#24 | «KI ist nur so gut wie die Daten dahinter» | Gast: Martin Grossrieder
Ob personalisierte Ansprache, Empfehlungen oder Analysen – Künstliche Intelligenz kann das Kundenmanagement revolutionieren. Doch: Ohne gute Daten, kein echter Fortschritt. Darauf weist Datenexperte Martin Grossrieder im Podcast der Text Akademie hin.
Unvollständige oder verstreute Daten führen zu Fehlkommunikation und schaden der Kundenbindung. Wer seine Daten im Griff hat, kommuniziert zielgerichtet – automatisiert oder manuell. Grossrieder warnt: «Was reingeht, kommt auch wieder raus – schlechte Daten führen zu schlechten Entscheidungen.»
Sein Tipp: Ein klares «Datenrezept» – mit Regeln zu Speicherung, Löschung und Zuständigkeiten. Automatisierte Prozesse und saubere Richtlinien helfen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und Risiken zu minimieren.
Neben Technik braucht es vor allem ein Umdenken, sagt Martin Grossrieder, Geschäftsführer und Mitinhaber von meinnetz.ch im Gespräch mit Christoph Soltmannowski.
Datenkompetenz sollte in allen Abteilungen verankert sein. Grossrieder empfiehlt interdisziplinäre Teams, die gemeinsam an Strategie, Prozessen und Schulung arbeiten.
Grossrieder: «Es geht nicht nur um Regeln, sondern um das Verständnis der Konsequenzen.»Grossrieder glaubt an persönliche KI-Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen.
Voraussetzung: strukturierte, aktuelle und verlässliche Daten. Unternehmen sollten KI dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert schafft – zum Beispiel in der Kundenbetreuung oder Analyse.
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Eine Produktion der Schweizerischen Text Akademie http://www.textakademie.ch
0:19 Martin Grossrieder Willkommen in unserem AI Podcast. Heute geht es nicht um so ein wahnsinnig spektakuläres Thema, wo man sagt, was mit AI alles neu erfunden und gemacht wird, sondern es geht um eine Grundvoraussetzung. Es geht um Daten und darum kümmerst du dich, du gehst zu Unternehmen und Räumst denen die Daten auf. Was machst du genau? Hallo Christoph, zuerst mal vielen Dank, dass sie hier sein darf. Freut mich über das Thema zu sprechen. Wie gesagt, ich Räume Daten auf, ich gehe hin, schaue was haben die für Daten, ich nehme sie auf den Prozess mit, dann schaue ich mit ihnen, wo kann man die Daten aufräumen. Voraussetzung dazu ist ein Datenrezept, so wie wenn du etwas kochst oder so, dann siehst du, da sind die Daten, so lange muss ich sie aufbewahren und so kann ich sie wieder löschen. Und das ist eigentlich das, was ich mit den Kunden mache. Und wenn Sie die aufgeräumten Daten haben, dann können wir sie viel besser für die KI Anwendungen verwenden. Eben.
1:18 Viele wollen ja einfach was machen, die haben gehört, KI ist toll und und öffentlich neue Möglichkeiten oder sie denken ja, wir müssen, weil alles machen, müssen wir da, den dürfen wir den Anschluss nicht verlieren, aber du sagst macht erst mal eure Hausaufgaben und räumt eure Daten auf oder lasst sie mich aufräumen, kann man das so sehen? Ja, das kann man so sehen. Ich denke, ich muss es den Firmen eigentlich nicht so sagen direkt, sondern irgendwie merken sie sie ja dann schon. Weil was hineinkommt, geht auch wieder hinaus und wenn man KI Projekte macht, dann kommen automatisch diese Fragen. Wie sehen die Daten aus, wie stellen wir die am besten zur Verfügung, wie verarbeiten wir die, was für Ergebnisse gibt es? Und so gehe ich dann hin und mache mich auf den Weg mit diesen Unternehmungen in die neue Datenwelt mit KI, mit aufgeräumten Daten.
2:08 Und es geht ja nicht nur um KI. Ist es auch sonst gut, wenn man aufgeräumte Daten hat? Wir haben gerade wieder gehört 16 Milliarden Passwörter wurden irgendwo gehackt und rausgesucht, es geht auch um Datenschutz und dass man die Daten unter Kontrolle und im Griff hat und und schaut, dass nichts Böses damit passiert. Ich nehme an, das ist auch ein positiver Effekt deiner. Deiner Dienstleistung also. Das sehe ich auch als sehr positiven Effekt, weil ich sage immer alle Daten, die du nicht hast, die können die nicht gestohlen werden, eben wie die Passwörter jetzt da also sprich konkret, wenn du irgendwo auf deinem Server irgendeine alte Datenbank von deiner oder einer Liste oder irgendwas von einem Mitarbeiter hast, und die wird gestohlen, dann kann es sein, dass nachher die Erpresser kommen und von dir Geld wollen, wenn du die nicht mehr hast. Dann hast du das Problem nicht.
2:57 Also wenn du immer schön daran bist, deine Daten aufzuräumen, die sie aufgeräumt hast und dann dir jemand schreibt, ja, ich weiß auch aus dem Jahr 2010, haben wir für eine Liste, da kannst du sagen, das stimmt gar nicht, das geht mir gar nichts an, also das sehe ich schon auch viele Vorteile. Eben das ist so, das ist so der der eine Aspekt, aber der andere. Der positive Aspekt ist, dass es einem jetzt im KI, in der KI Welt ganz neue Möglichkeiten auch erschließt. Ja, das ist so, das sehe ich auch so. Ich sage immer, Daten haben einen Wert, ja, und das ist nicht nur monetär, also es gibt ja Firmen, die Daten verkaufen und weiter, aber Daten haben auch einen Wert intern und wenn man mal die Daten strukturiert hat, vielleicht auch neue dazu, gießt wieder, dann sieht man an die Möglichkeiten, was man mit diesen Daten auch machen kann und die Implementation bei K ist denn meistens so, ist nicht von oben herunter sondern von Bottom ab, also wir schauen mit den Leuten. Was sind die Bedürfnisse aktuell am meisten? Und dann nimmt man die Daten, die sie ja bearbeiten täglich, sei es das in Excel Listen oder in anderen Programmen und so, und dann schauen wir nachher, was kann man mit diesen Daten aufgeräumt, sinnvoll für KI Applikationen darüber stören. Was gibt es da für Beispiele?
4:11 Interessante Anwendungen mit KI sich dann eigentlich eröffnen, wenn man eine gute Datenstruktur hat? Also das ist der Klassiker. Ist zum Beispiel das CRM, oder? Ja, es nützt ja nichts, wenn man irgendwie Daten der Kunden hat, die 3 Jahre alt sind und dort eingetragen sind oder so oder es geht auch um im Klassen finanzvoraussagen oder so und dort ist auch wenn die Daten schlecht sind, dann sind auch die Aussagen schlecht oder gegenüber den verschiedenen Stakeholdern intern extern. Es ist dann auch schwieriger zu kommunizieren, weil die Entscheidung ist dann irgendwie so. Vom Bauch heraus, aber nicht mit Daten unterlegt. Jetzt, wenn ihr so Daten anschaut oder vorfindet, wie könnt ihr die Qualität beurteilen, wenn gewisse Sachen nicht erfasst worden sind, dann sind die einfach nicht da oder oder sie sind falsch oder oder so merkt merkt ihr das also? Das Problem ist meistens, dass die Daten an verschiedenen Orten sind.
5:11 Also das geht von physisch noch. Es gibt Firmen, die wir antreffen, die wirklich noch zahlungsbelege ablegen oder so. Dann, mit diesen Daten kannst du ja dann nicht viel anfangen, dann schauen wir auch, was sind für Daten in den Systemen drin und dort gibt es schon so verschiedene Qualitätsmerkmale, man macht dann so mal einen Run, lässt man die KI laufen und schaut mal was rauskommt und dann gehen wir in die Daten. Korrigiert oder überprüft oder oder verifiziert das Ganze. Ob das dann wirklich so sein kann, was rauskommt. Es ist wirklich vielfach ist es so ein ein Überprüfen nach der KI manuell die Verifikation, also es und wenn man dann sieht amo das Modell das läuft gut die KI, dann kann man dann einen Schritt weiter gehen und das quasi der Produktion der Produktion übergehen. Also es muss wirklich getestet werden, wie früher, wie früher in 30 schon, oder?
6:07 Ja, es ist auch noch sehr viel Pionierarbeit, die da jetzt gemacht wird. Und kommen wir vielleicht dann auf irgendwelche Sachen und Ideen an, die wir bisher gar nicht gedacht haben, also so KI mäßig, wenn wir. Ja, so in. Aufgeräumte und gute Daten. Haben also in der KI Safe vor allem so, dass heute sehr viel verschiedene KI Players unterwegs sind. Also. Und es gibt ja dort, ich sag immer so, es gibt so Themen, die die Inspiration, das sind so Musik und Bilder und so weiter und dann haben wir der so den ganzen Datenschutz und so weiter und als drittes haben wir noch die Businesslines, und ich glaube, die KI Entwicklung muss mehr richtig, diese Business Line gehen ja also wirklich, dass man zum Beispiel sagen kann.
6:49 Strategisch haben wir diese, diese und diese Daten und dann musst aus diesen Daten machen wir das oder das oder im Verkauf, haben wir diese Daten und dann machen wir aus denen das und das. Also ist die Wahrnehmung von KI und was man damit machen kann heutzutage eher so, dass es eine Spielerei ist oder irgendwas schön geistliches und so. Und du sagst jetzt, es ist, aber dann ist es etwas, das eigentlich so im im im Getriebe, im Maschinenraum von von Firmen eine große Wirkung. Haben kann, wenn man es richtig macht. Ja, das denke ich schon, dass das mittelfristig kommen wird. Und auch wenn man die KI auch anschaut, wie das aufgebaut ist, oder das ist Klassiker. Ein PC hat jeder daheim kann sich jemand etwas vorstellen, man hat Hardware, da hat man Betriebssystem, da man so diese Dockers, welche dann diese verschiedenen LLMS und so weiter steuert und dann haben wir noch die ganzen Geschichten mit diesen eben offenen Daten und truster Daten und obendrauf kommen dann die Agents. Oder die Concierge.
7:46 Oder wie die alle heißen und so. Für mich ist das eigentlich ITV es schon immer gegeben hat, eben Input und Output und ich glaube schon, dass das die Zukunft sein wird und ich glaube auch, dass dass, wenn man die Entwicklung anschaut, zum Beispiel in der Hardware, sind wir ja immer. Schneller, kleiner, günstiger und so weiter geworden. Ja, in der ganzen Benutzerfreundlichkeit sind wir auch, sprich iphone benutzerfreundlicher und so weiter und so weiter geworden und ich glaube KI eröffnet neue Möglichkeiten, vor allem für Interaktion, das ist das Thema von KI oder eben ich sage immer in 10 Jahren, vielleicht nimmt man so ein. Telefon oder ein Smartphone oder was, was auch immer für ein Gerät, das weiß ich nicht und ich spreche einfach in das Gerät hinein und dann macht es das, was ich will, also zum Beispiel ein Pizza bestellen bis zur Programmierung von einem ganzen Prozess oder so. Also das glaube ich schon, dass das kommen wird. Also es gibt ja jetzt so diese Agents identic AI und so die wo das ein Thema ist.
8:48 Und ich habe jetzt gerade etwas gelesen von einem Zukunftsforscher Lars Thomsen, der sagt, in Zukunft wird es so sein, jeder wird seinen KI Buddy haben, der einen Assistenten, einen virtuellen, der alles erledigt und die die Tasks, so die Routine Task, die Administrations Task, die wo man jetzt die ganze Woche gebraucht hat, die sind dann am Montag Nachmittag schon erledigt. Kann das auch. Wahrscheinlich ist auch für so etwas ja eigentlich eine Grundvoraussetzung, dass man so weit kommt, dass man aufgeräumte Daten hat. Kann ja, das hätte ich jetzt gerade sagen wollen. Christoph, Das sehe ich auch so. Also die Daten müssen aufgeräumt sein. Es bedingt auch, dass man gewisse Daten erfasst, also wirklich sauber erfasst. Eben, wie du jetzt gesagt hast, mit diesen Task, die am Montag erledigt sein sollten.
9:34 Es nützt ja nichts, wenn ich einen Agent habe, der das falsche macht, ich dann immer wieder studieren muss, habe ich jetzt alles, habe ich nichts vergessen und so weiter das denke ich schon, dass das kommen wird. Und wenn jetzt ein Unternehmen auf dich zukommt, sagt ja, wir merken, wir müssen da was tun. Ein bisschen vielleicht ein bisschen vage, so im im im KI Bereich und so. Dann nehme ich an, dass dann die Voraussetzung ist, dass man Schritt 1 man wir räumen jetzt erstmal auf mit den Daten und digitalisieren, also ich kann mir auch vorstellen, dass dann vieles einfach noch auf Papier ist. Ist es so? Ja, also ich erlebe es vor allem so oder als Einstieg in KI ist es so, dass sage immer, es gibt 3 Ansätze, du hast die Berater, der Berater, der kommt, der Macht so ein Konzept. Und dann geht er wieder und du weißt nicht, was machen. Der zweite Ansatz ist so das ganze technisch getrieben, dass du viele eben auch KI Firmen oder KI intern bewandte It Leute hast die das vorwärts treiben wollen, dann gibt es die dritte Variante und ich glaube in Zukunft wird das vor allem bei mittleren und größeren Firmen sein, dass man so Kompetenzgruppen aufbauen muss innerhalb den Firmen, das heißt, dass man sich nicht befasst.
10:49 Von der Zieldefinition nachher, wie du sagst zum Daten aufräumen miteinander und nachher anhand der Daten schaut was macht Sinn mit KI zu realisieren, was macht auch nicht Sinn. Also wenn ich pro Jahr 3 Rechnungen im Excel erstelle, dann reicht das so also. Man kann die KI auch nicht der KI will machen und um der KI will machen ja nur weil es alle machen oder weil man meint man müsste da jetzt was auch machen. Und das glaube ich, dass dann macht man so. Ja, also ich könnte mir vorstellen, so Kompetenzgruppen innerhalb der Firma. Wo man dann das Wick aufbaut und was was will man und was will man erreichen und dann macht man das auch miteinander, der der Fokus sollte sein nicht vor allem weg, man macht nicht was möglich ist, sondern man macht was sinnvoll ist. Ja, das sehe ich so als Hauptpunkt, weil in der IT ist, ist ja eigentlich immer alles möglich oder so, aber ob es dann Sinn macht oder nicht, das ist dann wieder eine andere. Ist es denn auch mehr eine It Geschichte oder ist es auch eine kulturelle Sache, sondern mein Change, den man da machen muss mit den Leuten?
11:52 Also ich glaube schon auch, dass ich sehe, und das sehe ich auch so in den Firmen, dass wenn ich. Mit meiner, mit meinem Minets in diese Unternehmungen eingehen. Dann startet ein Prozess, die Leute sehen plötzlich, ah, ist auch noch wichtiger und wenn es einfach ist, dann begreifen es auch alle, wenn es strukturiert ist, dann verstehen wirklich die Leute auch die Inhalte und so weiter wenn ihr, wenn das und das geht, dann nachher weiter bis zu der Führung, bis zur Kommunikation. Ich sag immer auch auch die ganze Datenkommunikation über Daten zu sprechen oder Inhalt der Unternehmen ist einfacher, wenn man klare und. Sortierte Daten hat, als wenn man das auch bei Ereignissen zusammensuchen muss.
12:33 Also das ist, das ist vielleicht auch noch ein Stichwort, das ganze Notfallmanagement, und das meine ich nicht mit den Backups wieder zurückholen oder so, sondern wirklich die die Elemente, die auch zum Teil KI unterstützt heute laufen, was auch sehr gut ist und was uns auch weiterbringt, dass das dann sehr auch in die, wir sagen immer in die Human Digital Leadership reingeht. Und das ist ja halt Every Leadership digital und der Mensch auch. Jetzt ist Daten vielleicht auch für gewisse Leute so ein Reizthema. Dann haben Sie das Gefühl, ja, es gibt ja, wenn ich jetzt meine Daten jemanden gebe, dann macht er irgendwas damit. Es gibt dieses Thema Datenschutz, das immer größer geworden ist.
13:14 Ist es da, ja, ist das manchmal auch schwierig, Leute zu überzeugen, dass sie, dass sie diese. Klarheit und Strukturen in ihren Daten brauchen, dass die auch gut ist. Ja, es ist manchmal schon schwierig, die Leute zu überzeugen, vor allem, wenn ich jetzt aus dem privaten schaue. Oder ist das gleich oder ja, Speicher kostet nichts mehr, es stört mich ja nichts, wenn ich jetzt auf meinem Handy 10000 Fotos habe, wenn das Handy alt ist, kaufe ich wieder ein neues, dann habe ich halt anstatt 128 512, Gigaspeicher und so weiter. Und das, das merkt man dann auch im Business oder das das, das ist nicht wie wenn du die Garage voll hast und du merkst da du bringst das Auto nicht mehr rein, weil das merken die Leute meistens nicht oder dass dass das Thema da ist. Das ist sicher ein Teil und der zweite Teil ist auch so wie wir, wir sind ja so auch am Menschen ein bisschen Jäger und Sammler, oder und dort ist es auch so das Thema, die Leute haben Angst, dass wegzuwerfen oder dass das quasi, wenn ich dann, wenn ich dann mit ihnen so ein ich sag, immer so ein Datenrezept mache, wo ich sage, dann löschen wir diese Daten, wo wir festgelegt haben, nach 10 Jahren geht die weg, wenn diese diesen Delete knopf drücken müssen, das tut weh. Ja, klar.
14:29 Und, und mir tut das als Externe, weil es ja auch. Weniger emotional ist, tut es weniger weh und so, und das ist ja auch so, dass auch beim Datenschutz ist auch ein Thema, mein Netz nimmt nicht die Daten zu uns und wir machen jetzt, wir sind immer bei den Kunden und wir machen es mit den Kunden, und eigentlich bin ich froh Christoph, wenn ich ich habe den Kunden auch schon gesagt, ich bin froh, wenn ich nicht mehr zu ihnen kommen muss, weil dann können sie selber, und das ist ist eigentlich das Ziel, was, was ich mit diesen aufgeräumten Daten erreichen möchte und. Also zusammengefasst, man kann einfach viel mehr Möglichkeiten ausschöpfen, wenn man diese guten und aufgeräumten Datenstrukturen hat.
15:11 Wo wird das in Zukunft noch hinführen? Also denkst du, das Bewusstsein dafür wird grundsätzlich steigen, gleichzeitig steigen ja auch die Datenmengen und es wird vielleicht auch immer schwieriger und unübersichtlicher. Also ich glaube, das Bewusstsein für das muss steigen. Und ich sage immer, wir müssen so weit hinkommen, dass so datenchef Sache ist. Weil ich war noch bei einer Bank beschäftigt und da habe ich mit dem Sio gesprochen und so. Und dann kam die Aussage, ja, ich bin Banker und die ganze It und das Logistikgebilde, das ich da habe, ist nicht so mein Thema, sagt es jetzt mal so, oder und ich glaube, ich habe ihnen dann gesagt, aber ich glaube, die Bank besteht ja nur aus IT und.
15:55 Kunden und Kundenbetreuer wenn das Management oder das HR, und das ist nicht negativ gemeint, wenn wenn die 2 Monate nicht da sind, dann läuft die Bank auch. Aber wenn die IT nicht da ist, die Kunden und die Kundenbetreuer, dann geht gar nichts oder ich glaube es muss schon ein Umdenken stattfinden, dass eben so quasi so das Thema Daten zur Chefsache. Und es geht nicht darum, dass der Chef da oben da in einen Firewall Kurs geht, oder? Genau das ist meine Frage. Was muss der Chef dann tun, der kann ja nicht selber die ganze Zeit alle Daten, das eher micromanagement wenn er jetzt die ganze Zeit immer schaut, sind dann auch alle Daten schön erfasst und sind alle richtig. Abgelehnt? Nein, nein, das muss der Chef nicht machen. Das muss er machen, der Chef. Ich glaube, das muss der Chef nicht machen. Aber er muss vor allem schauen, dass er die Leute befähigt, die Leute auch in der Kommunikation.
16:47 Klar informiert, was er sich wünscht oder was die ganze Gea sich wünscht oder so und dann vor allem auch den Leuten von unten her vertrauen, weil viele IT Projekte auch früher sind, immer entweder technologisch vertrieben oder von oben diktiert worden und jetzt auch die Gesellschaft hat sich verändert, das wissen wir alle und ich glaube es muss mehr auch von unten kommen. Aber ich glaube, dass das ja schon, also das habe ich jetzt so erlebt bei verschiedenen Unternehmen, wenn man da ins Unternehmen eintritt, dann muss man da so ein. Viertelstündiges online eine Präsentation durchklicken, wo einem dann nahegelegt wird, keinen Unsinn zu machen. Mit Daten. USB Sticks sind verboten und und solche Sachen wie man mit sensiblen Daten umgeht und dass man die ja nicht rausgeben darf und so weiter ich glaube, dass das Bewusstsein da schon etwas steigt, oder gibt es da ein Segment wo du findest, da müsste man nachher schon viel mehr machen, damit wir da wirklich fürs KI Zeitalter reif sind? Also ich glaube schon, wie du sagst die das Bewusstsein ist sehr gestiegen, sind viele auch so Programme oder Tools oder es werden ja auch so Phishing Mails gesandt und so weiter wo man die die die Leute also nicht überprüft aber mal schaut oder was passiert wenn sie e Mails bekommen was ich glaube ist vor allem im KI Bereich so Weisungen wirklich konkret und das dürft ihr nicht machen und das müsst ihr machen, das nützt nicht so viel aber so Richtlinien dass die Leute vor allem das Verständnis bekommen wie.
18:12 Was passiert eigentlich, wenn ich jetzt ein ganzes Kundenportfolio in Chat GP aufladen? Was kann da passieren, was kann passieren, wenn ich das Ganze nach Hause schicke und dort mit KI bearbeite und so weiter das sind so Punkte, die man von mir aus soeben so in Richtlinien oder Hinweise oder so für die für die Mitarbeiter formulieren muss. Aber dann muss das natürlich auch noch durch die Schulung laufen und so weiter und das ist ein ständiger Prozess, oder? Es gibt ja verschiedene Punkte in der Breite, zum Beispiel wie Notfallmanagements kannst du einmal üben und dann hast du das, aber dann muss man das auch immer wieder üben und bei den Daten ist, dass das Gleiche, immer dranbleiben, immer dranbleiben.
18:57 Ist denn heutzutage eben auch wegen JPT und Co. Schwieriger geworden oder oder heikler geworden? Also muss man da mehr aufpassen im Umgang Daten. Ja, eben. Es kommt immer darauf. Ich sage immer, man muss die Daten verifizieren auf einerseits was herunterkommt, oder ja, wenn du irgendwie im Chat gpt. Kann irgendwas halluzinieren, ja. Stimmt das oder stimmt das nicht? Dann, was ich heraus auflade, eben zum Beispiel so heikel Kundendaten oder irgendwelche Strategien oder so. Und dann kommt doch da dazu, welches Tool brauche ich oder weil die einen Tools reagieren so und die anderen so die einen machen mit den Daten das, die anderen machen das andere und so und das ist ich sag immer die Verifikation wird immer wichtiger werden, dass wir uns bewusst sind, dass was runterkommt.
19:48 Kann stimmen, das ist ja noch interessant so bei vielen KIS. Entweder das ist richtig oder es ist falsch, das ist nur OK, aber wenn die KI oder das Modell nicht genau weiß was machen, dann kommt irgendetwas. Ja. Oder, und das ist dann natürlich der heikle Punkt, wenn wenn es falsch ist, dann sehe ich, also, es kann gar nicht stimmen, oder wenn es dann so etwas macht. Und das glaube ich, dass die ganze Verifikation muss ins Zentrum rücken bei der Datenbearbeitung und das ist auch das Gleiche bei den Daten, dass sie dann aufgeräumt sind. Ich glaube, die sind wieder auf das zurück. Ich glaube, das ist sehr ein, ein ein heikles Thema, weil auch gerade bei Bildern ich merk, ich weiß es auch im Journalismus, da kommt man eigentlich mittlerweile zum Schluss, wir können gar nicht mehr in jedem Fall mit Sicherheit sagen. Ist das ein echtes Bild?
20:36 Also in echt ist das wirklich als Fotografie aufgenommen worden oder worden oder wurde es von KI erzeugt? Das lässt sich fast nicht mehr sagen und das lässt sich natürlich bei auch bei sonst bei irgendwie Personen, Daten und und Fakten zahlen über Geschäftsgänge und so wahrscheinlich auch nicht mit Sicherheit sagen. Ja, das sehe ich wirklich auch so und darum sage ich, die Verifikation wird da schwieriger werden mit der Zeit. Ist es denn einfacher, den Überblick zu behalten und diese Verifikation durchzuführen, wenn man ein aufgeräumtes System hat? Ich glaube, es ist ne rhetorische Frage, wahrscheinlich. Also ich weiß schon oder ich sehe das so und vor allem, wenn man zum Beispiel jetzt wirklich strategische Daten hat und bei sich ein eigenes KI System mit einem so ein Trusted Trusted Data Kübel baut und das LLM oder SLM oder was auch immer auch selber aufsetzt, dann hat man das besser im Griff als wenn man das irgendwo laufen lässt.
21:32 Das glaube ich schon. Also ich glaube, es ist ein endloses Thema und wir könnten da endlos drüber weiter drüber sprechen. Wir können immer darüber sprechen. Das werde ich auch gerne wieder tun. Das Ganze ist ja auch sehr, also es entwickelt sich ja alles auch rasant, dann danke ich dir vielmals, Martin und wünsche viel Erfolg beim Aufräumen mit Daten macht es auch Spaß. Es macht. Immer Spaß, etwas Neues zu sehen. Man sieht so viele neue Firmen, man sieht so viele neue Datenkonstrukte, manchmal ist man überrascht. Vielleicht auch mal. Negativ. Manchmal denkt man so okay, so kann man es auch machen, aber für mich sind so Daten, es ist für mich eine wahre und da kann ich relativ gut die meine Emotionen für etwas anderes gebrauchen. Okay, vielen dank, Martin.
22:26 Dir auch Recht oft danke für das Gespräch.
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