#29 | Wie Souveränität die KI -Innovation beschleunigt | Gast: Sarah Levy, Swisscom
Die Schweiz steht bei Artificial Intelligence zwischen Aufbruch und Zurückhaltung. Sarah Levy, Swisscom, erklärt Chancen, Hürden und warum digitale Souveränität jetzt entscheidend ist.
Sarah Levy ist bei Swisscom für die Swiss AI Platform zuständig. Die Anwältin mit MBA und Expertin für digitale Transformation gibt im Gespräch mit Christoph Soltmannowski Einblicke, wie Swisscom AI nutzt und welche Herausforderungen die Schweiz bei der AI-Adoption hat.
AI bei Swisscom: Vom Kundenservice zur Netzoptimierung
Swisscom setzt AI bereits vielfältig ein: Der virtuelle Assistent «Sam» bearbeitet jährlich über 13 Millionen Kundenanrufe und 850'000 Chats, oft selbstständig. Mitarbeitende profitieren von AI beim Programmieren oder bei Wissensabfragen. Im Hintergrund optimiert AI Netzwerke, Antennen und Rechenzentren. Mit Investitionen von über 100 Millionen Franken will Swisscom AI in den nächsten Jahren weiter ausbauen – in der Schweiz und Italien. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Swiss AI Platform, die in Schweizer Rechenzentren läuft, höchste Datenschutzstandards erfüllt und Unternehmen modulare Werkzeuge für AI-Anwendungen bietet.
Schweizer AI-Landschaft: Potenzial mit Hürden
«Kurzfristig überschätzen wir den Nutzen, langfristig unterschätzen wir ihn», betont Levy. Viele Schweizer Unternehmen stecken in der Pilotphase. Fehlendes Know-how, Datenschutzbedenken und Kosten bremsen die flächendeckende Einführung. Im Vergleich zu internationalen Firmen, die oft experimenteller vorgehen, legt die Schweiz Wert auf Qualität und Sicherheit. Das führt zu nachhaltigen, aber langsameren Fortschritten. Digitale Souveränität ist hier ein Schlüssel, um Abhängigkeiten von ausländischen Modellen, Daten und Infrastrukturen zu reduzieren und macht insbesondere dort Sinn, wo sensitive Daten im Spiel sind.
Verantwortungsvolle AI und Souveränität
Verantwortungsvolle AI bedeutet für Sarah Levy Transparenz, Fairness und Sicherheit. Modelle müssen nachvollziehbar entscheiden und dürfen niemanden diskriminieren. Die starke Abhängigkeit von KI-Technologien – sowohl bei der Infrastruktur als auch bei Modellen, die überwiegend aus dem Ausland stammen – kann Risiken bergen, denen wir uns bewusst sein sollten. Geopolitische Entwicklungen könnten den Zugang zu zentralen Ressourcen beeinflussen oder als Verhandlungsmasse genutzt werden.
Schweizer Sprachmodell Apertus: Ein Schritt zur Souveränität
Das im September 2025 lancierte Sprachmodell Apertus, das von ETH und EPFL entwickelt wurde, ist ein Meilenstein. Dieses Open-Source-Sprachmodell berücksichtigt unter anderem auch Romanisch. Swisscom hostet es in sicheren, ISO-zertifizierten Rechenzentren und ermöglicht eine einfache Integration für KMU und Grossunternehmen. «Es ist kostengünstig und niederschwellig», sagt Sarah Levy. Das Modell stärkt die Souveränität und könnte auch im deutschsprachigen Raum Vorteile bieten. Rolle der Swisscom:
Innovationstreiber im Ökosystem
Swisscom sieht sich als Gestalterin desSchweizer AI-Ökosystems. «Unser Ziel ist, AI in den Alltag zu bringen», betont Levy. Dazu gehören die Unterstützung bei der Identifikation von sinnvollen KI-Lösungen, die Beschleunigung von Pilotprojekten, sowie die erfolgreicheAdaption und Skalierung. Intern fördert Swisscom Vertrauen durch Schulungen und Transformationsmanagement, extern durch zugängliche Lösungen.
Ausblick: Eine souveräne KI-Zukunft
In fünf Jahren soll die Schweiz eine führende Rolle in der souveränen AI einnehmen. «Wir sollten nicht nur Konsumenten sein, sondern aktiv gestalten», sagt Levy. Die Swiss AI Platform und das Sprachmodell Apertus könnten ein Vorbild werden. Levys Vision ist es, dass KI als täglicher beruflicher und persönlicher Wegbegleiter – als Assistent, künftig als Agent - den Alltag vereinfacht und Menschen befähigt, kreative Innovationen zu treiben, indem sie Zeit für echte menschliche Interaktionen schafft und die Schweiz in der souveränen Nutzung von KI an die Spitze bringt.
0:18 Herzlich Willkommen, Sara Levi in unserem Podcast. Danke. Ich möchte euch kurz vorstellen, Sara Levi ist bei Swisscom für die Swiss AI Plattform zuständig. Du warst zuvor bei Deloyd tätig, in führenden Positionen und beschäftigst dich seit 10 Jahren mit der digitalen Transformation. Bist Anwältin mit MBA, verbindest also Technik, Recht und Management. Kann man so sagen. Was mich jetzt interessieren würde, was genau macht Swisscom heute mit KI? Danke darf ich heute hier sein? Die Frage beantworte ich gern, also bei Swisscom setzen wir KI eigentlich überall dort ein, wo es einen echten Mehrwert bringt, sei es für die Kunden oder. Auch für die Mitarbeitenden.
1:05 Ich kann gern ein paar Beispiele bringen, genau an vorderster Front ist natürlich der Einsatz bei uns im Kundenservice. Seit 9 Jahren nutzen wir dort KI, unser virtueller Assistent. Den nennen wir Sam. Der beantwortet heute über 13000000 Kundenanrufe und 850000 Chatanfragen der Macht auch Aufgaben erledigt der zum Teil selbstständig, also der ist eine große Hilfe, aber auch die Mitarbeitenden werden entsprechend unterstützt. Mit KI, sei es beim Coden, beim Entwerfen von e. Mails, Transkriptionen, Zusammenfassungen und so weiter oder eben wissensabfragen und dann ist läuft bei uns Kai auch immer irgendwo im Hintergrund mit, sei es damit das Netz optimal funktioniert, die Antennen gut funken oder auch zum Beispiel in Rechenzentren Probleme frühzeitig erkannt werden.
2:01 Das als einige Beispiele, wie wir bei Swisscom Kai. Also ihr seid da schon sehr weit. Das wundert mich auch gar nicht, aber wie wird das jetzt weitergehen? Wird das in, wird das in den nächsten 5 Jahren sich weiterentwickeln? Wir versuchen, die Technologie auch maximal dort, wo sie nutzen bringt, auch entsprechend anzuwenden. Die Technologie, die entwickelt sich schnell, wir haben klares Commitment, dass wir KI im Fokus haben, wir werden auch weiterhin in KI investieren letztes Jahr das Commitment vom Management, dass wir über 100000000 über die nächsten Jahre investieren in das Thema in der Schweiz und auch in Italien, also da wird noch viel passieren, einerseits. Wie wir Kai bei uns selber einsetzen, aber auch wie wir Kai, wie wir unsere Kunden unterstützen bei ihrer Reise auf diesem Weg.
2:59 Gibt es da ein Projekt, das Dir besonders am Herzen liegt? Das ist natürlich die Swiss AI Plattform. Von welche ausgegangen? Dafür bist du zuständig. Genau, genau. Ich kann auch sagen, es gibt auch objektive Gründe, nicht nur weil es mir sehr am Herzen liegt, weil ich von Anfang an dabei sein durfte, sondern wegen dessen Bedeutung für die Schweiz, und zwar aus welchen Gründen vielleicht kurz zusammengefasst. Es ist die erste und einzige umfassende Kai Plattform, die aus der Schweiz kommt, für die Schweiz geschaffen wurde. Und zwar läuft alles vollständig in unserem Land, erfüllt Datenschutz und Compliance Vorgaben und Sicherheitsvorschriften unseres Landes dann.
3:43 Zweitens läuft sie auf einer hochperformanten KI Technologie, nämlich der Superport Architektur von Nvidia, und drittens ist es viel mehr als einfach nur Zugang zu KI Infrastruktur, sondern die Unternehmen die profitieren davon, dass sie direkt auf der Plattform modulare. Werkzeugkisten finden, um Applikationen selber zu entwickeln und sicher dann in Produktion zu bringen. Also was wir sehen bei unseren Kunden, es ist ein beschleunigendes Element, um aus dieser Pilotphase sicher in die Produktion zu kommen, gerade in Branchen, die reguliert sind, wo häufig auch sensitive Daten im Spiel sind.
4:25 Ich denke hier zum Beispiel an Banken, den öffentlichen Sektor oder den Gesundheitsbereich. Also nicht nur Beschleunigend im Sinn von. Schnelligkeit, sondern auch im Sinn von Weiterentwicklung. Ich glaube auch ein fehlendes Puzzleteil, weil das ist ja eines der Themen, eines, der eine der Hürden, die man so hat im wenn man über, wenn man über KI Anwendung nachdenkt, ist eben diese Sicherheitsthemen, die das Thema digitale Souveränität, auf das wir noch zu sprechen kommen, ich glaube, da erfüllt diese Plattform. Sehr viele Wünsche auch und sehr ein großes Bedürfnis. Ein großes erfüllt füllt ein großes Bedürfnis aus, auch jetzt. Für wen ist das geeignet, ab wann lohnt sich da der Einstieg, ist das auch für KMU oder eben für kleine Unternehmen interessant?
5:16 Ja, ich denke absolut, dort wo man gewisse Anforderungen hat an Datenschutz und Datensicherheit, dort lohnt es sich, eine Schweizer Lösung in Betracht zu ziehen. Vorwiegend sind es jetzt zurzeit aber sicher auch Banken, der öffentliche Sektor und eben das Gesundheitswesen, um ein paar Beispiele zu geben, wenn wir den öffentlichen Sektor anschauen, da geht es um Themen, die auf der Plattform laufen, wie beispielsweise Transkription von polizeilichen 1. Vernahmen oder Wissensspots für die Polizei Mitarbeitenden bis hinzu zu halt digitalen Assistenten in die Breite für die Verwaltung. Wenn wir jetzt den Bankensektor anschauen, da sind die Anwendungsfälle auch recht breit, da geht es zum Beispiel um die den Weisungsspot, also Bankmitarbeitende, die müssen sich auskennen mit internen Weisungen, das sind oft weit über 100, interne Weisungen, finmar Regulierung. Die Anfragen, die nehmen stetig zu, die Komplexität auch, und deshalb ist so wichtig, dass die schnell dann auch Zugang zu diesen Informationen haben.
6:25 Das ist zum Beispiel ein Use Case in der Bank meld, aber wir haben jetzt auch Kunden. Die nicht nur einzelne Use Cases spezifisch jetzt auf der Plattform abbilden, sondern das wirklich in die Breite nutzen und und dann wirklich strategisch eine Roadmap auch Drüberlegen. Also alles Branchenorganisationen, die wo Sicherheit eine übergeordnete Rolle noch spielt, aber auch für andere natürlich wichtig. Jetzt die Frage die ich mir Stelle ist, das ist dann ein Schweizer System? Aber was ja in der außerhalb dieser Welt läuft ja auch sehr vieles wird schnell weiterentwickelt. Jetzt haben wir JGPT 5, es kommen täglich neue Sachen, kann das System denn da mithalten, technologisch?
7:12 Absolut. Wir haben das so aufgesetzt, dass wir den neuesten Trends und Möglichkeiten auch gerecht werden können, was wir beispielsweise machen. Wir hosten die neuesten performantesten Modelle, also wir können Modelle innerhalb von einer Woche bei uns deployen und den Kunden zur Verfügung stellen, das werden wir auch weiterhin so tun, also wir verfolgen den Markt stetig und haben einen Speed drauf, damit wir eben auch entsprechend die Wünsche erfüllen können. Thema Speed wie siehst du den Speed allgemein bei den Schweizer Unternehmen? Also sie liest immer wieder so, Statistiken sagen ja, wir sind da, wir sind da gut oder wir sind weit abgehängt oder es es müsste noch viel mehr sein. Wie schätzt Du das ein, du sprichst ja viel mit Unternehmen, hast viel Kontakt mit denen und kannst es bestimmt gut einschätzen.
8:01 Danke, ja. Spannende Frage also. Aus meiner Praxisbeobachtung, denke ich, stehen wir immer noch eher am Anfang der Reise. Ja, also meine Beobachtung zeigen, kurzfristig überschätzen wir vielleicht den Nutzen, langfristig unterschätzen wir ihn von KI. Viele Unternehmen stecken heute in Pilotphasen, also dieser Schritt Richtung Produktion oder produktive Nutzung. Ist. Oftmals geht er etwas schleppend voran. Viele Unternehmen fragen sich halt auch, habe ich intern das Know How was für ein Nutzen Mehrwert bringt mir das auch oder es kostet ja auch immer Kai Projekte kosten immer und dann wir haben schon angetönt oder die Frage was passiert mit meinen Daten, das treibt die Unternehmen um und ist irgendwo auch ein bremsender Faktor, deshalb nochmals ich glaube es ist ganz wichtig, dass wir uns als Schweiz immer mehr auch. Dem Thema Souveränität annehmen weil das ist auch ein Innovationstreiber.
9:04 So kommen wir einfach schnell voran. Aber siehst du da einen Unterschied zu internationalen Unternehmen, dass die da vielleicht etwas schneller und unbefangener oder vielleicht auch Unvorsichtiger unterwegs sind? Schwierig zu sagen, also. Vom Gefühl her denke ich, dass in gewissen anderen Ländern. Sag ich mal eher Lockerheit besteht um mal diesen Trial and error Ansatz zu verfolgen, während in der Schweiz schon sehr auf Qualität, Vertrauen und Sicherheit unseren Schweizer Werten auch Fokus gelegt wird. Und ja, das kann natürlich etwas entschleunigen, aber ich würde das jetzt auch gar nicht pauschalisieren wollen. Jetzt etwas, worüber wir schon gesprochen haben. Digitale Souveränität, verantwortungsvolle KI, was verstehst du genau darunter, worauf kommt es an? Ich starte mal bei der verantwortungsvollen KI. Das heißt für mich 3 Sachen.
10:04 Einerseits Transparenz. Es muss jederzeit nachvollziehbar sein, wie ein Modell entscheidet, weshalb es so entscheidet. Zweitens Fairness, es darf nicht sein, dass gewisse Menschen oder Gruppierungen benachteiligt oder diskriminiert werden und drittens natürlich den Aspekt Sicherheit. Es muss klar sein, was passiert mit meinen Daten, es muss aber auch der Mensch zentral bleiben, also in der Verantwortung am Schluss. Wenn wir Souveränität anschauen, das ist ein heißes Thema, wenn wir schauen, wo wir überall abhängig sind. Die 3 zentralen Bausteine für KI beziehen wir aus dem Ausland, und zwar ausschließlich praktisch, Baustein 1.
10:53 Die leistungsfähigen Modelle, die kommen aus den USA oder aus China, die Trainingsdaten, die. Die liegen irgendwo bei US Tech Giganten und drittens natürlich die Infrastruktur. Die beziehen wir aus dem Ausland, das macht uns unglaublich abhängig. Gleichzeitig leben wir in einer geopolitisch unsicheren Welt. In der auch gerne mal solche Abhängigkeiten als Hebel genutzt werden. Wir haben das jüngst im Zollstreit erlebt, also es kann jederzeit sein, dass zum Beispiel eine US Regierung den Zugang zu Infrastruktur oder Modellen beschränkt und dort dort sehe ich schon ein großes Problem, für mich gibt es noch eine zweite, ein ein zweiter Faktor neben der Abhängigkeit, das ist. Die Werteveränderung und man mag sich fragen, das sind immer so abstrakt wie können unsere Werte verändert werden, wenn wir schauen, wenn ein Modell trainiert wird, dann werden immer Werte eingekocht, damit, also Werte fließen in ein Modell ein, wenn es entwickelt wird, jetzt sehen wir, dass es eine Werteverschiebung gibt, also die US Werte versus die europäischen oder Schweizer Werte, da entsteht eine Kluft wenn ich ein Beispiel gebe.
12:15 In der EU und auch in der Schweiz. Modelle müssen gewissen Grundsätzen folgen, also biases müssen auskorrigiert werden. Neu wird eine Regulierung in Kraft treten, der US Regierung die auf Objective AI setzt was heißt das konkret? Es werden die Rohdaten, die zum Training benutzt werden werden, bezogen. Es wird keine Korrektur stattfinden, dann in den Modellen. Was dazu führen wird, dass wenn man Schlüsselwörter eingibt, wie beispielsweise Arzt oder CEO, tendenziell der weiße, ältere, gut angezogene Mann erscheint, wenn Stichwörter fallen wie Criminal oder Gang, tendenziell überproportional, dann People of Color reflektiert werden, also solche Vorurteile und Biases, die werden dann ungefiltert uns weitergegeben, stets. Stellen wir uns vor, Schülerinnen und Schüler Studierende nutzen solche Modelle, dann hat das das Potenzial, dass unsere Sicht auf Geschlechterrollen oder beispielsweise ganz Bevölkerungsgruppen über die nächste Generation geprägt werden. Und so entsteht Wertebeeinflussung dieser Werteschäft, und ich glaube, da müssen wir ganz vorsichtig sein und uns auch als Schweiz fragen, wollen wir einfach Konsument sein von Kai oder wollen wir
13:48 eine aktive, mitgestaltende Rolle einnehmen? Thema Mitgestaltung. Es ist ja so, also gleichzeitig, wenn auch diese Biasis. Da vorhanden sind, läuft ja die Entwicklung weltweit und die Schweiz wir in der Schweiz können ja nicht alles selber gleichzeitig parallel erfinden und aufbauen. Wie geht man davor, wird man dann also auch Systeme übernehmen und dann halt diese Schwächen und Nachteile auskorrigieren oder geht es darum das auch wirklich alles selbst mehr oder weniger selbst aufzubauen? Ein gutes Beispiel hierfür ist das Swiss Foundation Modell, das die ETH und die EPFL gemeinsam trainieren. Ein wunderbares Beispiel im September wird das Modell lanciert werden, da.
14:39 Wird zum Beispiel wirklich ein Modell trainiert aus der Schweiz für die Schweiz mit Trainingsdaten, die für uns relevant sind? Es werden die Werte, die Sprachen, die Vielfältigkeit Schweiz werden dort reflektiert werden, das wird uns gerecht werden als Schweizer Gesellschaft, und das sind wichtige Projekte mit diesem Swiss Foundation Modellen, kombiniert mit der Swiss AI Plattform die ganze Infrastruktur, das Hosting, die die die Tools dazu mitbringen, dass in dieser Verheiratung kann man dann auch sicherstellen, dass wir eine Schweizer, eine souveräne Lösung auch in die Gesellschaft, zur Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung bringen können.
15:26 Das wäre eine, das ist, das wird eine souveräne Lösung, aber ist sie auch marktfähig, also ist, wie steht es, das, wie sieht es dann kostenmäßig aus, werden dann viele Unternehmen? Da Kosten vor Vernunft oder vor walten lassen. Also es wird nicht mehr kosten. Im Gegenteil, Es ist ein open Source Modell, das heißt, wir werden das Host nun zur Verfügung stellen, das wird nicht mehr kosten als anderes Modell, im Gegenteil. Also von dem Her kosten wird ganz bestimmt kein bremsender Faktor sein, im Gegenteil. Welche Rolle spielt die Swisscom dabei? Einer Schweiz hosten wir das Modell, also wir werden vom Tag 1 dieses Modell von der Forschung in die Gesellschaft, in die die Schweizer Wirtschaft bringen können und zur Verfügung stellen, Hochperformant. Und zweitens arbeiten wir seit Jahren ja eng mit EPFL und ETA zusammen.
16:23 Wir haben jetzt konkret bei der Modellentwicklung unterstützt, gerade in den letzten Wochen intensiv, wir haben das technisch auf unseren Systemen geprüft, wir haben es getestet, auch funktional Feedback zurückgegeben und sind jetzt daran, das Modell so zu tun, dass es effizient auch läuft. Wir. Ist es etwas, das dann nur bei größeren Unternehmen oder vorerst mal nur bei größeren Unternehmen zur Anwendung kommt? Oder ist es auch für KMU interessant und gleich anwendbar? Auf jeden Fall, oder wie wir die Modelle zur Verfügung stellen, ist über eine Schnittstelle, also da kann man einen Code, einen Key bei uns beantragen und das entsprechend in seiner Kai Applikation entsprechend integrieren, also sehr niederschwellig wenn man wir haben viele Unternehmen beispielsweise, die bisher mit mit JEPT gearbeitet haben, dann kann man mit copy Paste eigentlich den Code auswechseln, Key integrieren und dann. Wird das Modell der Swiss AA Plattform entsprechend eingebunden und die ganze Inferenz, also der ganze Betrieb dieser Kaya Assistenten läuft dann sicher in der Schweiz über die Swiss AA Plattform.
17:41 Egal welches Modell man bei uns wählt. Und das ist Open Source. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass das völlig kostenfrei zur Verfügung steht. Also für Swisscom muss es doch auch ein Geschäftsmodell sein zum Beispiel und alle anderen, die da beteiligt sind. Absolut, oder? Weil es läuft auf Hochleistungsfähiger. Infrastruktur Wir stellen den Betrieb sicher und und die Performanz und das dahinter stehen natürlich auch. Kosten, die gedeckt werden wollen, absolut. Die Schweiz ist ja dafür bekannt. Also erstmal, dass sie viel erfindet, aber auch vieles Erfundenes weiterentwickelt. Kann es sein, dass so ein System dann auch über die Grenzen hinaus zum Einsatz kommen und erfolgreich und gewinnbringend sein könnte? Das schließe ich nicht aus.
18:26 Aber es ist natürlich schon maßgeschneidert, eigentlich auf den auf die Schweizer Bedürfnisse. Also es kann auch Romanisch sprechen, ist jetzt im Ausland nicht so gefragt, aber kann natürlich schon sein oder vielleicht im Deutsch spricht. Ich denke hier an den deutschsprachigen Raum, normalerweise werden die Modelle auf 90% englischsprachigen Datensätzen trainiert, hier ist es anders, hier haben wir Trainingsdaten, die viel breiter auch deutsche Trainingsdaten. Daten umfassend, das heißt, wir erwarten hier eigentlich schon, dass es maßgeschneiderter ist für die deutsche Sprache und erwarten da Vorteile. Ich gehe davon aus, Thema Sicherheit ist da auch alles wirklich dann völlig puff und und sicher könnte es sein, dass das dann auch, wie man ja auch die Schweizer Banken dafür schätzt, dass sie das Geld sicher verwalten, dafür waren, dass man sagt, Wir benutzen das System.
19:24 Auch deshalb, weil die Schweiz ein ein sicherer Ort ist. Absolut, oder? Wenn wir die Sicherheitsvorkehrungen anschauen, die Modelle, die laufen bei uns in einem hochsicheren Schweizer Rechencenter, das ist ISO zertifiziert, erfüllt die höchsten Sicherheitsvorgaben, Wir haben Verschlüsselungen im Einsatz, also. Sicherheit ist der Nummer 1 Faktor und ich glaube schon wie du es gesagt hast, da gibt es wirklich Branchen die genau diese Sicherheit auch schätzen und entsprechend einfordern. Vielleicht noch als Ausblick generell zur Swisscom. Welche Rolle sollte Swisscom langfristig im Schweizer KI Ökosystem führen?
20:09 Also im KI Ökosystem. Hoffe ich, dass es kommen weiterhin eine führende Rolle einnimmt. Unser Ziel ist ganz klar, dass wir mitgestalten und mithelfen, dass Kai den Weg in den Alltag schafft, also nicht einfach ein weiteres Tool bleibt, sondern den Weg in den Alltag schafft und Innovationstreiber in der Schweiz auch sein kann, deshalb auch unser Commitment zu souveräner Kai in der Schweiz. Was wäre da deiner Ansicht nach der nächste große Schritt? Getan werden müsste. Also für die Schweizer Wirtschaft hoffe ich, dass es jetzt eine Beschleunigung gibt. Von den, sage ich mal, Pilotprojekten hinzu.
20:53 Implementierung in den produktiven Alltag, das muss schnell geschehen, weil die Technologie überholt uns sonst das ist, das ist so der eine Schritt Richtung Produktion, in die Breite und und auch ein wichtiger Schritt, dass wir die Technologie nicht nur nutzen, um Informationen zu kriegen und. Sondern hin wirklich Richtung K Agenten. Dass wir diese Möglichkeiten viel stärker, viel schneller ausloten, weil KI kann nicht nur Informationen aufbereiten, sondern kann schon heute ganze digitale Prozesse automatisieren, Entscheidung treffen, Aufgaben automatisieren, damit der Mensch entlastet wird und sich auf das fokussieren kann, was wirklich auch auf ankommt, wichtig, Entscheidung, treffen, verifizieren.
21:41 Führen etc. Also ich denke dies ein weiterer wichtiger Schritt, damit wir die Technologie auch im ganzen Umfang entsprechend ausnutzen können. Das eine ist immer die technische Entwicklung. Die geht rasant schnell vor sich, das andere ist der Mindset der Leute oder auch die Ausbildung, das Wissen, wie siehst du da, wie siehst du da die Entwicklung. Skill up ist ein absolut, ich glaube es 2 Aspekte. Einerseits paar entfaltete nutzen nur wenn Vertrauen entgegengebracht wird, also Vertrauen. Ich fang mal dort anvertrauen ist wirklich für mich ein zentrales Instrument. Wir haben auch gesehen in Pilotprojekten, dass die Mitarbeiten beispielsweise, die wurden nicht frühzeitig abgeholt, eingebunden, da bestand Skepsis, da bestand Widerstand, also Skepsis wurde Widerstand und das wurde dann zum Risiko für das ganze Projekt. Dass das objektiv sehr sinnhaft war, aber irgendwo das Vertrauen der Mitarbeitenden nicht da war.
22:48 Ich glaub, das ist ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung von Ki Projekten, dass wir die Menschen dahinter nicht vergessen, frühzeitig einbinden, transparent kommunizieren, damit die Projekte auch das entsprechende Vertrauen finden und auch schnell, sag ich mal, Gewinne schaffen, wo man sieht, OK, Mehrwert wird sicher. Sichtbar und deshalb auch wiederum zahlt das ins Vertrauen ein, also Vertrauen wichtiger Faktor, wenn wir über Menschen sprechen und Mindset, und das zweite ist natürlich, ich glaube schon, dass es uns gut, dass wir gut tun, daran, dass wir fokussieren auf.
23:34 Weiterbildung im Bereich KI weil das ist nicht wirklich wie andere Technologien ein Tool, ein Baustein mehr in der Werkzeugkiste, sondern das wird mittelfristig unsere ganze Gesellschaft unseren Alltag verändern. Deshalb muss jeder von uns. Ein KI Experte werden sage ich mal um entsprechend auch wettbewerbsfähig zu bleiben und entsprechend auch diese Transformation bewerkstelligen zu können. Da bin ich eben überzeugt daran. Also es geht nicht nur darum, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben in dem, dass sie KI implementieren, sondern jeder Einzelne von uns ebenso.
24:17 Swisscom ist ja da sehr an der an der Front nicht nur B2B, sondern auch B to C. Sehr nah bei den Leuten gibt es da auch irgendwelche Initiativen, die so den Mindset vorantreiben oder eben das die Vertrauen aufbauen und die Leute auf Möglichkeiten und den Umgang mit KI sensibilisieren oder informieren. Also ich kann vielleicht die Innensicht und dann die Außensicht geben. Wir machen sehr viel. Bei Swisscom intern, damit wir die Mitarbeiten auf diese Reise mitnehmen können. Also einerseits haben wir eine ganze Cart Trainingsplattform lanciert, gleichzeitigen Transformation Management Office geschaffen, das konsequent schaut welche internen und externen Use Cases machen Sinn, wie priorisieren wir die, wie bringen wir die vertrauensvoll sicher in den Arbeitsalltag rein, also. Dort machen wir sehr viel.
25:20 Einerseits, wie wir die Transformation begleiten und auch, wie wir das ganze Skillup bei uns handhaben, wenn es Richtung. Genznutzer geht außerhalb von Swisscom. Dort schauen wir, dass wir entsprechend auch Lösungen zur Verfügung stellen können. Ich glaube, je mehr man das ist, meine Beobachtung im Alltag, diese diese kleinen Helfer auch nutzt von Anbeginn, desto einfacher fällt einem auch der Weg in Richtung KI und und das, das denke ich, ist auch ein zentrales Element, also die Tools sind da, ich glaube es liegt auch an.
26:00 An uns, dass wir das entsprechend nutzen und in unserem Alltag einbetten, damit wir selber effizienter und besser arbeiten können. Wenn du so in die Zukunft schaust, was denkst du wie sich wird sich das entwickelt? Ich habe aufgeschrieben in 5 Jahren, aber vielleicht geht das viel schneller, wie siehst es, was ist in in 3 Jahren vielleicht schon los, wie wird sich das entwickeln? Ich habe eine Schweiz, die Perspektive Schweiz für die Schweiz hoffe ich, dass wir dort eine reibende Kraft spielen werden, also wirklich eine eine Rolle, eine zentrale Rolle einnehmen werden, viel mehr auch auf das Thema Souveränität einzahlen und natürlich die Innovation beschleunigen werden, indem dass wir mehr Fokus auf KI und auch entsprechend mehr Investitionen in diesem Bereich tätigen aus Sicht.
26:53 Unternehmen, bin ich überzeugt. Ki ist ein eine Wettbewerbsvoraussetzung, also dort hoffe ich, dass wir in kurzer Zeit wirklich so weit sind, dass wir die Möglichkeiten von KI, die die Ki uns bietet, auch im vollen Umfang entsprechend nutzen. Ich habe erwähnt, also weg von den Piloten, hinzu wirklich produktive Nutzung, aber dann auch die Nutzung von KI in die Tiefe mit allen Möglichkeiten in. Wie das beispielsweise mit Agents der Fall ist. Was fasziniert dich persönlich an dem Thema? Mich fasziniert, wie plötzlich jeder in seinem Hosensack einen kleinen persönlichen Assistenten hat und dieser kleine persönliche Assistent, der wird bald zu einem kleinen persönlichen Agenten und das bringt mir als Mensch. Erleichterung in meinem Alltag sei das im Privatleben oder im Beruflichen.
27:56 Und das finde ich spannend und bereichernd. Und ich habe die Ambition, dass wir das breit auch der Schweizer Bevölkerung auch zugänglich machen können, dass der der kleine Assistent auch bei jedem von uns im Hosensack ist und wir dort Barrieren abbauen können und Zugang erhöhen können, das ist mein persönlicher Wunsch, Motivation. Ich hoffe. Natürlich, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Wir sind gespannt und ich danke dir ganz herzlich für die sehr interessante Gespräch, Sarah. Herzlichen dank dir, Christoph Merci.
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