#41 | Wenn der Gast ein Avatar ist | Gast: Pasquale de Sapio, bzw. sein AI-Twin
Im Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» der Stiftung Text Akademie spricht Moderator Christoph Soltmannowski mit dem digitalen Zwilling von Audio-Engineer und KI-Experte Pasquale de Sapio. Das Besondere: Der Gast ist nicht physisch anwesend – sondern als KI-gestützter Avatar.Was passiert, wenn ein Podcastgast gar kein Mensch ist – zumindest nicht im herkömmlichen Sinn? Genau dieses Experiment wagt die aktuelle Folge. De Sapio, Absolvent des SAE Institute und erfahrener Produzent mit Stationen in Radio, Film und Musik, nimmt als sogenannter AI Twin am Gespräch teil. Sein digitaler Zwilling basiert auf seinen realen Aussagen, seiner Stimme und seinem Fachwissen – und wirft damit grundlegende Fragen auf: Wo endet der Mensch, wo beginnt die Maschine?De Sapio sieht in AI Twins zunächst enormes Potenzial: Skalierbarkeit, Mehrsprachigkeit und Effizienzgewinne machen digitale Zwillinge zu einem vielversprechenden Werkzeug in der Medienproduktion. Gleichzeitig warnt er vor Risiken wie Vertrauensverlust und fehlender Transparenz. Die zentrale Frage laute: Wie lässt sich die Technologie nutzen, ohne Würde und Vertrauen zu verlieren?Die Diskussion zeigt, wie tiefgreifend sich die Kreativbranche verändert. Klassische Berufsbilder weichen zunehmend hybriden Profilen – vom Content Creator bis zum Prompt Designer. KI beschleunige zwar kreative Prozesse massiv, doch Urteilsvermögen und Verantwortung müssten beim Menschen bleiben. Empathie, kulturelles Gespür und Lernbereitschaft seien die Schlüsselkompetenzen der Zukunft.Als Gründer der AI Media Agency versteht de Sapio sein Unternehmen als Brücke zwischen Technik und Gestaltung. Neue Workflows, tiefes Verständnis für KI-Tools und ein Fokus auf die Idee statt auf das Tool selbst unterscheiden den Ansatz von der klassischen Agentur. Kunden zeigten sich oft überrascht, wie schnell erste Visualisierungen entstehen – und wie diese als neue Diskussionsgrundlage dienen.Besonders am Herzen liegen de Sapio zwei Initiativen: Der AMA Award macht innovative KI-Projekte sichtbar, der Creator Day vermittelt Wissen zu KI-gestützter Content-Produktion praxisnah. Beides seien Antworten auf die wachsende Notwendigkeit von Austausch und Weiterbildung in einer Branche im Umbruch.
0:16 Willkommen zu einer speziellen Folge unseres Podcasts heute mit einem Gast, der eigentlich gar nicht da ist und irgendwie doch pasqual de Sapio ist diese Woche nämlich im Urlaub und weil meine Anfrage ziemlich kurzfristig kam, haben wir eine pragmatische Lösung gefunden. Ganz konkret heißt, dass diese Podcast Folge wurde mit einem EA wat wat, wenn von pasqual de Sapio umgesetzt, die Stimme. Basiert auf einem Stimmdatenmodell, das seine Tonalität und Sprechweise Nachbildet. Das Bild wurde als digitale Adaption von Fasquale auf unser Podcast Setup übertragen und anschließend mittels Text to Video so umgesetzt, dass dieses exklusive Interviewformat entstehen konnte.
1:00 Mit anderen Worten, der echte Christoph spricht heute mit dem künstlich erzeugten Pasquale. Keine Sorge, inhaltlich bleibt Pasquale Pasquale nur Anreise, Garderobe und Jetlag fielen diesmal weg, in diesem Sinn willkommen zu einem Gespräch irgendwo zwischen Ferienvertretung Zukunftstechnologie und der vielleicht effizientesten Podcastproduktion dieser Woche, Pasquale, oder besser gesagt, digitaler Pasquale, schön, dass du da bist. Danke dir, Christoph. Ich freue mich auch. Bevor wir jetzt ins Gespräch gehen, bleiben wir mal beim Offensichtlichen. Ich spreche heute nicht mit dir im Fleisch und Blut, sondern mit deinem AI twin. Was genau ist eigentlich ein AI twin?
1:40 Ein AI Twin ist ein digitales Abbild eines Menschen, das bestimmte Merkmale dieser Person nachbilden kann, zum Beispiel Stimme, aussehen, Sprachstil oder typische Ausdrucksweisen. Je nach technischer Umsetzung kann so ein Zwilling Inhalte vortragen, Fragen beantworten oder in visuellen Formaten auftreten. Entscheidend dabei ist, er ist kein Mensch, aber er kann in gewissen Kontexten sehr menschlich wirken. Das finden jetzt vielleicht viele faszinierend, andere finden das unheimlich. Warum spaltet dieses Thema die Geister so stark?
2:21 Weil es direkt an unser Verständnis von Echtheit rührt, sobald Technologie beginnt, menschliche Präsenz glaubwürdig zu simulieren, reagieren Menschen sehr unterschiedlich. Die einen sehen darin Effizienz, Komfort und Fortschritt und die anderen befürchten Täuschung oder Kontrollverlust. Und beides ist nachvollziehbar, genau deshalb ist das Thema gesellschaftlich so aufgeladen. Wo liegen denn aus deiner Sicht die größten Chancen für AI Twins? Ich glaube, die größte Chance liegt in der Skalierbarkeit von Kommunikation. Ein AI Twin kann Inhalte in mehreren Sprachen ausgeben, zu verschiedenen Zeiten präsent sein und standardisierte Informationen effizient vermitteln. Das kann in Bildung, Kundenservice, interner Kommunikation, Medien oder Marketing enorm hilfreich sein. Gerade dort, wo Wissen oder Präsenz vervielfältigt werden soll, entsteht ein echter Nutzen. Das klingt nach Effizienzgewinn, aber was heißt das für Jobs? Müssen sich Menschen jetzt Sorgen machen? Na ja, sorgen allein helfen nie.
3:35 Aber die Frage ist berechtigt. Itunes werden gewisse Teilaufgaben verändern oder übernehmen können. Vor allem dort, wo Kommunikation standardisiert, wiederholbar und skalierbar ist. Das heißt aber nicht automatisch, dass ganze Berufe verschwinden. Viel eher werden sich Berufe aufspalten, ein Teil wird automatisiert, ein anderer Teil wird menschlicher, beratender, Situativer und damit wertvoller. Wo beginnt bei diesem Thema das Problematische? Ich denke, problematisch wird es dort, wo Klarheit verloren geht, wenn Menschen nicht mehr wissen, ob sie mit einer echten Person oder einer synthetischen Repräsentation sprechen, entsteht ein Vertrauensproblem.
4:23 Noch heikler wird es, wenn ohne Einwilligung stimmen, Gesichter oder Persönlichkeiten nachgebildet werden. Technologie wird immer dann gefährlich, wenn sie. Menschliche Nähe simuliert, aber Verantwortung ausblendet. Glaubst du, dass wir uns an Air Adwins jetzt gewöhnen werden sowie an Social Media, Sprachassistenten oder Video Calls? Menschen haben eine erstaunliche Fähigkeit, neue Technologien in den Alltag zu integrieren. Wenn Sie einen klaren Nutzen erleben. Was heute fremd wirkt, kann morgen banal sein, ich vermute. Des I Twins in bestimmten Bereichen sich schnell etablieren werden, besonders dort, wo Transparenz herrscht und der Mehrwert offensichtlich. Ist, wenn wir jetzt einen Schritt weiter gehen, wohin entwickelt sich das Ganze?
5:15 Sprechen wir bald mit Live I Twins in Echtzeit? Ja, definitiv. In diese Richtung wird's gehen. Light AI Twins, die in Esszeit sprechen, reagieren und visuell präsent sind, werden technisch immer plausibler. Das wird neue Möglichkeiten schaffen, in Bildung, Entertainment, Kundenkommunikation oder digitale Assistenz, aber je näher solche Systeme an echte menschliche Interaktion heranrücken, desto wichtiger werden Kennzeichnung, Haftung und Vertrauen. Die Zukunft ist also nicht nur eine technische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Frage.
5:57 Wenn du es jetzt alles in einen Satz fassen müsstest, was ist denn die eigentliche Kernfrage bei EI twins? Ich glaube, die eigentliche Kernfrage lautet, wie wir mit dieser Technologie umgehen, ohne Vertrauen, Identität und menschliche Würde preiszugeben. Schauen wir mal einen Moment weg von deinem digitalen Zwilling und hin zum Menschen dahinter. Pausqualle du hast an der SAE den Bachelor of Arts in Audio Engineering abgeschlossen und danach erste Praxiserfahrungen bei Radio und Fernsehen gesammelt. Was hat dir diese Phase mitgegeben? Diese Phase war sehr prägend, weil sie Handwerk und Realität zusammengebracht hat. Im Studium ging es um Präzision, Technik, Gehörbildung und professionelles Arbeiten mit Klang und. Beim Radio im Fernsehen kam dann die Praxis dazu, temporedaktionelle Abläufe und der Umgang mit Produktion und der Zeitdruck, das war eine wichtige Schule, weil man dort lernt, dass gute Inhalte nicht nur kreativ, sondern auch terminsicher und funktional sein müssen. Genau diese Verbindung aus Kreativität und Produktionsrealität begleitet mich bis heute. Du bist dann über Mailand, Schweizer Filmproduktion und die Musikszene bis zur heutigen AI Media Agency gekommen. Wie würdest du diesen beruflichen Bogen beschreiben? Ja, in der Tat war mein Weg
7:27 vielfältig, aber rückblickend sehr konsequent. Nach dem Studium habe ich mich in Mailand in Pop und Filmmusik weitergebildet, weil ich meinen musikalischen und dramaturgischen Zugang weiter. Schärfen wollte. Zurück in der Schweiz durfte ich an verschiedenen Filmproduktionen mitwirken, unter anderem im Umfeld von Samir und Sivil. Schlepfer war gleichzeitig auch als Musikproduzent für Labels wie BMG und Universal tätig. Daraus ergaben sich auch zusammenarbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern wie Michael von der Heide, Christine Lauterburg. Und bekannten Größen der damaligen DJ Szene. Heute fließt all dieser Erfahrungsschatz in meine Kai gestützten Produktionen.
8:18 Wenn du auf diesem Weg vom Audio Engineering über Radio, Film und Musikproduktionen hin zur Ki Agentur erblickst was sagt das über die Arbeitswelt von heute aus? Dass lineare Karrieren seltener werden. Die Arbeitswelt belohnt heute weniger starre Berufsgrenzen als vielmehr die Fähigkeit, Erfahrung aus verschiedenen Feldern zusammenzuführen. Wer Technik, Kreativität und Produktion verbinden kann, ist klar Vorteil, gerade im Ki Zeitalter wird diese Mischung aus Handwerk, Anpassungsfähigkeit und interdisziplinären Denken immer wertvoller. Gab es denn einen Moment, wo du dann gemerkt hast, das ist mehr als ein kurzfristiger Hype?
9:00 Ja, sehr früh nicht, weil die Resultate sofort perfekt gewesen wären, sondern weil man gespürt hat, dass sich hier ein ganzer Produktionsprozess verändert. Plötzlich konnte man Ideen schneller visualisieren, Varianten testen und Dinge umsetzen, die zuvor an Zeit, Budget oder technischer Hürde gescheitert wären, und da war mir klar Geist gekommen, um zu bleiben. Wie bist du persönlich auf KI gestoßen? Am Anfang war es vor allem Neugier. Ich habe mir das Feld autodidaktisch erschlossen und früh begonnen, selbst zu experimentieren mit Textbild, Audio und Video aus dieser ersten Neugier wurde dann sehr schnell eine echte kreative Praxis und ich habe rasch gemerkt, das ist kein Thema, das man nur theoretisch begreifen kann.
10:00 Man muss es anwenden, ausprobieren und die eigenen Schaffen erfahren. Was hat dich an KI am meisten überrascht? Also am meisten hat mich überrascht, wie stark KI den ersten Schritt beschleunigt. Viele kreative Prozesse scheitern, scheitern ja nicht an der Idee selbst, sondern daran, dass man lange braucht, bis man etwas Sichtbares oder hörbares vor sich hat und KI verkürzt diesen Weg enorm und. Das kann Befeint sein, aber es verlangt auch Verantwortung, weil Geschwindigkeit nicht automatisch Qualität bedeutet. Wenn KI den ersten Schritt so stark beschleunigt, was bedeutet das für die Arbeitswelt kreativer Berufe? Das bedeutet vor allem, dass sich der Schwerpunkt verschiebt. Ki sollte dabei vor allem als Werkzeug verstanden werden, nicht als Ersatz für kreative Führung. Denn ohne den Menschen, der Ideen entwickelt, Qualität beurteilt, Zusammenhänge kennt und dann Inhalt Richtung gibt, entsteht in der Regel auch nichts wirklich wertiges. Wenn du jetzt jemanden ohne Vorkenntnisse erklären müsstest, was AI Content Creation ist, wie würdest du das ausdrücken? Ai content Creation bedeutet, dass man künstliche Intelligenz nutzt, um Inhalte mittels Prompting zu entwickeln. Oder zu produzieren, also Text, Bilder, Musik, stimmen, Videos oder ganze Kampagnen.
11:29 Wichtig ist dabei, die KI ersetzt nicht den Menschen, es ist eher ein sehr leistungsfähiges Werkzeug, das Ideen und Umsetzung beschleunigen, erweitern und in neue Formen übersetzen kann. Warum ist das Thema plötzlich so groß geworden? Weil die Eintrittshürde dramatisch gesunken ist. Was früher Spezialwissen, Teams und große Budgets voraussetzte, lässt sich heute auch viel schneller und niederschwelliger umsetzen. Das öffnet kreative Prozesse für mehr Menschen, was grundsätzlich ja spannend ist. Und gleichzeitig führt es aber auch dazu, dass wir mit einer enormen Menge an KI generierten Inhalten. Konfrontiert sind, sei es Musikstreamings auf Social Media und ja, eigentlich auf allen digitalen Plattformen. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht mehr nur, was man produzieren kann, sondern was in dieser Masse überhaupt noch relevant, glaubwürdig und wertvoll fleißig. Und wo liegen die Grenzen?
12:42 Die größte Grenze ist das echte Urteilsvermögen. KI kann sehr viel simulieren, aber sie versteht nicht im menschlichen Sinn, warum etwas kulturell treffend, emotional fein oder gesellschaftlich heikel ist. Sie kennt Muster, aber keine Verantwortung. Deshalb bleibt der Mensch unverzichtbar. Was bedeutet diese Grenze der KI für den Arbeitsplatz von morgen? Dass menschliche Kompetenzen nicht verschwinden, sondern an profilgewinn, Empathie, Verantwortung, kulturelles Gespür und kommunikative Feinheit lassen sich nicht einfach automatisieren. Wer diese Fähigkeiten mit technologischem Verständnis verbindet, wird in der Arbeitswelt der Zukunft besonders gefragt sein.
13:34 Müssen sich also viele Menschen beruflich völlig neu erfinden? Nicht unbedingt neu erfinden, aber weiterentwickeln die Arbeitswelt verlangt zunehmend Lernbereitschaft. Es reicht nicht mehr ein einmal erlerntes Werkzeug jahrelang unverändert einzusetzen. Künftig wird man sich laufend mit neuen Prozessen, neuen Tools und neuen Erwartungen auseinandersetzen müssen. Bis jetzt haben wir viel darüber gesprochen, wie KI kreative Prozesse verändert, neue Berufsbilder hervorbringt und zugleich neue Fragen nach Qualität, Verantwortung, Relevanz aufwirft. Aus der Entwicklung heraus ist auch ein Format entstanden, dass du selbst initiiert hast, nämlich den AMAA Award.
14:22 Er wird 2026 bereits zum zweiten Mal ausgetragen und will jene Arbeiten sichtbar machen, die im Bereich KI generierter Inhalte nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch kreativ, verantwortungsvoll und zukunftsweisend sind. Lass uns darüber sprechen, warum du diesen Award lanciert hast, welche Rolle der Smiley Swiss Influence Award dabei spielt und weshalb solche Plattformen für die nächste Generation von AI Content Creators. Immer wichtiger werden. Warum war es dir wichtig, einen solchen Award überhaupt ins Leben zu rufen? Weil ich sehr früh gemerkt habe, dass hier weltweit eine neue Bewegung von Kreativschaffenden entsteht und Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Mit KI Werkzeugen und schaffen damit beeindruckende audiovisuelle Inhalte.
15:13 Gleichzeitig entsteht in diesem Feld enorm viel. Doch noch viel zu wenig davon wird das wirklich wegweisend sichtbar. Genau deshalb wollte ich ein Award mit initiieren, der herausragende Ki Projekte und die Menschen dahinter vor allem sichtbar macht. Der AI Media Award soll Orientierung geben, Talente fördern und ein professionelles Schaufenster für eine neue Generation von AI Content Creators schaffen. Was bietet der Award konkret jenen, die in diesem Feld arbeiten? Und wie kann man überhaupt teilnehmen? Der Award bietet ein professionelles internationales Schaufenster für herausragende AI Medienproduktion für kreative Produzenten, Künstler und neue Ai Contacreators ist das eine echte Chance, sich in einem stark wachsenden Feld sichtbar zu machen und sich innerhalb der Medienindustrie nachhaltig zu positionieren.
16:15 Gleichzeitig geht es um mehr als nur Aufmerksamkeit. Der Wort setzt bewusst auf Qualität, Verantwortung und Innovation und will damit zur Weiterentwicklung KI gestützter Medienkunst beitragen. Wenn dieser EMAI Award jene arbeiten sichtbar macht, die in diesem neuen Feld bereits Maßstäbe setzen, dann stellt sich fast automatisch die nächste Frage. Wie entsteht dieses Wissen überhaupt, wie lernen kreative Agenturen, Produzenten und Content Creator mit diesen neuen Werkzeugen nicht nur zu experimentieren, sondern professionell zu arbeiten? Weil Sichtbarkeit allein nicht ausreicht. Ein Award kann herausragende Arbeiten auszeichnen und Orientierung schaffen. Aber wenn man eine neue kreative Bewegung wirklich stärken will, muss man auch wissen zugänglich machen. Und genau deshalb war mir der Creator Day wichtig. Wir wollten einen Ort schaffen oder möchten einen Ort schaffen, an dem nicht bloß über KI gesprochen wird, sondern an dem konkrete Erfahrungen, Workflows und Produktionsroutinen geteilt werden.
17:28 Gemeinsam mit dem SAE Institut Zürich und dem Swiss AEI Verband möchten wir ein Format lancieren, dass die Schweizer Kreativszene nicht nur inspiriert, sondern ganz praktisch befähigt. Genau aus diesem Gedanken heraus hast du gemeinsam mit dem SAE Institut Zürich und dem Schweizer AI verband auch den AI Creator Day initiiert, der am 18. Juni 2026 in Zürich erstmals stattfindet. Lass uns darüber sprechen, warum es diesen Anlass braucht und weshalb er für die Schweizer Kreativszene zu einem wichtigen Signal werden könnte. Weil. Sichtbarkeit allein nicht ausreichte ein Award kann herausragende Arbeiten auszeichnen und Orientierung schaffen.
18:12 Aber wenn man eine neue kreative Bewegung wirklich stärken. Will. Muss man auch wissen zugänglich machen. Und genau deshalb war mir der Creator Day wichtig. Wir wollten einen Ort schaffen oder möchten einen Ort schaffen, an dem nicht bloß über KI gesprochen wird, sondern an dem konkrete Erfahrungen, Workflows und Produktionsroutinen geteilt werden. Gemeinsam mit dem SA Institut Zürich und dem Swiss AI Verband möchten wir ein Format lancieren, dass die Schweizer Kreativszene nicht nur inspiriert, sondern.
18:53 Sondern ganz praktisch befähigt. Was unterscheidet den AI Creator Day von vielen anderen KI Veranstaltungen, bei denen oft vor allem über Zukunftsvisionen gesprochen wird? Der entscheidende Unterschied ist die Praxisnähe beim AI Creator Day stehen keine großen Verheißungen im Zentrum, sondern belastbare Produktionsroutinen also. Nicht Vision über eine ferne Zukunft, sondern konkrete Methoden aus dem heutigen Berufsalltag. Die eingeladenen Speaker gehören zu jener ersten Generation von Creators, die KI bereits produktiv in kommerzielle und künstlerische Projekte integriert haben, sei es in Werbespots, KI, Kurzfilmen, Social Media Formaten oder in der generativen Musikproduktion. Das wissen, das Sie teilen, stammt nicht aus Theorie, sondern aus realen Projekten, aus Fehlern. Iteration und praktische Erfahrung, wenn. Man solche Formate initiiert, fragt man sich fast automatisch, aus welcher praktischen Erfahrung heraus das gemacht wird.
20:02 Schauen wir deshalb auf die AI Media Agency, mit der du diese Entwicklung auch operativ mitprägst. Deine Agentur gehört zu den frühen. Spezialisierten Anbietern im Bereich AI Content Creation Was war denn die ursprüngliche Idee? Die ursprüngliche Idee war, KI nicht bloß als technisches Experiment zu betrachten, sondern als neues, kreatives Produktionsumfeld. Und uns war früh klar, dass viele Unternehmen zwar von KI sprechen, aber kaum wissen, wie man sie konkret und professionell für Inhalte einsetzt. Und genau dort wollen wir ansetzen zwischen technologischer Möglichkeit und gestalterischer Qualität.
20:45 Was unterscheidet denn eine AI Media Agency von einer klassischen Kreativagentur? Eine klassische Kreativagentur denkt meist in etablierten Produktionswegen Wir Briefing, Konzept, Dreh, Postproduktion. Wir bei der AI Media Agency arbeiten viel hybrider. Wir verbinden Strategie, kreative Konzeption und neue Produktionsmethoden mit KI. Und das verändert nicht nur die Werkzeuge, sondern oft auch das Tempo, Kostenstruktur und Experimentiermöglichkeiten. Warum braucht es überhaupt spezialisierte Agenturen?
21:25 In diesem Bereich könnten das traditionelle Agentur nicht einfach mitmachen. Spezialisierung schafft Tiefe und wer sich früh und konsequent mit KI beschäftigt. Entwickelt andere Workflows, ein anderes Qualitätsverständnis und ich glaube auch ein besseres Gespür für Chancen und Grenzen. Das ist ähnlich wie in anderen Umbruchphasen der Mediengeschichte. Erfahrung macht einen großen Unterschied. Was genau bietet eine EI Media Agency ihren Kunden denn an? Es entstehen rollen, die es so vor wenigen Jahren kaum gab, etwa den EI Content Creator oder. Pomp Designer diese Berufe liegen zwischen klassischer Kreation, Technologieverständnis und unternehmerischem Denken. Genau solche Mischprofile werden in Zukunft häufiger. Wenn ihr nicht nur produziert, sondern auch Orientierung gebt, was heißt das für neue Berufsbilder? Es entstehen rollen, die es so vor wenigen Jahren kaum gab, etwa den AI Content Creator oder Pomp Designer. Diese Berufe liegen zwischen klassischer Kreation, Technologieverständnis und unternehmerischem Denken. Genau solche Mischprofile werden in Zukunft häufiger. Viele verbinden ja ki mit Effizienz. Geht es bei eurer Arbeit vor allem darum, günstiger und schneller zu produzieren?
22:49 Effizienz ist ein Teil davon, aber es ist nicht der eigentliche Kern. Der größere Wert liegt oft darin, dass man anders denken kann, mutiger. Verspielter, Variantenreicher Karriere möglichst nicht nur schnelle Produktion, sondern auch neue Kreativwelten, neue Erzählweisen und eine andere Form des kreativen Testens. Wo reagieren Kunden besonders überrascht, wenn sie mit einer AI Media Agency zusammenarbeiten? Oft dort, wo sie merken, wie schnell eine Idee plötzlich sichtbar wird. Was früher lang in Worten beschrieben wurde. Kann heute sehr früh visualisiert werden. Diese Beschleunigung verändert Gespräche enorm. Plötzlich diskutiert man nicht mehr abstrakt, sondern anhand konkreter Bilder, Stimmungen oder Szenen. Haben die Kunden manchmal auch Vorbehalte? Ja, natürlich.
23:49 Manche fragen sich, ob keine Inhalte qualitativ überzeugen, andere denken an Urheberrecht oder Glaubwürdigkeit. Diese Bedenken sind legitim und gerade deshalb baut es eine Agentur, die nicht nur blind produziert, sondern auch erklärt, einordnet und verantwortungsvoll berät. Wie verhindert ihr denn, dass AI Content am Ende beliebig oder austauschbar wird? Indem wir nicht beim Tool beginnen, sondern bei der Idee. Viele KI Inhalte sehen ähnlich aus, weil sie ohne klare Haltung produziert werden. Unser Anspruch ist, dass jedes Projekt eine eigene Sprache und eine erkennbare gestalterische Linie bekommt.
24:37 Die Technologie darf nicht den Stil diktieren, sie muss im Dienen. Was heißt diese Entwicklung insgesamt für Menschen, die heute in der Medien und Kreativbranche arbeiten? Sie sollten KI weder Romantisieren oder verdrängen. Die Arbeitswelt dieser Branche wird schneller. Technischer und zugleich Kuratorischer gefragt sind künftig Menschen, die Wandel nicht bloß aushalten, sondern ihm Richtung geben können. Genau darin liegt die Chance. Zum Schluss Pausquale macht ihr die KI Zukunft eher Hoffnung oder eher Sorgen?
25:17 Beides. Aber Hoffnung überwiegt, wenn wir das Thema ernsthaft gestalten. K ist weder. Heilversprechen noch untergangsmaschine es ist ein mächtiges Werkzeug. Die entscheidende Frage ist nicht, was die Technologie kann, sondern was wir als Gesellschaft daraus machen. Das war also mein Gespräch mit Pasquale des Apio beziehungsweise mit seinem E Avatar Twin, der heute freundlicherweise übernommen hat, während das Original mutmaßlich irgendwo deutlich entspannter auf eine echte Sonne blickt. Statt auf künstliche Intelligenz. Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe, dies erfolge.
26:00 Der Gast war nicht physisch anwesend, die Gedanken aber schon und während andere noch darüber diskutieren, ob so etwas irgendwann möglich sein wird, haben wir den Termin einfach trotzdem durchgeführt. Zur Transparenz noch mal ganz klar, diese Episode wurde mit einem digitalen Zwilling von Pasquale realisiert, auf Basis eines Stimmdatenmodells, einer visuellen Bildadaption. Zur Transparenz noch mal ganz klar, diese Episode wurde mit einem digitalen Zwilling von Pasquale realisiert, auf Basis eines Stimmen Datenmodells, einer visuellen Bildadaption im Podcast Setting und einer texto Videoumsetzung. Effizient, experimentell und vermutlich die einzige Form von Ferienvertretung, bei der niemand eine automatische Abwesenheitsnotiz beantworten musste. Danke fürs Zuhören.
26:49 Und wer weiß, vielleicht ist es zwar ganz normal, dass man einen Termin nicht mehr verschiebt, nur weil der Mensch im Urlaub ist. Solange immerhin seine KI Zeit hat, bis zum nächsten Mal. Danke dir, Christoph.
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