eben gar nicht mehr auf eurer Seite sind. Ich weiss bei 20 Minuten zum Beispiel dort haben die jetzt gesagt, wir müssen die Leute zurückholen, zurück auf unsere Originalseite. Weil da können wir Werbung verkaufen. Es ist viel schwieriger, die Leute eben auf ja auf Instagram, sondern es war schön, wenn sie da auf Instagram sind und uns dort anklicken, aber wir haben weniger davon als Verlag, und wir müssen die Leute zurückholen, die Jungen ist das auch bei euch so?

21:53 Wir müssen bei der jungen Zielgruppe darüber sprechen, wie sie sich informieren, oder das ist ja spannend und da musst du auch die junge Zielgruppe hören, wenn sie dir erzählen, dass sie sich zu, ich würde sagen 80% über Social Media informieren, dann kann mein Ziel nicht sein, alle Jungen auf die Seite zu holen, sondern da muss ich Wege finden, wie ich die junge Zungengruppe erreichen, nämlich über diese Kanäle, wo sie sich befinden und dort einen Bezug zu meiner Marke schaffen und dass sie dann, wenn sie älter werden. Ah, das ist ja ein cooles Newsportal, da kann ich mich wahnsinnig gut informieren und dass da die emotionale Bindung dann auch herrschen und dass sie verstanden haben, für was Watson.

22:33 Steht aber kann es dann nicht sein, dass die Leute sich dann einfach nur noch über Facebook und andere Facebook und Social Media Kanäle orientieren und gar nicht mehr 20 Minuten oder eben Watson sich anschauen, dass diese oder ist das das Problem, dass wir in am Medienplatz haben, dass die Medien einfach die klassischen Medien, so wie wir sie verstehen, einfach langsam verschwinden in diesem Social Media? Kosmos einfach untergeben. Ich, ich glaube, es findet eine Parallelisierung statt. Das findet also es ist so eine Zersplitterung über mehrere Kanäle. Ich merke auch ich, ich informiere mich, ich, ich informiere mich nicht mehr gleich wie vor 10 Jahren oder und wir müssen einfach unsere Kanäle, die uns zur Verfügung stehen und die wir wissen, von der wir wissen, dass dort unsere Zielgruppe sich tummelt, ich nenne es mal salopol, dass wir dort präsent sein müssen und unser Angebot gut möglichst präsentieren können, und das bedeutet auch, dass wir auf Instagram ein News Angebot. Bieten es.

23:32 Ist ja nicht so, dass die, wir haben ja von Werbegeldern gesprochen, dass die gar nicht mehr da wären, aber sie fliessen einfach nicht den Medien zu, sondern sie fliessen eben Google zu Facebook und so weiter also ich weiss nicht genau, wieviel Google aus dem Schweizer Medienmarkt herausnimmt, aber es wird wahrscheinlich über eine Milliarde sein und das wird auch nicht ausgewiesen. Es ist völlig intransparent. Braucht es eine Medienförderung? Wir wissen ja, die Medienförderung, so wie sie die Bundesrätin Sommaruga konzipiert hatte, ist abgelehnt worden. Jetzt hat Herr Rösti kürzlich gesagt, der Bundesrat, der jetzt zuständig ist für die Medien auch, es brauche einen neuen Anlauf der Medienförderung, ist, glaubst du das auch, dass wir irgendwie irgendwie eben doch etwas machen müssen, dass wir das nicht ganz dem Markt überlassen können? Es würde helfen, gerade für den Onlinebereich oder wenn ich sehe, wie in Europa das schon normal ist, dass man auch die Onlinemedien fördert, dann würd ich mich mir das für die Schweiz auch wünschen.

24:30 Das würde natürlich vieles erleichtern und den den Druck ein wenig rausnehmen, oder? Und es müsste eben dann nicht nur der gedruckten Presse in Form eben von günstigeren Posttarifen eben zukommen, sondern es müsste wirklich eine Medienförderung sein, die eben breit ist. Die Onlinemedien natürlich mit dabei sind und man kann sich ja dann doch fragen, wie lange es printprodukte noch gibt. Das wollte ich dich fragen, weil du gesagt hast, 20 Minuten, also wie lang wird eine solche? Kurz Zeitung mit kurzen News wie lange wird die noch als Print überhaupt gedruckt werden? Also ich kann dir nur von mir, von meiner persönlichen Perspektive erzählen. Zwar, ich lese es nicht mehr, früher habe ich es rege gelesen, aber auf ja als Zeitung oder die die Verteilboxen waren leer, heute sind sie aus meiner subjektiven Perspektive oft noch so dreiviertel voll, aber ich mein, das ist ein ein wahnsinnserfolg, dass 20 Minuten da also ein wahnsinns Volk, den sie da feiern konnten, mit der mit der Print Zeitung und. Ich bin auch gespannt, wie lange es noch geht. Also ich glaube heute hat man einfach sein Smartphone dabei und das ist der einfachere Griff, als wenn ich zur Box gehe und durchblättere.

25:40 Genau das hast du gesagt vorhin. Du bist ja neu jetzt gekommen als Chefredaktor. Wieso heisst du überhaupt chefredaktorin? Weil beim Blick gibt es ja keine Chefredaktorin mehr, sondern eine Chief Content Office, weshalb gibt es überhaupt noch chefredakteurinnen bei wats mit diesen Titeln, meine. Ich, also der der Titel, ist eigentlich wie egal. Ich glaube, man muss vielleicht den Titel auch wirklich neu definieren und neu denken, weil ich bin nicht die klassische Chefredaktorin, die man so im Kopfe hat wie man. Ja, Leitartikel schreibt und da sehr präsent ist, als Sprachrohr. Natürlich will ich Sprachrohr sein, aber es ist nicht mehr die gleiche so die der gleiche gleiche Aufgabenbereich oder ich muss mehrere Channels managen, ich muss schauen, was ja ganz genau, ja ja, es ist. Es ist eigentlich eine sehr korrekte Bezeichnung, oder was machen wir auf welchem Kanal, in welcher Form, welchen Inhalt bringen wir wo und wie und wann oder, und das ist meine Hauptabgabe nicht, ich muss nicht eine Zeitung für morgen füllen, die wichtigste zuvorderst und dann noch. Ja, den Rest hinterher, sondern es ist ein ein ständiges. Zusammenstellen von.

26:48 Inhalten du hast gesagt, du willst auch neue Formate entwickeln. An was ist jetzt da eigentlich gedacht? Also ich meine eine Möglichkeit wäre Podcasts zu produzieren. Wäre das etwas, was ihr auch anstrebt? Jeder macht heute Podcasts. Jeder macht heute Podcast. Ich habe auch mal ein Podcast gemacht damit und ich komme aus, auch ursprünglich aus dem Audiobereich, also vom Radio. Ich denke, gerade was wir hier machen, ist Radio, ja. Im. Prinzip Video noch, aber es ist Radio, nichts anderes. Ich, und deshalb bin ich immer ich, hab mich sehr erstaunt über diesen Boom, weil im Prinzip ist es einfach Radio.

27:28 Man kann Radiosendungen schon lange als Podcast abonnieren, weshalb macht man jetzt macht jeder auch noch einen Podcast, also ist mir völlig rätselhaft und ist also nicht das Gefühl der der Peak ist schon wieder vorbei mit diesen Podcasts, man hat das Gefühl gehabt auch Spotify zum Beispiel, man kann viel Geld verdienen und inzwischen haben sie gemerkt, es funktioniert eben doch nicht so gut. Ja, es ist also das das Monetarisieren von Podcasts ist ein ein grosses Thema. Es war vor ein paar Jahren wirklich noch recht schwierig, weil. Die Reichweite noch nicht da war oder die Reichweite, die da war. Von den Zahlen her nicht so attraktiv war für die Werbekunden wie jene zum Beispiel von einem Onlinemedium. Oder aber das, was attraktiv ist. An einem Podcast, ist, dass man wenig Zerstreuung hat von der Zielgruppe. Also man kann es ziemlich genau ein Jahr, also wenn ich auch im Werbekunden sagt, du hast zu 100% Aufmerksamkeit, weil jemand, der einen Podcast hört, der hat hat den auf den Ohren sehr aktiv und ich glaube, das ist ein anderer Wert, wenn man, wenn man dort ja die Reichweite anschaut. Darum, glaube ich, hat auch mittlerweile ein Umdenken stattgefunden bei der Werbeindustrie. Die mussten das zuerst auch als Produkt erkennen, dass man dort lohnenswerte Werbung schalten kann, und ich glaube schon, dass es sehr viel coole Produkte gibt mittlerweile und ich bin aber gespannt, wie es weiter geht, ich würde es. Sagen aber ihr macht jetzt, ihr plant jetzt nicht gleich. Aus.

28:45 Also mein Watson gehört das nicht zur Strategie in den nächsten paar Monaten ein Podcast zu lancieren? Ich schliesse es aber nicht aus, dass wir das Mal machen werden, weil wir einen guten Brand haben. Und jetzt sieht man bei anderen Medien, bei Blick sieht man das aber auch bei. Tages Anzeiger bei allen, die beginnen jetzt gewisse Artikel. Für gewisse Artikel muss man bezahlen, bei Blick heisst glaub ich Blick plus da ist nur der Anriss da wenn man dann das Ganze dann lesen will muss man bezahlen, das heisst sie versuchen das irgendwie zu monetarisieren weil sie gemerkt haben nur von Werbung zu leben ist wahnsinnig schwierig ist etwas auch geplant bei Watson, dass hier plötzlich so ne Art Watson Abo oder Abo plus oder irgend so etwas macht? Nein, nein, Watson soll.

29:31 Zugang also, jeder soll Zugang haben zu zu Watson Watson und ich denke da gerade auch an die jüngere Zielgruppe, die vielleicht noch nicht so viel Geld hat, also. Wir wollen, dass unsere Inhalte zugänglich sind, und zwar für alle und jeden und. Das ist nicht das Abo Modell inzwischen wieder irgendwie auch bei den Jungen angekommen, eben wegen Netflix oder oder wegen Apple TV und alles oder auch wenn man irgendwie Spotify Premium abonniert, dann gibt es auch das aber das gute alte Abo der Zeitung hat sich doch inzwischen online und auch im im Fernsehen total wieder etabliert, die jungen Leute glaub ich wissen heute ich mache Netflix Abo OK es kostet was, aber ich mache das könnte man ja auch ein Watson Abo machen. Könnte man. Aber dann gehen Sie einfach auf Instagram, auf tiktok und so und informieren sich dort. Und also bisher ist wirklich nichts ähnliches geplant und das wollen wir auch in nächste.

30:21 Zukunft, weil es auch sehr schwierig ist, wenn man einerseits gewisse Artikel dann gratis macht und die anderen. Versucht man eben mit Geld zu monetarisieren, ist sehr schwierig, das dann zu unterscheiden. Dann hättest du gleich noch ein eine ein Management der Aufgabe, was ist jetzt gratis und was? Ist jetzt so und du brauchst auch eine ein gewisses Inventar an an Artikeln oder und das Inventar bei Blick und 20 oder ja nicht 20 Minuten. Sie sind auch gratis, aber beim Tages Anzeiger und so ich glaube Sie haben ein grösseres Inventar und du musst ja auch die Abopreise rechtfertigen können, was sich alles hinter der Bezahlschranke dann befinden wird. Kann es nicht einfach die 3 besten Artikel des Tages hinter einer Bezahlschranke haben und meinen, dass das dann genügt?

31:02 Zum sehr kompliziert ist, dass man dann ist. Auch so. Ja, ich bin da sehr vorsichtig. Jetzt habe ich gesehen, dass du 80% arbeitet. Kann man das als Chefredaktoren von einem Medium, das eben nicht einmal im Tag herauskommt oder sondern dass immer Leut 24 Stunden immer muss da etwas laufen auf dem Portal kann man dann 80% arbeiten? Bis jetzt gelingt es, es ist aber eine grosse Aufgabe für Selbstdisziplin. Selbstdisziplin. Weil bist du dann offline. Also wenn du jetzt wirklich frei hast, bist du dann offline, Handy abgeschaltet oder schaust du immer was läuft, was läuft? Da bin ich natürlich. Nein, natürlich nicht, aber ich bin ich. Ich habe wirklich am Dienstag, am Dienstag jeweils frei und. Das spürt man hoffentlich auch in der Redaktion, dass ich dann weg bin und das, das Handhabe ich auch wirklich so. Natürlich nehme ich mal ein Telefon ab, wenn es sein muss oder wenn es.

31:58 Eine Entscheidung braucht, das ist völlig klar, das gehört dazu. Aber es muss ein Unterschied machen, ob ich 80 oder 100% arbeite, und das ist etwas, was ich sehr stark abgesteckt habe, bevor ich diese Position angetreten bin, weil sie 80 bis 100 ausgeschrieben war, und ich sagte damals, ja, ich möchte es gerne 80 machen, würde aber gerne wissen, was das bedeutet, also kann man den Job wirklich machen vom Aufgabenbereich her, weil wenn ich ja sage, dann hab ich, dann habt ihr mein Commitment zu 100%, dass ich das machen werde. 100. Prozent 80%. Genau. Also es könnte vieles unbedingt machen. Ich will den Job gut machen, aber wenn ich merke, dass 80% dafür nicht genügen, dann wird niemand glücklich dabei und dann bin ich zum Scheitern verurteilt und darum, das musste ich sehr genau abstecken, was wie die Erwartungshaltung. So dass die Leute sagen, OK, ich arbeite 80%. Am Schluss arbeiten sie wirklich eigentlich hundertprozent oder vielleicht noch mehr, weil man ja, weil es ja nie aufhört, man kann ja ständig darüber nachdenken, was macht man jetzt, die nächste Sendung oder bei uns, was macht man den nächsten Artikel, was kommt da heraus.

33:07 Also du bist da relativ diszipliniert, du hast dich jetzt da relativ gut eingefunden, man kann das. Ja, und es geht aber nur mit einem guten Team mit guten Teamleaks. Und ich bin ja nicht die, die über alle Themen entscheidet und die Seite tagtäglich. Betreut, sondern das ist mein Team, dass das Macht und ich. Hier auf Eigenverantwortung zu setzen und starke Teamleaks zu haben, weil wenn alle immer zu mir kommen mit allem, dann bin ich zum Scheitern verurteilt mit 80%. Wenn ich aber Verantwortung übertrage und sie genau wissen, was der Auftrag ist und was wir bieten wollen, dann funktioniert. Das und du rufst dann auch nicht am Dienstag an, wenn du irgendetwas gesehen hast, was dir nicht gefällt und meldest dich in der Redaktion und kritisierst, sondern. Wenn es ein Fehler ist, der keinem Aufschub bedarf, dann, ja dann melde ich mich aber ansonsten, wenn es ein ein Feedback ist, dann kann das eben warten. Gut also man kann offensichtlich auch ein online Medium 80% ausfüllen, das finde ich gut.

34:06 Toll für alle anderen Journalisten, dass man das jetzt mal als Beispiel, als Vorbild Nadine macht das ganz zum Schluss noch 5 Sätze zum Ergänzen. Mein erster Griff am Morgen ist zur Kaffeemaschine. Und dann sofort Watson. Nein, dann ehrlich gesagt Radio einstellen und dann habe ich mein Smartphone neben mir und. Espresso. Ja, ich kann da gut. Genau, ja. Ich habe gelesen, eines deiner Hobby ist häkeln, deshalb häkeln finde ich gut, weil. Es entspannt und ich gut meine Gedanken fliessen lassen kann.

34:49 Also da bist du dann immer am Häckeln, um sich ein bisschen runter zu fahren. Ganz genau. Das ist wie Sport, also du, du beschäftigst deine Sterne ganz genau. Ja, und das ist so und das ist auch schön, wenn man das Ergebnis gerade sieht, was man macht. Also gut, das wäre ein Tippern. Entspannt die beste Redaktion in der Schweiz abgesehen von Watson ist. Ich nenne den Blicke, weil ich den Blick gut kenne und finde, sie machen einen grandiosen. Job meine grösste Schwäche ist Eurovision Song Contest. Das musst du fast schau, das wird sicher bei Watson abgebildet. Ja, also Simone Meier, unsere Gesellschaft, Journalistin sein wird das Ticken, und man wird Best bestens unterhalten. Genau.

35:36 Künstliche Intelligenz? Oder haben wir gar nicht noch nicht darüber gesprochen? Künstliche Intelligenz wird den Journalismus stark verändern, weil. Weil es ein sehr gutes Hilfsmittel ist, aber nicht. Nein. Punkt, Punkt. Punkt und deshalb noch schnell die Frage, wie setzt, setzt ihr das schon ein und wie. Wir setzen es ein bei der Kommentarfreischaltung als Unterstützung. Ansonsten schalten wir alle Kommentare wirklich manuell frei und schauen die an. Ist eine grosse Arbeit, aber die Community ist bei uns sehr wichtig und darum nehmen wir uns die Zeit dort auch, wo wir es auch einsetzen, ist für. Teaserbilder und dort? Schreiben wir uns aber sehr explizit an, dass sie mit KI. Entstehen muss.

36:23 Unbedingt. Gesagt, also wenn jetzt eine oder ein Teil eines Artikels über KI erstellt würde jetzt bei uns, dass nicht der Fall, aber muss man das dann Kennzeichen? Unbedingt ja. Sonst wäre es quasi ein Betrug am Leserein. Ich würde das wissen wollen, also als Leserin und ich, da haben wir auch letzthin Richtlinien in der Redaktion erarbeitet und diese der Redaktion kommuniziert, wie wir mit KI umgehen. Der Neugierde haben gegenüber KI aber auch immer vorsichtig sein müssen, wo wir es einsetzen und immer klar und transparent kommunizieren, wo KI eingesetzt. Wurde ganz wichtig. Also vielen dank Nadine für deinen Besuch hier im Konsumcast, weil künstliche Intelligenz und Journalismus ist eben das Thema auch am Communication Summit, da werden wir uns noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen, und zwar am 7. Februar an der ETH 18:30 Uhr beginnt es, ich würde mich freuen, wenn viele Journalisten, kommunikationsfachleute oder jedermann kann kommen, man muss sich aber anmelden, wenn man nicht vereinsmidis muss man dafür eintritt. Sonst ist der Eintritt frei.

37:30 Vielen Dank und vielen Dank fürs Zuhören. Den Konsumcas gibt es überall dort, wo es Podcasts gibt oder Videocasts, also zum Beispiel auf Youtube, auf Spotify oder auf Apple sind wir zu hören, fin und zu sehen offenbar genau auf youtube, vielen Dank fürs Zuhören und zuschauen und in diesem Sinne bis bald, bis zum nächsten Mal.