#45 | Wer in KI-Antworten nicht vorkommt, existiert nicht | Gast: Jonas Paul Klatt, OnRepConsulting
Mehr als die Hälfte der Inhalte im Internet stammt heute von KI-Systemen. Der Nutzer merkt es kaum, denn selbst Werkzeuge, die KI-generierte Texte erkennen sollen, versagen dabei verlässlich. «Man kann einen menschlichen Text reingeben und dann sagen die: 13 Prozent KI», sagt Jonas Paul Klatt. Das Internet werde täglich weiter mit Artikeln, Beiträgen, Videos und Bildern geflutet – synthetisch, kaum von echten Inhalten zu unterscheiden.Klatt ist 24 Jahre alt, Gründer von On-Rap Consulting https://onrepconsulting.de/ in Frankfurt und hat nach eigenen Angaben bereits mit über 25'000 Unternehmern gesprochen. Sein Spezialgebiet ist Online-Reputation – aber nicht mehr nur im Sinne von Google-Bewertungen. Ihn beschäftigt eine fundamentalere Verschiebung: Was passiert, wenn nicht mehr Menschen, sondern KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini darüber entscheiden, welches Unternehmen sie weiterempfehlen?Google, einst verlässlicher Gatekeeper, hat diese Rolle längst eingebüsst. Die KI-Übersichten des Suchriesen beinhalten nach Klatts Beobachtung «super viele falsche Informationen» – und Google selbst weist mittlerweile mit einem Hinweis darauf hin, dass KI-Antworten Fehler enthalten können. Die anderen Systeme – ChatGPT, Perplexity, Claude – seien im Wesentlichen gleichwertig: «Die KI hat am Ende des Tages nur eine Aufgabe: den Nutzer so lange am Ball zu behalten wie möglich. Und dafür ist sie auch bereit zu lügen.»Für Unternehmen hat diese Entwicklung eine konkrete Konsequenz: Wer in KI-Antworten nicht auftaucht, existiert schlicht nicht mehr – weder für potenzielle Kunden noch, zunehmend, für Bewerberinnen und Bewerber. Die Generation Z nutzt ChatGPT, um Arbeitgeber in ihrer Region zu recherchieren. «Und wenn man da nicht auftaucht, ist man einfach nicht mehr da», sagt Klatt. Das Prinzip dahinter ist eines, das er als «Winner takes all» beschreibt: Wo früher eine Suchanfrage 20, 30 oder 50 Ergebnisse lieferte, serviert die KI noch zwei oder drei – und der Nutzer weiss nicht, dass es andere gibt, die vielleicht genauso gut wären.Der naheliegende Reflex – die eigene Website für KI zu optimieren – greift zu kurz. Der Begriff «Generative Engine Optimization» (GEO) mache im Moment die Runde, beschreibe aber vor allem den technisch-strukturellen Teil einer Website. Das eigentliche Problem liege anderswo: Externe Erwähnungen, also alles ausserhalb der eigenen Domain, seien fünf- bis sechsmal wichtiger als die Website selbst. Gute, altmodische PR ist damit zur strategischen Grundlage für KI-Sichtbarkeit geworden. «Man muss sich als Firma eine Art Online-Reputationsinfrastruktur aufbauen», so Klatt.Konkret bedeutet das: umfangreiches Bewertungsmanagement auf autoritativen Plattformen wie YouTube und LinkedIn, ausführliche schriftliche Erfahrungsberichte von Kunden, Video-Fallstudien. Auf LinkedIn empfiehlt Klatt statt hektischer Posts sogenannte LinkedIn Articles – bis zu 100'000 Zeichen, strukturiert wie ein SEO-Text mit klaren Überschriften, FAQ-Sektionen und vollständigen Antworten auf realistische Nutzerfragen. «YouTube ist eine der meistzitierten Quellen überhaupt», sagt er. Bezahlte Werbung hingegen helfe gar nichts: KI erkennt das.Bei negativen Inhalten im Netz – Falschbewertungen, Hate-Kommentare, falsche Darstellungen – empfiehlt Klatt, zuerst die Betreiber direkt zu kontaktieren und im Zweifelsfall rechtliche Schritte einzuleiten. Wer als Unternehmen jedoch durch einen grossen, negativen Presseartikel kompromittiert worden ist, hat kaum Optionen: «Dann hat man eigentlich auf alle Zeiten verloren.» Was bleibt, ist, die negativen Signale durch eine konsequente Flut positiver Inhalte zu überlagern.Messbar wird der eigene KI-Auftritt über Prompt-Tracking – Klatts Firma hat dafür eine eigene Software entwickelt – sowie schlicht über die Frage an Neukunden, woher sie auf das Unternehmen aufmerksam wurden.
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Jonas Paul Klatt 00:00:20 Herzlich willkommen. Unser heutiger Gast ist Jonas Paul Klatt. Herzlich willkommen, Jonas. Jonas. Hallo, Jonas. Ich stell dich kurz vor. Jonas ist 24 Jahre alt, Gründer von On Rap Consulting in Frankfurt und ein Unternehmer, der schon früh angefangen hat mit 15. Programmierte erste Website, mit 18 eine kaufmännische Ausbildung bei Mercedes Benz ab und gründete direkt danach seine erste GmbH. Seither hat er mit über 25.000 deutschsprachigen Unternehmern gesprochen. Sein Kernthema ist Online Reputation, aber nicht mehr nur im klassischen Sinne von Google Bewertungen und Suchmaschinenoptimierung. Jonas Paul Klatt beschäftigt sich mit einer neuen, drängenden Frage Was passiert, wenn nicht mehr Menschen, sondern Systeme wie z. Cloud oder Gemini entscheiden, welches Unternehmen sie weiterempfehlen. Wer in diesen Antworten nicht vorkommt, existiert schlicht nicht. Darüber sprechen wir heute. Hoffe, das war alles so korrekt. Jonas Was ich da über dich erzählt habe?
Christoph Soltmannowski 00:01:21 Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Ja, das ist richtig. Thema KI Sichtbarkeit ist ja aktueller denn je.
Jonas Paul Klatt 00:01:28 Aktueller denn je, kann man sagen.
Jonas Paul Klatt 00:01:30 Ja. Man hört, dass an allen Orten ein großes Thema. Jonas Du sagst ja, dass mehr als die Hälfte des Internets bereits aus KI generierten Inhalten besteht. Woran merke ich, dass als normaler User überhaupt noch?
Christoph Soltmannowski 00:01:45 Ja, man selber merkt es eigentlich gar nicht, weil man kann ja kaum noch unterscheiden zwischen KIGenerierten Inhalten oder echten Inhalten. Ich meine selbst diese Webseiten, die analysieren, ob jetzt Inhalte von KI generiert wurden oder nicht, können es auch nicht mehr unterscheiden. Also man kann da auch einen menschlichen Text reingeben und dann sagen die ja 13 % KI. Also das kann man gar nicht mehr unterscheiden. Tatsächlich?
Jonas Paul Klatt 00:02:13 Also KI klingt ja nach einem Phänomen, das irgendwo so im dunklen Netz, im Darknet oder weiß ich was passiert. Aber es ist auch längst im Mainstream angekommen, sozusagen kann man sagen.
Christoph Soltmannowski 00:02:24 Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also das Internet wird jeden Tag immer mehr zugemüllt mit allen möglichen Artikeln, allen möglichen Beiträgen, Webseiten, aber natürlich mittlerweile auch extrem viel mit KI Videos, KI Bildern, die mittlerweile so gut sind, dass man wirklich überhaupt nicht mehr entscheiden kann, was da jetzt echt ist oder was da nicht echt ist, sondern es ist halt echt schwierig.
Jonas Paul Klatt 00:02:52 Jetzt habe ich das so verstanden, dass die Algorithmen, sogar diese minderwertigen Inhalte noch belohnen. Ist das so?
Christoph Soltmannowski 00:03:00 Ja, also belohnen würde ich jetzt mal nicht sagen, aber die haben an sich einen gleichen oder ähnlichen Stellenwert wie auch normale Inhalte, weil selbst große Webseiten, die viel Traffic haben, die viel Reichweite haben, publizieren ja super viel auch KI generiert und auch von dort wird halt der Inhalt gezogen. Und ich meine, gerade wenn jetzt jemand was ganz spezifisches zum Beispiel in Google eingibt oder in Chat GPT eingibt und irgendeine mysteriöse Webseite exakt diese Fragestellung bearbeitet, in welcher Form, dann greift halt die KI und auch die KI von Google natürlich auf diese Webseite zu und nimmt dann einfach die Inhalte. Man kann es ja gar nicht prüfen, ob das jetzt Wahrheit ist oder nicht.
Jonas Paul Klatt 00:03:51 Also Google galt ja lang als verlässlicher Gatekeeper. Hat Google diese Rolle jetzt verloren?
Christoph Soltmannowski 00:03:56 Ja, auf jeden Fall. Ja, weil. Man muss es nur selber mal prüfen, diese Google KI Antworten oder auch diese KI Übersicht, die beinhaltet einfach super viele Falschinformationen.
Christoph Soltmannowski 00:04:11 Ich habe jetzt gesehen, die haben jetzt glaube ich seit eins zwei Monaten auch extra eine Deklaration drinne wo drin steht. Diese KI Antwort kann Fehler beinhalten, weil dies auch selber wissen und die selber behaupten halt ja, das ist ja nicht die Mehrheit. Die meisten Sachen stimmen ja und deswegen lassen wir das einfach.
Jonas Paul Klatt 00:04:32 So jetzt ist es ja so viele gehen gar nicht mehr auf Google, sondern die fragen einfach bei Chat Perplexity ist das dann besser oder sogar noch schlechter oder wie würdest du das?
Christoph Soltmannowski 00:04:46 Also ich würde es gleich werten. Man hat bei uns in der Firma auch schon öfters mal Vergleiche gemacht, was dann so an Antworten auf dieselben Fragen rauskommt, dass es eigentlich fast überall immer so ziemlich das gleiche, was rauskommt. Deswegen Ich glaube, dass es weder besser noch schlechter was da rauskommt. Nur ist das Problem halt grundsätzlich zum Beispiel bei Chatgpt und auch bei Perplexity und bei Cloud, dass die KI Systeme halt am Ende des Tages nur eine Aufgabe haben und zwar den Nutzer so lange am Ball zu behalten wie möglich. Und dafür ist die KI halt auch bereit zu lügen.
Christoph Soltmannowski 00:05:25 Also das heißt völlig irrelevant was man die KI fragt. Die KI wird immer behaupten, sie wird es wissen, also so Hochstapler mäßig und wird dann aber um dieser Meinung das ich weiß auch gerecht zu werden gerne Lügen und Fehlinformationen geben. Einfach nur um einem das ja zu sagen, was man hören möchte. Das ist halt schwierig. Ja.
Jonas Paul Klatt 00:05:50 Also es ist diesmal eben Fehlinformation, aber dann geht es ja auch um Sichtbarkeit. Bisher gab es da Suchmaschinenoptimierung, also SEO oder SEO oder wie man es nennt. Und jetzt müssen wir alle umdenken. Ja, was? Wenn du jetzt mit Unternehmen sprichst, was sind da so die häufigsten Fehlentscheidungen, die in dieser Hinsicht noch getroffen werden?
Christoph Soltmannowski 00:06:13 Also das größte Problem, was ich sehe, ist, dass es viel zu viele Falschwahrheiten gibt in dem Bereich. Das ist wieder das gleiche. Wenn man jetzt Chatgpt fragt wie kann ich in Chatgpt und anderen Systemen sichtbarer werden, wie kann ich da meine Webseite optimieren? Dann kommt halt auch dort wiederum hauptsächlich nur Stuss raus, weil die weiß es ja selber auch nicht.
Christoph Soltmannowski 00:06:37 Also erstens geben die KI Modelle gar keinerlei Daten raus. Man kann gar nicht sich irgendwie anhand von Analysen anschauen, was da genau gesucht wird. Die einzige Möglichkeit die man hat, ist sogenanntes Tracking. Das heißt, dass man einfach verschiedene Prompts austestet und dann die Quellen in den Antworten trackt, um dann rauszufinden, auf was zugegriffen wird. Also grundsätzlich der größte Fehler, den die Unternehmen machen, mit denen wir so sprechen, ist, dass sie denken, wenn sie jetzt ein paar Optimierungen auf der Webseite machen, dass die, dass diese Thematik gelöst ist. Es ist halt so, dass es auch viele Gurus gibt in dem Bereich, da ist im Augenblick so dieser Begriff sehr populär. Das ist so generative Engine optimization, also quasi das gleiche wie SEO nur für KI Systeme. Das Problem ist halt bei GEO, das ist eigentlich eher so, der technische strukturelle Part von der Webseite ist. Wenn man sich aber mal anschaut, dass externe Erwähnungen, also alles außerhalb der Webseite 5 bis 6 mal wichtiger ist als die eigentliche Webseite, dann muss man sich schon fragen, ob das überhaupt Sinn macht, jetzt so viel auf der Webseite zu optimieren oder ob man nicht eine ganzheitliche Strategie braucht.
Jonas Paul Klatt 00:07:55 Das heißt ja. Mit anderen Worten man muss dafür schauen, was andere über einen schreiben oder berichten. Also eigentlich so die klassische Aufgabe der Public Relations. Schaue, dass andere dich gut bewerten oder dich erwähnen.
Christoph Soltmannowski 00:08:13 Ja, also PR ist ein sehr großer Part und auch relevanter Part. Vor allem, weil man da natürlich auch externe Quellen hat, die seriös sind und die natürlich auch vielleicht schon seit zehn, 20 Jahren irgendwie eine Webseite haben, regelmäßig News publizieren usw. Da ist es aber wiederum nicht so einfach reinzukommen. Es ist immer nur einfach reinzukommen in die Medien sage ich mal, die halt auch dann Inhalte verkaufen oder ähnliches. Und das ist dann auch wiederum was, was die KI mittlerweile auch erkennt. Das heißt auch bezahlte Werbung oder so bringt auch überhaupt nichts. Es ist im Grunde genommen oder man muss sich so vorstellen, man muss eigentlich als Firma sich so eine Art Online Reputationsinfrastruktur aufbauen. Denn die KI Modelle, die greifen ja nicht nur auf die Webseite zu, sondern auf die kompletten Inhalte, die es im gesamten Internet gibt.
Christoph Soltmannowski 00:09:07 Und da gibt es immer so zwei Szenarien. Das eine Szenario ist, was passiert, wenn jetzt jemand die KI nach meinem Unternehmen fragt, also zum Beispiel wie seriös ist der Anbieter? Kann ich dem vertrauen? Macht es Sinn? Das zweite Szenario ist Was ist, wenn jemand nach einer Lösung oder nach einem Angebot sucht, was ich liefern kann, der mich noch gar nicht kennt? Wie tauche ich dort auf? Und beides geht sehr einfach zu beeinflussen, indem man einfach auf der einen Seite das Thema Bewertungsmanagement massiv ausbaut. Das zeigt der KI einfach Hey, da ist jemand, der hat, der hat der erzählt nicht nur selber auf der Webseite, wie toll er ist, sondern es gibt etliche Erfahrungen. Und auch hier muss man das wirklich in in epischer Breite machen. Dieses Bewertungsmanagement, das reicht da nicht mehr, irgendwie ein paar Bewertungen auf den Google my Business Account zu haben. Oder bei Trustpilot. Man muss da wirklich hergehen, ausführliche schriftliche Erfahrungsberichte ausarbeiten, vielleicht auch Video Fallstudien mit Kunden aufzuzeichnen und diese dann auch außerhalb der Webseite zu platzieren, zum Beispiel bei autoritären Plattformen wie YouTube, LinkedIn usw, wo die KI natürlich auch sehr gerne zugreift.
Christoph Soltmannowski 00:10:24 Also Bewertungsmanagement ist da ein extremer Hebel. Und dann aber natürlich auch, dass man einfach die die Reichweite oder die Autorität von anderen Plattformen verwendet, indem man zum Beispiel bei LinkedIn einfach mal anfängt, regelmäßig sehr ausführliche strukturierte Artikel zu posten. Also nicht das, was alle machen, den ganzen Tag irgendwie rum posten, wie sie gerade mit dem Chef ein Eis gegessen haben oder was sie jetzt gerade Neues erlebt haben, sondern LinkedIn Articles. Und da kann man bis zu 100.000 Zeichen veröffentlichen und es wird immer mehr von KI zitiert mittlerweile. Das ist genauso gut, wie wenn man in irgendeinem Medium drin ist. Genauso YouTube. Eine der meist zitierten Quellen überhaupt. Also es gibt da schon sehr, sehr viele Möglichkeiten, wie man da die Antworten beeinflussen kann.
Jonas Paul Klatt 00:11:13 Und dann geht es ja nicht nur um, dass man da eben 100.000 Zeichen drauf tut, sondern das muss ja auch in einer bestimmten Form, nämlich strukturiert sein, oder? Frage Antwort mäßig oder weiß ich was? Was gibt es da zu beachten?
Christoph Soltmannowski 00:11:27 Also man muss halt auf der einen Seite sich genau überlegen, was sind denn realistische Suchanfragen, die auch wirklich gestellt werden? Also was geben Menschen wirklich ein, Was interessiert die Menschen wirklich? Wenn man sich jetzt einfach so einen Artikel von KI generieren lässt.
Christoph Soltmannowski 00:11:44 Ohne den richtigen Kontext hat man halt wiederum das Problem, dass dieser Artikel vielleicht auch nicht ganz so der Wahrheit entspricht. Also grundsätzlich müssen die Artikel ganz klar aufgebaut sein, wie auch bei klassischem SEO mit H1, h2, h3, dass man halt einfach die Überschriften hat, dass man das alles ordentlich in Fragen formuliert, dass man zum Beispiel am Ende von einem Artikel jeweils auch noch mal ein paar FAQ's mit einbaut und dass man die Fragen wirklich vollständig beantwortet, so dass sie ein 6-jähriger versteht. Also man kann durchaus auch Artikel selber schreiben, ohne jetzt KI zu verwenden. Und die KI wird die dann auch richtig lesen und interpretieren können. Wichtig ist halt nur umso, umso spezifischer, umso besser. Haben wir jetzt bemerkt, wenn man jetzt. Ich gebe mal ein Beispiel wenn man jetzt. Ein IT Dienstleister ist und man schreibt jetzt einen Artikel, zum Beispiel Was ist jetzt die beste Software für das und das? Dann sollte dieses Thema sehr spezifisch sein. Das reicht jetzt nicht, wenn ich sage, Was ist die beste Vertriebssoftware, zum Beispiel für KMU? Das ist halt viel zu breit, da wird man niemals vorbeikommen an Hubspot, Pipedrive, salesforce Da gibt es gar keine Chance.
Christoph Soltmannowski 00:13:05 Aber umso spezifischer Ich gehe. Was ist, wenn ich sage Hey, was ist das beste Vertriebs CRM für Dienstleister mit erklärungsbedürftigen Angeboten, die ein Sales Cycle von einer Woche haben, zum Beispiel. Das ist wiederum sehr spezifisch und halt dann auch für die KI relevanter.
Jonas Paul Klatt 00:13:24 Was kann man denn? Also du sagst ja Online Reputation. Es geht um die unglaubwürdige Online Reputation. Was kann man denn? Kann man denn gegen irgendwelche Fake News und Halluzinationen und falsche Informationen irgendwas tun?
Christoph Soltmannowski 00:13:39 Also meinst du jetzt dagegen, dass die KI was ausspuckt, was gar nicht stimmt?
Jonas Paul Klatt 00:13:44 Dass irgendwas im Netz existiert über eine Firma, was nicht der Wahrheit entspricht?
Christoph Soltmannowski 00:13:50 Also wenn so etwas macht.
Jonas Paul Klatt 00:13:52 Ja.
Christoph Soltmannowski 00:13:53 Also es gilt die Dinge natürlich zu entfernen. Im besten Fall geht man da erstmal ja so vor, dass man den denjenigen Betreiber erstmal kontaktiert. Falls es nicht möglich ist, kann man natürlich dort auch über Anwälte gehen oder ähnliches. Genau das gleiche ist auch, wenn es jetzt irgendwelche Negativbewertungen gibt, die nicht der Wahrheit entsprechen. Fakebewertungen auch da kann ich einem nur ans Herz legen, wirklich einfach eine Kanzlei zu beauftragen.
Christoph Soltmannowski 00:14:24 Also wir haben da auch Partner, mit denen wir arbeiten. Wenn es jetzt um Themen geht, die ja in so eine Richtung driften, sage ich mal, wenn es wirklich Menschen gibt, die Hate Kommentare machen, Menschen gibt, die negative Einträge machen, irgendwelche Webseiten machen, wozu man nichts machen kann. Wenn man jetzt als Firma wirklich irgendwie irgendwas gemacht hat, was keine Ahnung gegen eine Moral verstößt oder ähnliches und man hat jetzt einen großen PR Artikel bei einem großen Medium. Dann hat man eigentlich auf alle Zeiten verloren. Also kann man, ja, kann man, kann man nicht so viel machen. Man kann es nur mit weiterem positiven Inhalt quasi übertönen, dass das nicht mehr so rüberkommt. Aber an sich. Kann man da nicht viel machen. Also was man machen kann, ist natürlich der KI es so einfach zu machen wie möglich. Was wir immer machen, zum Beispiel mit den Kunden, ist wir schauen uns an, was sind die häufigsten Fragen, die potenzielle Kunden stellen? Was sind die häufigsten Einwände, die potenzielle Kunden haben, die häufigsten Zweifel und machen dazu ausführliche Artikelbeiträge, Videos, die das im Detail erklären, so dass wenn die KI dann auch dementsprechend die Frage bekommt ist dieser Anbieter seriös? Dann gibt es zumindest beide Seiten, dann wird das auch im Detail erklärt.
Christoph Soltmannowski 00:15:47 Und das ist dann auch wiederum positiv.
Jonas Paul Klatt 00:15:49 Aber wenn man solche Inhalte erstellt, spielt es dann eine Rolle, ob man die ganz herkömmlich macht oder ob man auch da die KI arbeiten lässt und involviert, um solche Inhalte vorzustellen?
Christoph Soltmannowski 00:16:02 Ich meine, heutzutage macht es ja auf jeden Fall Sinn, die KI mit einzubinden. Also ich meine, die kann es ja viel schneller und auch teilweise besser als wir. Nur ist es halt so, dass wenn man jetzt zum Beispiel spezifische Blogartikel oder Posts veröffentlichen möchte, dann machen die meisten halt den Fehler, dass sie das komplett die KI machen lassen. Also man sollte halt grundsätzlich. Man kann ja zum Beispiel auch einfach reinsprechen. Wenn man jetzt sagt Hey, ich möchte einen Artikel machen zu dem und dem Thema Ich gebe dir mal jetzt fünf Minuten mein Input, was da drin stehen soll. Ich stell mir dann mal noch ein paar Rückfragen, was noch zusätzlich rein könnte, dann kann ich dir das beantworten. Dann beantwortet man die Fragen. Dann bekommt man dementsprechend auch richtig, richtig gute Inhalte raus, die auch von einem selber sind.
Christoph Soltmannowski 00:16:52 Weil man kann ja auch zu dazu sagen Hör auf, irgendwas dazu zu halluzinieren, Hör auf, irgendwelche Inhalte aus dem Internet zu nutzen, nutze einfach das, was ich dir gesagt habe. Und so funktioniert es wunderbar bei uns.
Jonas Paul Klatt 00:17:06 So wie ich das gehört habe, ist das, was wir jetzt gerade machen, einen Podcast. Und wenn wir davon ein Transkript machen, ein besonders wertvoller, in Anführungszeichen wertvoller Beitrag für GEO. Weil es authentisch ist, weil da zwei Leute miteinander gesprochen haben und das überhaupt nicht irgendwie synthetisch ist. Kannst du dem zustimmen?
Christoph Soltmannowski 00:17:26 Richtig. Richtig. Also man muss sich halt nur überlegen, wie will man das Transkript verwenden? Also bei YouTube hat man ja immer automatisch ein Transkript. Ich meine, die KI kann ja auch selber die Videos quasi in Windeseile durchschauen. Grundsätzlich müsste man sich halt überlegen, kann man das dann vielleicht noch als Blogartikel veröffentlichen? Kann man dazu vielleicht noch einen LinkedIn Post machen usw, dass man es halt so viel streut wie möglich. Aber grundsätzlich ist es eine authentische Interaktion. Die Frage ist nur möchte die KI, dass die Öffentlichkeit weiß, dass sie so viel halluziniert und dass sie eigentlich total viel Lügen verbreitet und eigentlich für die Leute teilweise eine riesige Gefahr darstellt? Das eher weniger bei dem Thema jetzt.
Jonas Paul Klatt 00:18:13 Ja, aber wenn ich jetzt das machen wir ja so wir machen jeweils ein Transkript von diesen Gesprächen und machen daraus auch einen Artikel, der dann in einem Fachmagazin IM und Co veröffentlicht wird. Was wir aber auch machen ist, dass ich jetzt den jeweils den jeweiligen Gesprächspartnern nochmal zum Gegenschlag zusenden, damit da wirklich nichts drin ist, was die KI erfunden hat oder was missverstanden wurde. Also so praktizieren wir das eigentlich oder gibt es da sonst noch irgendwas zu beachten, wenn man, wenn man so vorgeht mit Inhalten.
Christoph Soltmannowski 00:18:46 An sich nicht. Es ist halt sehr relevant, wie dann die Headline gestaltet wird, also die Headline, die Überschrift ist. Die ist dann halt alles. Oder auch die Beschreibung des YouTube Videos. Selbst wenn man es hochlädt, ist extrem relevant, dass die KI das dann richtig einordnen kann und auch darauf zugreifen kann.
Jonas Paul Klatt 00:19:05 Das ist ein guter Aspekt. Ist denn das Klassische die klassische Suchmaschinenoptimierung SEO? Ist das eigentlich jetzt gestorben oder nicht mehr gültig? Oder muss man das nach wie vor auch noch machen?
Christoph Soltmannowski 00:19:17 Das muss man nach wie vor auch noch machen.
Christoph Soltmannowski 00:19:19 Also ich meine, bei SEO gibt es ja auch wiederum unterschiedliche Möglichkeiten. Also man kann ja entweder jetzt auf der Webseite seine Keywords optimieren. Genau das gleiche kann man machen mit vollständigen Fragen, die halt häufig gestellt werden, potenziell in KI Systemen. Dann das Thema Backlinks. Das wird immer wichtiger, dass man einfach Links bekommt von autoritären Domains, die seriös sind. Dass die eigene Webseite einfach als vertrauenswürdiger eingestuft wird, ist auch für die KI relevant. Oder auch das Thema eben externe Erwähnungen usw. Also SEO ist nach wie vor sehr wichtig und auch die Grundlage am Ende des Tages für die Sichtbarkeit. Also SEO ist auch nicht tot. Also ich habe auch schon mit Unternehmen gearbeitet, die im Augenblick auch noch über die organische Suche bei Google super viele Anfragen, super viele Bestellungen gewinnen. Also auch die klassische Suche ist ja nicht tot, nur die verändert sich halt und die verschiebt sich halt extrem, weil man es mittlerweile so einfach bekommt wie möglich, wenn man halt direkt eine Antwort bekommt. immer und gar nicht mehr selber recherchieren muss.
Jonas Paul Klatt 00:20:30 Also ich höre jetzt so raus. Das geht vor allem um Fragen und Antworten Auch Was ist denn daran anschließend? Was ist denn eine Frage, die dir am häufigsten gestellt wird, wenn du Unternehmen berätst in Sachen online Reputation?
Christoph Soltmannowski 00:20:45 Also meistens ist es so, dass die Unternehmen gar keinen klaren Plan haben und auch eigentlich keine Lust haben, sich mit dem Thema zu befassen, weil sie sowieso wissen, dass sich jeden Tag was verändert und deswegen einfach einen strategischen Partner haben wollen, der da in der Praxis mit vielen Unternehmen arbeitet und das mit denen ordentlich umsetzt, so dass es auch funktioniert. Weil ich habe jetzt oft schon gehört von Unternehmen, dass die dann anfangen, Ja, lass uns doch das vielleicht erstmal intern probieren. Unser Mitarbeiter hat da irgendwie was mit Chatgpt probiert und so und da muss ich schon immer so die Augen verdrehen und denken wird dann ja gut, kommt dann, probiert es mal aus und dann kommt in zwei Monaten noch mal auf uns zu. Schauen wir mal, was sich getan hat.
Jonas Paul Klatt 00:21:29 Die Unternehmen haben ja auch eine gewisse Verantwortung in dem Bereich, kann man sagen, oder?
Christoph Soltmannowski 00:21:34 Auf jeden Fall.
Christoph Soltmannowski 00:21:35 Also wenn wir jetzt mal ein ganz wichtiges Thema, was da komplett außer Acht gelassen wird, betrachten zum Beispiel das Thema Mitarbeitergewinnung. Azubi Gewinnung Da ist vorbei. Die Generation Z. Die ist aufgewachsen damit die lebt damit den ihr bester Freund und welche Unternehmen das jetzt noch nicht checken den ist echt nicht mehr zu helfen. Also weil die Fragen wirklich welchen Arbeitgeber kannst du mir hier bei mir in der Region empfehlen? Das und das? Und die KI kennt ja auch diese Person. Und wenn man da nicht auftaucht, dann ist man einfach nicht mehr da. Man ist einfach nicht mehr da, weil es gibt so ein Prinzip bei KI Systemen und das macht das ganze auch so verheerend. Das ist so ein bisschen so wie Monopolbildung eigentlich, weil es gibt hier das Winner takes all Prinzip Früher jemand sucht, was jemand findet 10203050 Möglichkeiten, kann sich selber durchklicken, sich selber einlesen und sich selber entscheiden. Die KI nimmt einem jetzt aber diese Recherchearbeit und liefert anstatt 20 Möglichkeiten nur noch drei oder zwei oder eine. Die Frage ist, wer ist diese Möglichkeit? Wenn ich nur drei Möglichkeiten auf dem Silbertablett serviert habe, es aber noch 20 andere gibt, die vielleicht gleich gut sind oder noch besser? Dann weiß ich als Nutzer das nicht und entscheide mich für den, der sichtbar ist.
Christoph Soltmannowski 00:23:00 Und das ist halt ein riesiges Problem. Was viele noch nicht verstehen, dass die Auswirkungen davon viel größer sind, wie man denkt.
Jonas Paul Klatt 00:23:08 Also man muss ein Winner werden, aber wie merkt man dann überhaupt, dass man das geschafft hat? Kann man das dann irgendwie? Kann man die Online Reputation auch messen.
Christoph Soltmannowski 00:23:16 Man kann es auf der einen Seite messen durch Tracking. Also wir haben ja eine eigene Software entwickelt die letzten zwei Jahre, wo man dann auch anhand von einem Zeitstrahl immer schön sieht, wie verändert sich die Sichtbarkeit in den KI Systemen? Aber am Ende des Tages lässt sich das am einfachsten messen, indem man die Leute fragt, wie sie einer auf einen aufmerksam geworden sind. Das ist die einfachste Möglichkeit. Man kann ja auch den Traffic, also die Besucher auf der Webseite tracken und kann immer sehen, von wo kam die. Und da gibt es auch bei vielen Webseitenbetreiber die Möglichkeit zu sehen, okay, der kann über Chatgpt zum Beispiel. Und der kann darüber zum Beispiel auch meine Frau, die hat einen Onlineshop, da haben wir auch ein paar Sachen so gemacht und die kriegt jetzt regelmäßig plötzlich ihre Bestellung einfach über Chat und steht immer neue Bestellung.
Christoph Soltmannowski 00:24:04 Quelle Chat Gpt neue Bestellung. Quelle ist voll interessant.
Jonas Paul Klatt 00:24:08 Also das wird, das wird automatisch angegeben oder das müssen die Leute, die bestellen müssen angeben an wo sie auf das Angebot hingewiesen wurden.
Christoph Soltmannowski 00:24:17 Das wird automatisch angeboten.
Jonas Paul Klatt 00:24:19 Ah, cool. Ja, Ja, es ist ein sehr weites Feld. Wir sind ein bisschen von den ursprünglichen Fragen abgewichen, aber das war sehr interessant und sehr gehaltreich. Wer noch mehr von dir wissen will oder deine Expertise in Anspruch nehmen will, kann sich bei dir melden. Und das werden wir. Consulting und Kontakt werden wir alles in die Shownotes schreiben. Dann danke ich dir ganz herzlich. Oder haben wir noch einen ganz wichtigen Aspekt vergessen, den wir noch kurz besprechen könnten?
Christoph Soltmannowski 00:24:50 Eine Sache möchte ich vielleicht noch den Leuten mitgeben Das hat jetzt gar nichts mit Business oder so zu tun, sondern einfach nur, wenn man selber auf die Suche geht und irgendwelche Informationen haben möchte oder irgendwas recherchieren möchte oder sich für irgendwelche Themen interessiert und grundsätzlich immer gerne das Internet dafür verwendet, dann empfehle ich komplett Abstand zu halten von den KI Modellen und einfach ganz klassisch bei Google das eins zu geben, eine seriöse Webseite zu suchen, die auch wirklich eine Domain hat, die man auch kennt und die auch wirklich seriös ist und sich dann ganz klassisch wie früher die Zeit zu nehmen und sich einzulesen und die Themen wirklich zu verstehen und sich sein eigenes Bild zu machen und sich nicht von der KI irgendwas vorgaukeln zu lassen, was am Ende gar nicht stimmt und was oft nur heiße Luft ist.
Jonas Paul Klatt 00:25:44 Das ist ein wichtiger Hinweis. Vielen Dank. Und ja, eben für alles weitere kann man sich gerne an Dich wenden. Vielen Dank, dass du hier mitgemacht hast. Jonas Und viel Erfolg auch in Zukunft. Danke schön.
Christoph Soltmannowski 00:25:56 Danke! Hat mich gefreut. Und dann bis zum nächsten Mal.
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